Grundschule „Friedrich von Matthisson“ in Hohendodeleben startet Schulgarten-Projekt mit der AOK
Bildungsstaatssekretär lobt Projekt
In einem Schulgarten können Kinder eigene Lebensmittel anbauen und selbst erleben, wie gesundes Essen entsteht und was nachhaltige Ernährung ist. Das Schulgarten-Projekt „Kleines Gemüse ganz groß“ der AOK Sachsen-Anhalt unterstützt deshalb Schulen dabei, Schulgärten dauerhaft zu nutzen oder wiederzubeleben. An der Grundschule „Friedrich von Matthisson“ in Hohendodeleben startete jetzt das auf drei Jahre ausgelegte Projekt mit einem Frühlingsfest. Auch Jürgen Böhm, Bildungsstaatssekretär des Landes Sachsen-Anhalt, war bei der Eröffnung mit dabei.
Wanzleben-Börde, 22. April 2026 - Das Schulgarten-Projekt hat vor allem ein Ziel: Kindern wieder den Bezug zur Natur und natürlich angebautem, gesunden Essen zu vermitteln. Dass das Thema wichtig ist, zeigt eine AOK-Familienstudie. 87 Prozent der befragten Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder in der Schule etwas über Klima- und umweltfreundliche Ernährung lernen, 32 Prozent erachten nachhaltige Ernährung für bedeutend.
„Genau hier setzt das Schulgarten-Projekt an“, sagt Maren Kühnrich-Ermisch, Landesrepräsentantin der AOK Sachsen-Anhalt. „Kinder lernen mit eigenen Händen, was nachhaltige Ernährung ist. Darunter versteht man eine vollwertige Ernährung, die sowohl gesund ist als auch ökologisch nachhaltig. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einer pflanzenbetonten Ernährung, bei der Vollkornprodukte, Obst, Gemüse, Nüsse und Hülsenfrüchte einen größeren Anteil ausmachen.“
Fachliche Unterstützung durch die Landfrauen
Das Projekt hilft Schulen bei der Anlage bzw. Wiederbelebung von Schulgärten. Unterstützt werden sie dabei von den Landfrauen des Landfrauenverbandes Sachsen-Anhalt e.V., die ihr Fachwissen zu Ernährungs- und Verbraucherbildung mit einbringen. Die Landfrauen stehen den Schulen nicht nur bei der Errichtung eines Beetes und dem Anpflanzen von Obst und Gemüse zur Seite. Sie geben auch Tipps, wie man das Angebaute zu einer gesunden Mahlzeit verarbeiten kann.
Projekt startet mit Frühlingsfest
Gemeinsam mit der Landfrau Yvette Wolter hat die AOK heute beim Frühlingsfest an der Grundschule „Friedrich von Matthisson“ den Kindern das Projekt vorgestellt. An verschiedenen Stationen konnten sie mehr über gesundes Essen erfahren und auch schon den Schulgarten neu bepflanzen.
„Besonders hilft uns, dass wir durch das Projekt kontinuierlich über drei Jahre -hinweg unterstützt werden“, sagt Schulleiterin Roswitha Sarpe. „Wir finden es sehr schön, dass uns eine Landfrau mit Rat und Tat zur Seite steht. So können anstehende Fragen sofort geklärt und viele Tipps zur besseren Gartenarbeit vermittelt werden. Gesunde Ernährung sowie Obst und Gemüse selber zu ziehen und zu verwerten soll im Vordergrund stehen. Ein Projekt, was nachhaltig ist und Spaß macht. Wir freuen uns auf tolle drei Jahre.“
Ein wichtiger Beitrag zur Gesundheitsbildung
Persönlich vor Ort war auch Jürgen Böhm, Bildungsstaatssekretär des Landes Sachsen-Anhalt, der sich ein Bild vom Projekt machen wollte: „Ein Schulgarten ist weit mehr als ein zusätzlicher Lernort auf dem Schulgelände“, sagt Böhm. „Wer selbst sät, pflegt und erntet, entwickelt ein anderes Bewusstsein für Natur, Ernährung und Nachhaltigkeit. Projekte wie ‚Kleines Gemüse ganz groß‘ leisten deshalb einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsbildung und zur Umweltbildung unserer Kinder. Ich freue mich sehr, dass die Grundschule „Friedrich von Matthisson“ dieses Angebot nutzt und die Schülerinnen und Schüler hier die Möglichkeit bekommen, Natur unmittelbar zu erleben und gesunde Ernährung von Grund auf kennenzulernen.“
Zum Frühlingsfest hat die AOK Sachsen-Anhalt zusätzlich eine Erstausstattung aus Gartenwerkzeugen und Samen an die Schule übergeben. Zudem erhalten die Schulen im dreijährigen Projektzeitraum in jedem Gartenjahr 500 Euro für den weiteren Einkauf von Saatgut und Pflanzen.
Bislang wurden dank des Projektes landesweit 32 Schulen dabei unterstützt, einen Schulgarten wiederzubeleben oder anzulegen. In diesem Jahr kommen weitere vier Schulgärten hinzu, eine davon ist die Grundschule „Friedrich von Matthisson“.
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