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Sozialverband Deutschland (SoVD)

SoVD: Verpflichtungen des Bundes gegenüber der Rentenversicherung erhöhen

Berlin (ots)

In Anbetracht aktueller Überlegungen für immer
stärkere Rentenkürzungen hat der Sozialverband Deutschland (SoVD) die
Bundesregierung aufgefordert, das gesetzlich verankerte Instrument
der Bundesgarantie einzusetzen und den Bundeszuschuss auf 25 bis 30
v.H. der Rentenausgaben zu erhöhen, um so die finanzielle
Konsolidierung der Rentenversicherung zu gewährleisten.
Präsident Adolf Bauer: "Die gesetzliche Rentenversicherung hat in
der Vergangenheit durch die Übertragung immer neuer
versicherungsfremder bzw. beitragsungedeckter Leistungen in
erheblichen Umfang zur Sanierung des Bundeshaushalts beigetragen.
Jetzt muss der Bund seiner Verantwortung gegenüber dem wichtigsten
Alterssicherungssystem gerecht werden und darf nicht durch immer
schärfere Renteneinschnitte in gesetzlich geschützte Besitzstände
eingreifen".
Der SoVD erinnerte die Bundesregierung an ihre gesetzliche
Verpflichtung, den Beitragssatz zur Rentenversicherung so
festzusetzen, dass Einnahmen und Ausgaben im Einklang stehen.
Präsident Bauer: "Mit der Nichterfüllung dieser Verpflichtung umgeht
die Bundesregierung auch eine notwendige Erhöhung des
Bundeszuschusses, die schon längst überfällig ist". Nach Ansicht des
SoVD muss der Bundeszuschuss zur Erfüllung seiner vielfältigen
Sicherungsaufgaben gegenüber der Rentenversicherung 25 bis 30 v.H.
der Rentenausgaben betragen. Zugleich bezeichnete der SoVD die in der
Vergangenheit mehrfach erfolgte und jetzt erneut beabsichtigte
weitere Absenkung der Schwankungsreserve als einen "Kardinalfehler
der Rentenpolitik", der nunmehr in erheblichem Umfang zur
Destabilisierung des Systems beitrage.
Präsident Bauer warnte die Bundesregierung vor einer doppelten
Nullrunde bei den Rentenanpassungen und mehrjährigen realen
Rentenkürzungen. Präsident Bauer wies in diesem Zusammenhang
ergänzend darauf hin, dass etwaige positive Auswirkungen der
Steuerreform die Rentnerinnen und Rentner nicht erreichen würden.
Präsident Bauer: "Das Rentenchaos der Bundesregierung führt zu einer
immer tieferen Verunsicherung der Versicherten und Rentner, die mit
Sicherheit zu einer weiteren Schwächung der Konsumnachfrage beitragen
wird."

Pressekontakt:

Hans-Jürgen Leutloff
Sozialverband Deutschland
Bundesverband
Abteilung Sozialpolitik
Stralauer Str. 63
10179 Berlin
Tel.: 030/72 62 22 120/121
Fax: 030/72 62 22 328
E-Mail: hans-juergen.leutloff@sovd.de

Original-Content von: Sozialverband Deutschland (SoVD), übermittelt durch news aktuell

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