RheinEnergie AG

GEW im Jahr 2000 erfolgreich - Kundenzahl gestiegen , Produktabsatz ausgeweitet

    Köln (ots) - Die GEW Köln AG hat das Jahr 2000 hervorragend
abgeschlossen und sich im Wettbewerb gut behauptet. Dieses Fazit zog
GEW-Vorstandsvorsitzender Helmut Haumann bei einem Pressegespräch, in
dem er über wichtige Ergebnisse aus dem Geschäftsjahr informierte.
Eine Woche vor der offiziellen Bilanzpressekonferenz stellt das
Unternehmen einige Zahlen und Fakten vor, um die eigentliche Bilanz
zu erläutern.
    
    Absatzentwicklung der Produkte
    
    Bei einer Durchschnittstemperatur von 11,2 Grad Celsius (1999:
11,0 Grad) entwickelten sich die Absätze der einzelnen Energien
unterschiedlich: Bei der Wärme insgesamt (Fernwärme, Industriedampf)
gab es einen Zuwachs von 0,2 Prozent insgesamt. Obwohl es bei der
Fernwärme selbst witterungsbedingt einen Rückgang von rund 2,1
Prozent gegeben hatte, konnte die GEW durch neue Großobjekte im
Bereich "Nahwärme" insgesamt mehr verkaufen als 1999. Insgesamt
setzte das Unternehmen 1,351 Milliarden Kilowattstunden ab.
    
    Auch beim Erdgas zeigte die Entwicklung nach oben. Ein ebenfalls
durch das mildere Wetter hervorgerufener Minderverkauf bei den
Privatkunden ließ sich durch die konjunkturelle Entwicklung im
Bereich Gewerbe- und Industrie kompensieren. Außerdem trug das
Neugeschäft zu einem besseren Verkauf bei. Insgesamt stieg der Absatz
um 1,6 Prozent auf 8,67 Milliarden Kilowattstunden.
    
    Der Bereich Strom zeigt ein zweigeteiltes Bild: Im unmittelbaren
Versorgungsgebiet hatte GEW einen leichten Absatzrückgang von 0,6
Prozent, insgesamt aber ist der Stromabsatz um mehr als 30 Prozent
angestiegen. Zum einen ist dies die unmittelbare Folge intensiver
Handelstätigkeit, zum anderen aber auch der Versorgungsübernahme in
Teilen des Kölner Südens zum 1.1.2000. Die GEW beliefert über ihren
Energiehandel auch andere Stadtwerke und Unternehmen außerhalb des
Versorgungsgebietes.
    
    Insgesamt verkaufte GEW 7,7 Milliarden Kilowattstunden, gegenüber
6,3 Milliarden Kilowattstunden im Vorjahr.
    
    Beim Trinkwasser setzte sich der in der gesamten Branche
vorherrschende Trend fort: Auch bei GEW ging der Absatz um rund 2,9
Prozent zurück. Insgesamt verkaufte GEW im Jahr 2000 etwa 52,6
Millionen Kubikmeter.
    Preisentwicklungen
    
    Während der Erdgaspreis im Jahr 2000 aufgrund der
Rahmenbedingungen im Nachgang zu den Heizölpreisen deutlich
angestiegen ist, lagen die Strompreise in den Tarifen und fair- oder
tradecolon-Verträgen teilweise um 5 bis 20 Prozent netto unter denen
des Vorjahres. Diese Senkungen wurden aber teilweise durch Ökosteuer
und andere Abgaben wieder aufgezehrt.
    
    Gesamtergebnis
    
    Sofern die zuständigen Aufsichtsgremien von GEW und SWK dies Ende
der Woche so beschließen, wird GEW ein Ergebnis von rund 220
Millionen DM an die SWK abführen und 30 Millionen DM in die Rücklage
nehmen. Insgesamt erzielte das Unternehmen einen Gewinn von 250
Millionen DM (1999: 214 Millionen DM).
    
    Investitionen
    
    Insgesamt umfasst das Investitionsvolumen der GEW den Betrag von
fast 330 Millionen DM. Darin enthalten sich auch Finanzinvestitionen
wie etwa die Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an der Belkaw GmbH in
Bergisch Gladbach. Für Bau, Ausbau, Umbau, Instandhaltung,
Erweiterung oder Reparatur technischer Anlagen und Netze wandte das
Unternehmen rund 140 Millionen DM auf.
    
    Entwicklung der Kundenzahlen
    
    Aktuell (Stand: Mitte Juni 2001) beliefert die GEW im Bereich
Strom 660.200 Kunden. Im Dezember 2000 waren es noch 657.000.
    Seit Beginn der Liberalisierung hatte die GEW rund 11.000
Kündigungen von Stromkunden zu verschmerzen, das sind rund 1,6
Prozent. Mittlerweile ist die Zahl der Kündigungen deutlich
zurückgegangen. Seit April liegt sie bei unter 500 pro Monat.
    
    Im Bereich Privat- und Gewerbekunden haben sich mittlerweile 55,3
Prozent für einen der fair- oder tradecolon-Verträge entschieden.
Aber noch 47 Prozent der Privatkunden lassen sich über einen normalen
Tarif versorgen, obwohl sie durch Abschluss eines faircolon-Vertrages
bares Geld sparen könnten.
    
    Das Ökostromangebot der GEW, faircolon energreen, wird trotz
Zertifizierung durch einen unabhängigen Gutachter von nur etwa 500
Kunden genutzt.
    
    Im Bereich Erdgas ist die Zahl der Kunden seit Jahresende leicht
gestiegen: Von 136.900 (Dezember 2000) auf 137.100 (Mitte Juni 2001).
    
    Ausblick
    
    "Zum Schluss eine erfreuliche Nachricht für alle Erdgaskunden der
GEW," so Helmut Haumann. "Zum 1. Oktober 2001 werden wir die
Erdgaspreise voraussichtlich in einer Größenordnung um fünf Prozent
senken können."
    
    
ots Originaltext: GEW Köln AG
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