Caravaning Industrie Verband (CIVD)
Erneuter Übernachtungsrekord: Caravaning bleibt Wachstumsmotor im Deutschlandtourismus
Die heute veröffentlichten Tourismuszahlen des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2025 bestätigen den anhaltenden Trend: Caravaning und Camping zählen weiterhin zu den dynamischsten Urlaubsformen in Deutschland. So stiegen die Übernachtungen auf deutschen Campingplätzen im Jahr 2025 um 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 verzeichnet das Segment sogar ein Plus von rund 25 Prozent.
Frankfurt am Main, 11. Februar 2026
Der Caravaning Industrie Verband (CIVD) sieht darin einen weiteren klaren Beleg für die ungebrochen große Begeisterung der Urlauber für Caravans und Reisemobile – und zugleich einen wichtigen Impuls für den Tourismusstandort Deutschland:
„Die aktuellen Zahlen sind die logische Konsequenz einer Entwicklung, die bereits vor vielen Jahren eingesetzt hat. Caravaning ist längst keine Nische mehr, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil des Wirtschafts- und Tourismusstandorts Deutschland. Millionen von Urlaubern, die mit Reisemobil oder Caravan unterwegs sind, entscheiden sich nicht nur für eine mobile und naturnahe Urlaubsform, sondern stärken den Tourismusstandort Deutschland nachhaltig, insbesondere in ländlichen Regionen. Diese Entwicklung wird sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen“, erklärt CIVD-Geschäftsführer Daniel Onggowinarso.
Laut dem Statistischen Bundesamt wurden 2025 insgesamt 497,5 Millionen Gästeübernachtungen in Deutschland gezählt. Besonders stark entwickelte sich erneut der Caravaning- und Campingbereich (+4,2 %), während Hotels, Gasthöfe und Pensionen im Jahr 2025 einen leichten Rückgang der Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr (-0,4 %) verzeichneten.
Der CIVD weist in diesem Zusammenhang jedoch auch darauf hin, dass in dieser Erhebung Übernachtungen, die etwa auf Stellplätzen außerhalb von Campingplätzen stattfinden, statistisch nicht vollständig erfasst würden. Die tatsächliche Bedeutung des Caravaning-Tourismus dürfte daher noch höher liegen.
Der CIVD sieht vor diesem Hintergrund Bund, Länder und Kommunen gemeinsam mit den Verbänden weiterhin in der Verantwortung, die Voraussetzungen für diesen Wachstumssektor zu verbessern. Neben notwendigen Investitionen in die Stellplatzinfrastruktur, moderne Ver- und Entsorgungsangebote sowie einer stärkeren Einbindung in regionale Tourismusstrategien bedarf es insbesondere einer Neuausrichtung der planungsrechtlichen Rahmenbedingungen. Bestehende Rechtsnormen müssen überprüft und dort angepasst werden, wo sie den Ausbau und die Modernisierung der Infrastruktur unnötig erschweren oder verzögern.
„Damit Deutschland dieses Potenzial konsequent nutzen kann, braucht es nicht nur finanzielle Mittel, sondern auch eine verlässliche und praxisnahe Ausgestaltung der rechtlichen Grundlagen. Wir benötigen politische Unterstützung und einen gemeinsamen Kraftakt für eine zukunftsfähige Infrastruktur. Als Verband stehen wir bereit, diesen Weg konstruktiv mitzugestalten. Hand in Hand lassen sich für den Tourismusstandort Deutschland weitere Potenziale heben“, so Daniel Onggowinarso.
Pressekontakt: Marc Dreckmeier Leiter Marketing & PR Tel: +49 69 704039-18 marc.dreckmeier@civd.de Jonathan Kuhn Marketing & PR Tel: +49 69 704039-28 Mobil: +49 1520 8921101 jonathan.kuhn@civd.de Caravaning Industrie Verband e. V. (CIVD) Der Caravaning Industrie Verband ist die Interessenvertretung des industriellen Zweigs der deutschen Caravaningbranche. Zu seinen Mitgliedern zählen neben deutschen und europäischen Herstellern von Caravans und Reisemobilen auch zahlreiche Unternehmen der Zulieferindustrie, Dienstleister sowie öffentliche Institutionen und Verbände. Der 1962 gegründete Verband vertritt alle Belange der deutschen Caravaningindustrie gegenüber der nationalen und europäischen Politik und ihren Behörden und Institutionen. Darüber hinaus ist der CIVD ideeller Träger der weltweit größten Messe für Freizeitfahrzeuge – dem CARAVAN SALON – und sorgt damit für wichtige Impulse für die Caravaningbranche in Europa.