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WAZ: Kölner U-Bahn-Bau - Kontrolle ist besser. Kommentar von Sabine Brendel

    Essen (ots) - Bilfinger Berger ist nicht irgendeine kleine Firma, sondern Deutschlands zweitgrößter Baukonzern. Seine Baupartner beim Ausbau der Kölner U-Bahn - Züblin und Wayss + Freitag - sind ebenfalls keine Winzlinge. Das macht den Pfuschskandal nur noch schlimmer. Selbst auf die Großen und Renommierten scheint kein Verlass. Doch wo Menschen werkeln - und das gilt längst nicht nur für die Baubranche -, geschieht salopp gesagt auch Mist.

    Schwarze Schafe gibt es überall. Also ist Vertrauen in die Menschen und ihr Können gut und richtig, aber nicht ausreichend. Auch die Kontrolle von Bauabschnitten muss besser werden. Hier darf niemand sparen - weder der Staat noch die Bauherren oder die beauftragten Baufirmen. Und niemand sollte versuchen, sich aus der Verantwortung zu stehlen. Wenn etwas schief läuft bei öffentlichen Bauvorhaben, müssen die Bürger das sofort und umfassend erfahren. In Köln sind die Menschen nach dem Einsturz des Stadtarchivs vor einem Jahr bereits sensibilisiert.

    Die U-Bahn und andere öffentliche Bauten werden für die Bürger ausgebaut oder errichtet. Die Bürger sind es auch, die diese Vorhaben dank ihren Steuergeldern möglich machen. Sie haben also ein Recht darauf, dass alles ohne Pfusch und Pannen abläuft.

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