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AUTO BILD-Report: Panikattacken am Steuer - wenn die Angst mitfährt

Kunde und Fahrpsychologin nach einem gelungenen Angstbewältigungstraining mit Brückenfahrt. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/pm/53065 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/AUTO BILD"

Hamburg (ots) - Sie wird gerne totgeschwiegen, nimmt aber in vielen Autos der Deutschen regelmäßig auf dem Beifahrersitz Platz: die Fahrangst. AUTO BILD nimmt das tabuisierte Phänomen in einem großen Report in der aktuellen Ausgabe 17/2015 (EVT: 24. April 2015) unter die Lupe. An Panikattacken am Steuer leiden aktuellen Schätzungen zufolge circa ein bis vier Millionen Deutsche. Die Dunkelziffer ist hoch und die Betroffenen versuchen oft das Problem zu verdrängen. Laut Aussagen von Fahrpsychologen fällt es besonders Männern schwer, sich die Situation einzugestehen. Die Symptome sind dabei facettenreich: Opfer leiden etwa an verkrampften Armen, Schweißausbrüchen, Atemnot, starrem Blick und zitternden Knien. "Selten sind die Auslöser erlebte oder Beinahe-Unfälle. Öfter hingegen sind persönlichkeitsbedingte Ursachen wie die Angst vor Kontrollverlust Schuld", erklärt AUTO BILD-Mitarbeiterin Sabine Franz.

Am häufigsten treten Angstzustände auf, wenn Fahrer auf der Autobahn unterwegs sind oder andere Fahrzeuge bei hohem Tempo überholen. Auch Brücken, Tunnel, Gefälle und Kurven, kurze Beschleunigungsstreifen, Autobahnkreuze sowie das längere eigenverantwortliche Fahren lassen bei vielen Betroffenen den Puls schneller schlagen.

Besonders stark gefährdet sind laut Aussagen von Experten sensible und verantwortungsbewusste Menschen. Zu ihnen gehören nicht selten Außendienstler, Selbstständige und Pendler. "Die meisten sind zwischen 40 und 55 Jahre alt - eine Phase, in der der Körper Dauerstress nicht mehr so gut wegsteckt. Der berufliche Druck entlädt sich auf der Straße", sagt Franz. Auch Oldtimer- und Motorsportliebhaber sind oftmals betroffen. Generell gilt dabei: Je wichtiger das Autofahren für den Betroffenen, desto größer der Leidensdruck. Dabei können Fahrspaß und Fahrangst sich kurz nacheinander intervallartig abspielen. Danach treten meist umfassende Verdrängungsprozesse ein: "Die Opfer sind Meister im Verdrängen und Vermeiden. Umwege statt Umdenken. Für viele ist es ein langer Prozess, bis sie Hilfe suchen", so Franz.

Ein frühes und intensives Coaching ist dabei eine gute und wichtige Präventionsmaßnahme gegen weitere Panikattacken. So lernen Betroffene von Fahrpsychologen etwa bei Brückenfahrten verschiedene SOS-Tipps. Dazu zählen beispielsweise das Fahren auf der rechten Spur anstatt auf der Überholspur, der prüfende Blick auf die linke Fahrbahn und die Orientierung an den Leitlinien, verschiedene panikhemmende Atemtechniken und die konsequente Einhaltung eines Sicherheitsabstandes von mindestens 50 Metern, wenn sich ein Lkw unmittelbar vor dem Klienten befindet. Bei großem Stress wird empfohlen das Tempo zu drosseln.

Franz resümiert: "Wer sich klarmacht, dass das Problem meist weniger eines der Fahrtechnik als der Stressbewältigung ist, kann leichter an die Lösung gehen: Fahrübung und Hilfe vom Profi."

Alle weiteren Hintergründe zum Thema Fahrangst und Panikattacken am Steuer finden Sie in der aktuellen Ausgabe 17/2015 von AUTO BILD, die am 24. April 2015 erscheint. AUTO BILD im Internet: www.autobild.de

BU: Kunde und Fahrpsychologin nach einem gelungenen Angstbewältigungstraining mit Brückenfahrt.

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