Groß- und Außenhandel in Hamburg: 3. Tarifrunde erzielt kein Ergebnis
Hamburg, 22. Juni 2026. Die 3. Tarifrunde für den Groß- und Außenhandel in Hamburg ist heute ohne Annäherung zu Ende gegangen. Der AGA Unternehmensverband und die Gewerkschaft Verdi konnten ihre unterschiedlichen Standpunkte nicht überbrücken. Die Verhandlungen werden am 11. August 2026 fortgesetzt.
Michael Fink, ehrenamtlicher Verhandlungsführer des AGA: "Wir haben heute noch einmal sehr klar dargelegt, wie angespannt die wirtschaftliche Lage im Groß- und Außenhandel weiterhin ist und wie begrenzt der Verteilungsspielraum ausfällt. In dieser Situation kann Tarifpolitik nicht bedeuten, die Inflation der Vergangenheit vollständig nachzuholen und die Betriebe zusätzlich zu überfordern. Entscheidend ist, was die Unternehmen tatsächlich erwirtschaften können – nicht, was wünschenswert wäre. Leider ist die Gewerkschaft bisher nicht bereit, von ihren überzogenen Forderungen abzurücken."
Der AGA Unternehmensverband bietet eine stufenweise Erhöhung der Entgelte um 3,4 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Im Folgemonat nach einem Tarifabschluss sollen die Entgelte um 1,8 Prozent und ab dem 1. Mai 2027 um weitere 1,6 Prozent steigen. Die Ausbildungsvergütungen sollen sich um die gleichen Werte zu den im Tarifgebiet üblichen Zeitpunkten erhöhen.
Die Forderungen der Gewerkschaft Verdi:
- Erhöhung der Löhne und Gehälter um 7 Prozent, mindestens jedoch um 250,00 Euro
- Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 150,00 Euro
- Laufzeit: 12 Monate
Im Groß- und Außenhandel in Hamburg arbeiten in rund 4.500 Unternehmen etwa 60.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte und 1.100 Auszubildende.
Kontakt: Christian Ströder Leiter Kommunikation & PR AGA Unternehmensverband Telefon: (040) 30801-162 E-Mail: christian.stroeder@aga.de Internet: www.aga.de