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Kampagne gegen Komasaufen: DAK-Gesundheit und Bundesdrogenbeauftragter starten "bunt statt blau"

Hamburg (ots)

  • 2024 wurden 8.700 Minderjährige in Kliniken behandelt
  • Klinikeinweisungen wegen Alkoholvergiftung auf niedrigstem Stand seit 25 Jahren
  • Prof. Dr. Hendrik Streeck ist Bundesschirmherr der Präventionsinitiative

Ein plakatives Nein zum Rauschtrinken: Die Präventionskampagne "bunt statt blau - Kunst gegen Komasaufen" startet in ein neues Wettbewerbsjahr. Gemeinsam suchen der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen Prof. Dr. Hendrik Streeck und die DAK-Gesundheit die besten Plakate und kreativen Beiträge gegen Alkoholmissbrauch. Der Wettbewerb findet bereits zum 17. Mal statt. Seit 2010 haben rund 143.000 Kinder und Jugendliche teilgenommen. Einsendeschluss ist der 31. März 2026.

Aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen: 2024 sank die Zahl der Klinikbehandlungen von Kindern und Jugendlichen wegen einer Alkoholvergiftung auf den niedrigsten Stand seit 25 Jahren. So mussten 2024 8.781 Jugendliche mit einem Rausch in Kliniken behandelt werden - 5,3 Prozent weniger als 2023. Zum Vergleich: 2012 etwa lag die Zahl der Klinikbehandlungen noch bei 26.673.Dabei sanken die Zahlen in allen Altersgruppen (zehn bis unter 20 Jahre). Laut Statistik gab es 2024 den größten Rückgang bei den zehn- bis 15-jährigen Jungen mit knapp acht Prozent. Bei den Mädchen in dieser Altersgruppe sank die Anzahl der Rauschtrinkerinnen lediglich um vier Prozent.

2010 hatte es mehr als 25.000 Krankenhausbehandlungen von Minderjährigen mit einer Alkoholvergiftung gegeben. Diese Zahl war der Auslöser zum Start von "bunt statt blau". "Wir sehen, dass die Zahl der jungen Menschen, die mit einer Alkoholvergiftung in der Klinik landen, weiter abnimmt", sagt Andreas Storm, Vorstandschef der DAK-Gesundheit. "Das ist eine positive Entwicklung, die uns darin bestärkt, unsere Arbeit fortzusetzen und mit kreativen Methoden eine möglichst frühe Befassung mit dem Thema Alkohol zu fördern. Wir müssen dazu beitragen, bei jungen Menschen ein Bewusstsein für die Risiken von Alkoholkonsum zu schaffen. Alkohol ist nicht harmlos!" Vor diesem Hintergrund ist es laut Storm besonders wertvoll, dass der Bundesdrogenbeauftragte Prof. Dr. Hendrik Streeck als Bundesschirmherr die Kampagne mit großem Engagement unterstützt.

Im Rahmen der Präventionskampagne "bunt statt blau" gestalten Schülerinnen und Schüler Plakate und kreative Beiträge gegen das Rauschtrinken. In den Bundesländern fördern zahlreiche Ministerinnen und Minister den Wettbewerb. Auf Bundesebene hat der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen Prof. Dr. Hendrik Streeck die Schirmherrschaft übernommen. "Alkoholmissbrauch unter Jugendlichen ist kein Randphänomen, sondern eine reale gesundheitliche Gefahr. Dass die Zahl der Klinikbehandlungen wegen Rauschtrinkens sinkt, ist eine gute Nachricht. Sie zeigt: Prävention wirkt. Aber sie ist kein Grund zur Entwarnung. Alkohol gehört für viele junge Menschen noch immer zum Alltag und oft auch zum Gruppendruck - mit Risiken, die unterschätzt werden und langfristige Folgen haben können", so Prof. Streeck.

Dem Bundesdrogenbeauftragten ist wichtig, dass Aufklärungsarbeit nicht von oben herab stattfindet: "Wirksame Prävention gelingt dann, wenn sie ernst nimmt, statt zu belehren - wenn sie auf Augenhöhe stattfindet. Genau hier setzt 'bunt statt blau' an. Die Kampagne stärkt junge Menschen darin, selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen, Nein zu sagen und Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen. Aus ärztlicher und wissenschaftlicher Sicht ist klar: Wer früh verlässliche Informationen und Orientierung erhält, kann Risiken besser einschätzen - und schützt seine Gesundheit oft ein Leben lang."

"bunt statt blau - Kunst gegen Komasaufen": Unter diesem Motto sucht die DAK-Gesundheit 2026 bereits im 17. Jahr die besten Plakatideen von Schülerinnen und Schülern zwischen zwölf und 17 Jahren zum Thema Rauschtrinken. Seit 2010 haben bundesweit rund 143.000 Mädchen und Jungen bunte Plakate und kreative Beiträge gegen das Rauschtrinken gestaltet. Die DAK-Gesundheit und der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen laden in diesem Jahr deutschlandweit rund 11.000 Schulen ein, bei "bunt statt blau" mitzumachen. Neben Schulklassen können auch Teams aus Freundinnen und Freunden sowie Einzelteilnehmerinnen und -teilnehmer ihre Plakate einreichen.

Bei dem Plakatwettbewerb warten Geldpreise in Höhe von insgesamt rund 12.000 Euro auf die kreativen Gewinnerinnen und Gewinner. Nach dem Ende der Einreichungsfrist werden in allen 16 Bundesländern die besten Siegerplakate ausgezeichnet. Anschließend wählt die Bundesjury mit DAK-Vorstand Andreas Storm, dem Beauftragten der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen Prof. Dr. Hendrik Streeck und dem Leiter des Kieler Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) Prof. Dr. Reiner Hanewinkel aus den 16 besten Landes-Plakaten die Bundessiegerinnen und Bundessieger. Außerdem wird der Sonderpreis "Social Media" für die besten Bilder und Beiträge vergeben, die auf YouTube, TikTok und Instagram mit dem Hashtag #bsb2026 gepostet werden. Einsendeschluss ist der 31. März 2026.

Teilnehmende Schulen können das Thema Alkohol im Unterricht behandeln und ihre Schülerinnen und Schüler Plakate entwerfen lassen. Das Kieler Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) bietet den Lehrkräften dazu unterstützend umfangreiche Unterrichtsmaterialien und Elterninformation an, die im Rahmen der Präventionskampagne "Aktion Glasklar" konzipiert wurden.

Laut einer Studie durch das IFT-Nord erklärt die Mehrheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sie hätten durch "bunt statt blau" etwas über die Gefahren von Alkohol gelernt. Der Wettbewerb wird vor allem in den Klassen der Mittelstufe angeboten und fällt damit genau in die Phase, in der die meisten Schülerinnen und Schüler das erste Mal Alkohol trinken und probieren. "Entscheidend ist, dass wir genau dann die Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler, nein zu sagen, stärken", erklärt IFT-Nord-Leiter Prof. Dr. Reiner Hanewinkel.

Weitere Informationen und die Teilnahmebedingungen gibt es unter: www.dak.de/buntstattblau

Pressekontakt:

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Telefon: 040/2364855 9411
Mail: presse@dak.de

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