Groß- und Außenhandel in Hamburg: Auftakt der Tarifverhandlungen in Hamburg endet ergebnislos
Hamburg, 20. April 2026. Heute haben die Tarifverhandlungen für den Groß- und Außenhandel in Hamburg begonnen. Sie endeten ohne Ergebnis und wurden auf den 19. Mai 2026 vertagt.
Michael Fink, ehrenamtlicher Verhandlungsführer des AGA: "Die Tarifrunde 2026 findet unter Bedingungen statt, die schwieriger kaum sein könnten. Seit Jahren gibt es im Groß- und Außenhandel keinen realen Umsatzzuwachs, die Reserven der Unternehmen sind aufgebraucht. Das belegen steigende Insolvenzzahlen und der reale Beschäftigungsabbau. Eine Entspannung ist nicht in Sicht. Die Gewerkschaftsforderung nach 7 Prozent mehr Entgelt, in Teilen sogar deutlich darüber, ist nicht bezahlbar. Sie gefährdet akut Arbeitsplätze. Wir nehmen die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ernst. Aber verantwortungsvolles Handeln bedeutet auch, realistische Erwartungen zu haben. Unser Ziel ist ein Tarifabschluss, der sowohl die Situation der Beschäftigten als auch die wirtschaftliche Realität der Unternehmen berücksichtigt – und Beschäftigung sichert."
Die Forderungen der Gewerkschaft Verdi:
- Erhöhung der Löhne und Gehälter um 7 Prozent, mindestens jedoch um 250,00 Euro
- Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 150,00 Euro
- Laufzeit: 12 Monate
Im Groß- und Außenhandel in Hamburg arbeiten in rund 4.500 Unternehmen etwa 60.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte und 1.100 Auszubildende.
Kontakt: Christian Ströder Leiter Kommunikation & PR AGA Unternehmensverband Telefon: (040) 30801-162 E-Mail: christian.stroeder@aga.de Internet: www.aga.de