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Erneuerbare stärken Kommunen - Weitere Studie belegt Wertschöpfungsbooster durch Energiewende

Erneuerbare stärken Kommunen - Weitere Studie belegt Wertschöpfungsbooster durch Energiewende

Berlin, 29. April 2026 - Eine aktuelle Befragung von Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern zeigt: Deutschlands Kommunen treiben die Energiewende mit großem Engagement voran und profitieren von diesem Engagement auch stark wirtschaftlich.

Nach einer Studie der Initiative Klimaneutrales Deutschland und des Vereins Heimatwurzeln generieren zwei Drittel der befragten Gemeinden Einnahmen aus erneuerbaren Energieprojekten. Die Ergebnisse der Befragung bestätigen damit auch die Erkenntnisse einer Studie des Bundeswirtschaftsministeriums zur "Stärkung der regionalen Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien": Erneuerbare Energien treiben Investitionen, Beschäftigung und Wachstum messbar voran.

“Die Datenlage ist eindeutig: Erneuerbare Energien sind Investitionen in Wohlstand und Zukunftsfähigkeit unserer Kommunen. Die politische Einordnung der Erneuerbaren als reiner Kostenfaktor durch das Bundeswirtschaftsministerium ignoriert die zentralen Erkenntnisse zur regionalen Wertschöpfung”, kritisiert Ursula Heinen-Esser, Präsidentin des BEE.

Die aktuelle Befragung unter mehr als 600 Kommunen zeichnet ein klares Bild: Erneuerbare Energien sind in nahezu allen Bereichen der kommunalen Infrastruktur verankert – von Strom über Wärme bis zur Mobilität. Die Energiewende ist vor Ort längst Realität und trägt maßgeblich zur kommunalen Daseinsvorsorge bei.

66 Prozent der Kommunen profitieren von zusätzlichen Einnahmen über Gewerbesteuer, Pachtzahlungen und kommunaler Beteiligung nach §6 EEG, während gleichzeitig lokale Wertschöpfungsketten gestärkt werden. Dass diese Effekte strukturell wirken, zeigt auch die aktuelle Analyse des Bundeswirtschaftsministeriums.

Gleichzeitig benennt die Befragung zentrale Hemmnisse, die den Fortschritt vor Ort bremsen. Für 97 Prozent der Kommunen stellt der unzureichende Netzausbau ein wesentliches Hindernis dar. Hinzu kommen begrenzte finanzielle Spielräume vieler Kommunen: 73 Prozent beschreiben ihre Finanzlage als angespannt.

Zwei Drittel der befragten Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern geben an, dass die Kommunikation der Bundesregierung der Akzeptanz von Erneuerbaren Energieprojekten vor Ort schadet: ”Dieser Wert ist alarmierend. Die Kommunen brauchen politischen Rückhalt und keine Signale, die für Verunsicherung sorgen und damit Entscheidungsprozesse und Investitionen ausbremsen”, so Heinen-Esser.

“Die Energiewende ist ein Konjunkturbooster für die Regionen. Sie schafft zusätzliche Einnahmen für Kommunen und stärkt lokale Unternehmen. Die Kommunen haben das wirtschaftliche Potenzial der Energiewende in Zeiten angespannter Haushalte längst erkannt. Jetzt muss sich diese Erkenntnis auch in der Bundespolitik niederschlagen”, betont Heinen-Esser.

Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.
Denise Schöwing
EUREF-Campus 16
10829 Berlin
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Tel: 030 2758170 -16 & 0151 17123011
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