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23.05.2002 – 12:10

Jugend musiziert

Rekordbeteiligung beim 39. Bundeswettbewerb
"Jugend musiziert" in Erlangen, Fürth und Nürnberg

    München (ots)

Das erfolgreichste Festival für Deutschlands
musiktreibende Jugend geht zu Ende: Am 39. Bundeswettbewerb "Jugend
musiziert" beteiligten sich über 1.600 junge Musikerinnen und
Musiker. In 777 Wertungsspielen wurden 175 erste, 219 zweite und 157
dritte Bundespreise an Solisten und Ensembles vergeben.
    
    Von den 1.631 teilnehmenden Musikerinnen und Musikern erhielten in
777 Wertungsspielen 375 von ihnen einen ersten, 449 einen zweiten und
354 einen dritten Bundespreis. Einzelne Teilnehmer können in diesem
Wettbewerb in mehreren Kategorien vorspielen, weshalb sie auch
mehrmals ausgezeichnet werden können.
    
    Bereits für die 160 Wettbewerbe auf regionaler Ebene hatten sich
18.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet. Eine der Ursachen
für den Teilnehmerrekord liegt in der Ausschreibung von "Jugend
musiziert" 2002 begründet: in einzelnen Ensemble-Kategorien können
sich bis zu 13 Mitglieder beteiligen. Die hohe Bereitschaft zur
Teilnahme bei "Jugend musiziert" ist aber auch ein Beleg dafür, dass
das Ausbildungs-Niveau der Musiklehrer und der Musikschulen beständig
steigt, wodurch immer mehr Musikschülerinnen und -schüler die
anspruchsvollen Teilnahmebedingungen erfüllen. Nicht zuletzt wird der
Wettbewerb in zunehmendem Maße von musiktreibenden Jugendlichen als
Prüfstein genutzt, um ihren jeweiligen aktuellen Ausbildungsstand
festzustellen: In keinem anderen Nachwuchsmusikwettbewerb kann man
sich mit so vielen Musikern der selben Altersstufe messen. Die
Bundesjury hob das hohe musikalische Niveau der Wettbewerbsteilnehmer
hervor.
    
    Der Wettbewerb "Jugend musiziert" war 2002 ausgeschrieben für die
Solokategorien Harfe, Klavier und Gesang, in der Gruppenwertung für
Streicher-, Bläser und Akkordeon-Ensembles und in der Wertung "Neue
Musik". Diese Kategorie, die zum zweiten Mal im Wettbewerb angeboten
wird, gibt "Jugend musiziert" einen ganz neuen Charakter: Hatten
früher eher "klassische" Werke des Standard-Repertoires Vorrang, so
spielen die jungen Leute vielfach "Unerhörtes" im Wettbewerb:
elektronische oder exotische Instrumente. Der Trend zum
Ensemble-Spiel setzte sich auch im Jahr 2002 fort: Von den insgesamt
1.631 Teilnehmenden hatten sich rund 70 Prozent zu den verschiedenen
Ensemble-Wertungen angemeldet. Ein wichtiger Erfolg aus der Sicht des
Preisstifters, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen
und Jugend, denn er zeigt, dass der Wettbewerb nicht nur individuelle
Höchstleistungen, sondern auch die Idee des gemeinsamen Musizierens
nachhaltig fördert. Nach wie vor ist der Frauen-Anteil im
Bundeswettbewerb hoch, in diesem Jahr lag er bei 60 Prozent. Die
Frauen erobern sich inzwischen auch Instrumentalbereiche, die früher
als "typisch männlich" galten, wie Schlagzeug oder
Blechblasinstrumente.
    
    Neben dem Bundesjugendministerium fördern die Deutsche Stiftung
Musikleben und die Sparkassen-Finanzgruppe den Wettbewerb finanziell
und ideell.
    
    Auszeichnung und Förderpreise für rund 60.00 Euro
    
    In diesem Jahr wurden Stipendien, Förderprämien und Sonderpreise
in einer Gesamthöhe von etwa 60.000 Euro vergeben: Die Deutsche
Stiftung Musikleben verleiht an die Höchstpunktierten einiger
Kategorien Sonderpreise im Gesamtwert von rund 23.000 Euro.
    
    Der mit 6.000 Euro dotierte Eduard-Söring-Preis, vergeben von der
Deutschen Stiftung Musikleben, ging an das Hamburger Streich-Quartett
Hellen und Katharina Weiß, Marcel Stierl und Alma-Sophie Starke. Die
Sparkassen-Finanzgruppe zeichnete die Geschwister Franziska und
Stefanie Hofmann mit dem "Sparkassen-Preis für Familien-Ensembles"
aus, der mit 5.000 Euro dotiert ist.
    
    Die Jury des Bundeswettbewerbs "Jugend musiziert"
    
    Traditionell besteht die Jury des Bundeswettbewerbs aus
Musikpädagogen der Hochschulen und Musikschulen und praktizierenden
Solisten und Orchestermusikern. Viele von ihnen, die heute prominente
Musiker sind, waren Preisträger bei "Jugend musiziert". Sie bleiben
dem Wettbewerb verbunden und kehren häufig als Juroren zurück. In
dieser Funktion bewerten sie die Teilnehmenden nicht nur in
fachlicher Hinsicht, sondern übernehmen auch die pädagogische
Betreuung und Beratung. Bis zu 95 Prozent aller Teilnehmenden nutzen
diese Gelegenheit des Austausches.
    
    Musik im Städtedreieck Erlangen, Fürth und Nürnberg
    
    Insgesamt 22 Institutionen - allgemeinbildende Schulen und
Musikschulen, die Universität und die Musikhochschule - lieferten
logistischen Support und ermöglichten dadurch die reibungslose
Durchführung des Bundeswettbewerbs. Als Medienpartner verhalf der
Bayerische Rundfunk, Studio Franken, dem Musikfestival zu breiter
öffentlicher Aufmerksamkeit.
    
    "Jugend musiziert" international
    
    Der Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" ist der größte seiner Art
in Europa. Er hat zur Gründung vieler vergleichbarer Wettbewerbe in
anderen Ländern angeregt, so dass auch in diesem Jahr viele
Musikpädagogen des In- und Auslandes als Wettbewerbs-Beobachter in
Mittelfranken zu Gast waren. Auch auf Seiten der Teilnehmer öffnet
sich "Jugend musiziert" bewusst dem Gedanken der Internationalität:
Schüler der Deutschen Schulen im Ausland bereichern den Wettbewerb
ebenso wie die in großer Zahl vertretenen Kinder von in Deutschland
lebenden Familien unterschiedlicher Nationalität.
    
    Im Rahmen des "Europäischen Konzerts", einem der sieben
Sonderkonzerte, präsentierten sich Preisträger nationaler
Jugendmusikwettbewerbe aus den Niederlanden, Frankreich, Spanien und
Deutschland.
    
ots Originaltext: Jugend musiziert
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de


Susanne Fließ
Bundesgeschäftsstelle "Jugend musiziert"
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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81249 München
Tel. (+49) 89/ 871 002 40
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