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Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Porsche

Stuttgart (ots) - Es ist durchaus verständlich, dass dem Stuttgarter Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche etwas schwindlig wird, wenn er sich vorstellt, dass das Unternehmen weiter in solch einem atemberaubenden Tempo expandieren soll wie in den vergangenen Jahren. In der kurzen Zeit seit dem Antritt von Porsche-Chef Müller ist die Belegschaft um 50 Prozent aufgestockt worden. Im Werk Leipzig sind vor dem Start des Macan mehr Mitarbeiter neu eingestellt worden als bisher schon an Bord waren. Bei so vielen neuen Beschäftigten ist es keine kleine Herausforderung, den familiären Porsche-Geist zu bewahren, der das Unternehmen stets prägte und auch viel zum Erfolg beigetragen hat.

Deshalb wäre es gewiss nicht schlecht, bei der Expansion den Fuß zunächst einmal etwas vom Gas zu nehmen. Auf längere Sicht kann das Unternehmen jedoch durchaus beides schaffen: weiter deutlich wachsen und dennoch die Exklusivität der wertvollen Marke bewahren. Zwar wäre es riskant, in niedrigere Preisregionen vorzustoßen, weil damit der Abstand zu den Massenanbietern zu gering würde, aber in der bisherigen preislichen Bandbreite ist noch viel Luft.

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