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Impfkampagne gegen Cholera für Rohingya-Fluchtlinge gestartet

In Bangladesch startet heute eine der größten Impfkampagnen gegen Cholera. Über 200 mobile Impfteams sind im Flüchtlingslager in Cox's Bazar unterwegs, um möglichst viele Kinder zu erreichen. © UNICEF
» Bildmaterial zur Impfkampagne gegen Cholera in Cox's Bazar

In den Flüchtlingslagern für Rohingya in Bangladesch startete heute eine massive Impfkampagne gegen Cholera. Für die Kampagne von UNICEF, der Weltgesundheitsorganisation WHO und den Gesundheitsbehörden von Bangladesch wurden 900.000 Dosen Impfstoff beschafft.

UNICEF: Impfkampagne gegen Cholera für Rohingya-Fluchtlinge gestartet

In den Flüchtlingslagern für Rohingya in Bangladesch startete heute eine massive Impfkampagne gegen Cholera. Für die Kampagne von UNICEF, der Weltgesundheitsorganisation WHO und den Gesundheitsbehörden von Bangladesch wurden 900.000 Dosen Impfstoff beschafft.

Die bislang zweitgrößte Cholera-Impfkampagne der Welt findet in den Lagern Ukhiya und Teknaf in der Region Cox's Bazar statt. Seit Mitte August waren dorthin über eine halbe Million Menschen der Bevölkerungsgruppe der Rohingya vor der Gewalt in Myanmar geflohen, ein Großteil davon Kinder.

"Cholera ist eine gefährliche Erkrankung, besonders für Kinder, die in überfüllten und unhygienischen Bedingungen leben", sagt Edouard Beigbeder, Leiter von UNICEF Bangladesch.

In einer ersten Runde werden rund 650.000 Menschen ab dem ersten Lebensjahr geimpft. In einer zweiten Runde sollen Ende Oktober 250.000 Kinder unter fünf Jahren eine zweite Dosis erhalten. An der Kampagne sind 200 Impfteams, bestehend aus jeweils fünf Helfern, beteiligt.

In den Notaufnahmelagern wurden in der vergangenen Woche bereits über 10.000 Fälle von gefährlichem Durchfall registriert. Aufgrund der unhygienischen Bedingungen droht der Ausbruch von Cholera.

"Die Cholera-Gefahr ist klar und eindeutig, und ein entschiedenes Vorgehen ist zwingend notwendig", erklärt Dr. N. Paranietharan, Leiter WHO in Bangladesch.

Cholera-Impfungen bieten Schutz vor Erkrankungen. Allerdings ersetzen sie nicht traditionelle Präventionsmaßnahmen. Dazu gehören der Zugang zu sauberem Wasser, sanitären Anlagen sowie Aufklärung über hygienisches Verhalten.

UNICEF unterstützt die Versorgung der Flüchtlinge mit sauberem Trinkwasser, stellt Tabletten zur Wasseraufbereitung und Medikamente zur Behandlung von Durchfallerkrankungen sowie Hygieneartikel und Plastikplanen bereit.

Pressekontakt: Rudi Tarneden, Sprecher UNICEF Deutschland, 0221/93650-235,
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