Bundesverband der deutschen Kalkindustrie e.V.

"big bang"
Alarmsignal der deutschen Kalkindustrie

"big bang" / Alarmsignal der deutschen Kalkindustrie
Dietmar Freiherr von Landsberg Geschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Kalkindustrie e.V. Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Abdruck bitte unter Quellenangabe: "obs/ Bundesverband der Deutschen Kalkindustrie e.V."

4 Dokumente

        4 Originaldokumente (Statement des Bundesverbandes  
        der Deutschen Kalkindustrie von Dr.-Ing. Herbert Müller-Roden,  
        Lang- und Kurzfassung der Stellungnahme und Kernaussagen) liegen
        in der digitalen Pressemappe zum Download vor

      - Querverweis: 1 Bild wird über obs versandt und 4 Bilder sind
         abrufbar unter:        
         http://www.presseportal.de/galerie.htx?type=obs    

    Köln/Wuppertal (ots) - Mit einer bundesweiten Medien- und
Sprengaktion wies die deutsche Kalkindustrie auf ihre Leistungen beim
Klimaschutz und die existentielle Bedrohung hin, die von einem
Emissionshandel ausgehen würde. Am 2. Oktober fand eine
Zentralveranstaltung zum Thema "Handel mit Treibhausgasen" in den
Wuppertaler Kalkwerken H. Oetelshofen statt. Um 11 Uhr wurde dort
eine Sprengung gezündet. Zeitgleich erfolgten Sprengungen in
zahlreichen weiteren Steinbrüchen im gesamten Bundesgebiet. Die
mittelständisch geprägte Industrie wollte sich damit in Politik und
Medienlandschaft Gehör verschaffen und belegen, dass ein
Emissionshandel auf Unternehmensebene nicht nur mittelfristig die
Existenz der deutschen Kalkindustrie gefährden kann, sondern überdies
zu einer weiteren Belastung des Weltklimas beiträgt.
    
    Jörg und Moritz Iseke, Inhaber und Geschäftsführer der Kalkwerke
H. Oetelshofen GmbH & Co., unterstrichen in Ihrer Begrüßung den
sorgfältigen und verantwortungsbewussten Umgang der deutschen
Kalkbrenner mit dem unverzichtbaren Material. Jörg Iseke belegte die
ernste Gefährdung - insbesondere der mittelständischen Unternehmen -
durch einen Handel mit Treibhausgasen. "Wenn es wichtig ist, darf man
auch mal laut werden.
    
    Wir machen 'old economy at its best' und wollen das auch zukünftig
dürfen", so der Gastgeber. Dr. Herbert Müller-Roden,
Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Deutschen Kalkindustrie
e.V., unterstützte in seinem Statement ausdrücklich die Zielsetzung
des Kyoto-Protokolls und die Ziele der Bundesregierung zur Vermeidung
von CO2-Emissionen. Er verwies auf die freiwillige
Selbstverpflichtung der Deutschen Kalkindustrie, die spezifischen
CO2-Emissionen aus Brennstoff und Strom je Tonne Kalk für den
Zeitraum 1990 bis 2005 um bis zu 15 % zu reduzieren. Dieses
ehrgeizige Ziel werde mit Sicherheit erreicht und sei bereits heute
mit einer Reduktion von über 12 % annähernd erfüllt. Die
Kalkindustrie nimmt ihre Verpflichtung ernst und handelt auch
entsprechend, um eine weitere Verbesserung der Energienutzung zu
erreichen.
    
    Kalk wird durch das Brennen von Kalkstein erzeugt, hierbei muss
CO2 aus dem Kalkstein abgetrennt werden. Kohlendioxid ist also ein
natürlicher Bestandteil des Rohstoffes - so, wie das Eigelb in der
Natur nicht ohne Eiweiß vorkommt. Diese kalksteinbedingten
CO2-Emissionen sind nicht zu vermeiden. "Das Kalkstein-CO2 darf nicht
Gegenstand finanzieller Belastungen werden, denn es ist ein
natürliches Produkt, und wir können es nicht beeinflussen", so der
Vertreter der Deutschen Kalkindustrie.
    
    Sollte die CO2-Richtlinie eingeführt werden, werde sich die
Kalkproduktion zwangsläufig in CO2-handelsfreie Regionen verlagern
mit der Folge einer Steigerung der CO2-Belastung. "Durch den Import
der für viele Industriezweige unverzichtbaren Kalkprodukte wird die
CO2-Belastung allein durch den Transport steigen. Außerdem sind die
CO2-Emissionen der deutschen Kalkindustrie durch die optimierte
Brenntechnik niedriger als in den CO2-handelsfreien Regionen", so die
Position der deutschen Kalkindustrie.
    
    "In Deutschland wird die Wirkung dieser Richtlinie in diversen
Industrien unterschiedlich hart sein. Die Kalkindustrie dürfte am
härtesten, im schlechtesten Fall existenzbedrohend betroffen sein.
Wir fordern die Politik auf, dafür zu sorgen, dass die Verteilung der
Lasten dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit folgt", schloss Dr.
Müller-Roden in seinem Appell an die Entscheidungsträger. Eine
Anrechnung der bereits erbrachten Vorleistungen und die Ausnahme des
zwangsweise anfallenden Kalkstein-CO2 vom CO2-Handel seien ein Gebot
der Fairness.
    
    Ergänzendes Text- und Bildmaterial zum Download finden Sie auch in
der Rubrik "Presse" unter www.kalk.de.
    
    
ots Originaltext: Bundesverband der Deutschen Kalkindustrie e. V.
(BVK)
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