Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V.

PM: Studentin der RWTH in Aachen ausgezeichnet

dbl-Präsidentin Dagmar Karrasch und Verleger Dr. Ullrich Schulz-Kirchner gratulieren Anna-Maria Kuttenreich (Mitte). (©Jan Tepass)
dbl-Präsidentin Dagmar Karrasch und Verleger Dr. Ullrich Schulz-Kirchner gratulieren Anna-Maria Kuttenreich (Mitte). (©Jan Tepass)

Pressemitteilung vom 25.06.2018

Wissenschaftsförderung: Studentin der RWTH in Aachen ausgezeichnet

Anna-Maria Kuttenreich erhält den dbl-Nachwuchspreis 2018

Die Studentin des Masterstudiengangs Lehr- und Forschungslogopädie an der RWTH Aachen, Anna-Maria Kuttenreich, wurde vom Deutschen Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl) mit dem dbl-Nachwuchspreis 2018 geehrt. Sie erhält die Auszeichnung für ihre Bachelorarbeit mit dem Titel "Potenzial der präläsionalen Erfahrung in Form einer autobiographischen Erinnerung als ergänzende Methode zur Standardtherapie zentraler Fazialisparesen". Besonders beeindruckt hat die Gutachter die innovative Fragestellung, die hervorragende und überdurchschnittliche Bearbeitung des Themas und die hohe klinische Relevanz der Arbeit.

Die Preisträgerin hat sich mit der Weiterentwicklung von Therapiemethoden zur Behandlung von Patienten mit einer Fazialisparese (Gesichtslähmung) beschäftigt. Ziel ihrer Arbeit ist es, das Potenzial von vor der Erkrankung gesammelter Erfahrungen in Form von autobiographischen Erinnerungen (Motorische Imagination) als ergänzende Methode zur Standardtherapie zentraler Fazialisparesen zu prüfen.

Hierfür wurde eine experimentelle Pilotstudie angefertigt. Dabei erhielt eine Gruppe von Patienten ausschließlich die klassische Behandlung, nämlich eine gezielte Reizung von Sinnesrezeptoren (in Anlehnung an Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation, PNF). Bei einer zweiten Gruppe wurde diese Behandlung kombiniert mit der Methode der motorischen Imagination, die vereinfacht als Erinnern und Nachempfinden von vor der Erkrankung erlebter Bewegung beschrieben werden könnte, beispielsweise Lachen oder Stirnrunzeln.

Untersucht wurde, wie sich die unterschiedliche Behandlung auf den Schweregrad der Fazialisparese und auf die krankheitsbezogene Lebensqualität der Betroffenen auswirkt.

Anna-Maria Kuttenreich konnte zeigen, dass der Schweregrad der Lähmung bei den Patienten aus der ausschließlich mit PNF behandelten Gruppe sich häufiger verbessert hat als bei der Vergleichsgruppe. Dagegen konnte sie bei der zusätzlich mit der motorischen Imagination behandelten Gruppe nachweisen, dass sich die krankheitsbezogene Lebensqualität der Patienten nach deren eigenem Empfinden häufiger positiv verändert hat als bei der klassisch behandelten Gruppe.

V.i.S.d.P.: Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl), Björn Hammel
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