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Speiseölraffination: GEA entwickelt enzymatisch optimiertes Entschleimungsverfahren GEA eTOP

Speiseölraffination: GEA entwickelt enzymatisch optimiertes Entschleimungsverfahren GEA eTOP
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GEA erweitert das Prozess-Portfolio mit GEA eTOP Degumming – einer enzymatisch unterstützten Lösung für die Speiseölraffination. Durch die Kombination aus Enzymtechnologie und fortschrittlicher Separationstechnik ermöglicht das Verfahren höhere Ölausbeuten, deutlich reduzierte Chemikalien- und Wasserverbräuche sowie stabil niedrige Phosphorgehalte bei hoher Prozesssicherheit im industriellen Betrieb.

Speiseölverarbeitung

GEA entwickelt enzymatisch optimiertes Entschleimungsverfahren GEA eTOP

Verbesserte Prozessstabilität und höhere Ausbeuten durch Enzyme und fortschrittliche Trenntechnik

Düsseldorf, 5. Mai 2026 – GEA führt mit GEA eTOP Degumming eine enzymatisch unterstützte Weiterentwicklung seines bewährten TOP-Entschleimungsverfahrens für die Speiseölraffination ein. Die Lösung sorgt für eine höhere Ölausbeute, einen deutlich reduzierten Chemikalien- und Wasserverbrauch sowie äußerst stabile niedrige Phosphorwerte – dank eines Trennkonzepts, das für den robusten industriellen Betrieb ausgelegt ist.

GEA eTOP Degumming baut auf dem seit langem etablierten TOP-Entschleimungsverfahren von GEA auf, das in der physikalischen Raffination und der Biodiesel-Vorbehandlung weit verbreitet ist. Ein zusätzlicher enzymatischer Tiefenentschleimungsschritt, der durch Quara® LowP von Novonesis und deren Anwendungs-Know-how ermöglicht wurde, ist in eine von GEA entwickelte und konstruierte mehrstufige Trennarchitektur integriert.

Technisch optimierte Prozessstabilität

Das entscheidende Element des eTOP-Entschleimungsverfahrens ist die zweite Trennstufe, die unter industriellen Bedingungen eine stabile und vorhersehbare Leistung gewährleistet. Mit Hilfe eines speziellen Düsenseparators von GEA sorgt diese Stufe für die erforderliche Robustheit, um die Zugabe der Enzyme im Dauerbetrieb vollständig in eine gleichbleibende Ölqualität umzusetzen.

„Enzyme treiben die Phospholipidumwandlung und die Ertragssteigerung voran, während die industrielle Robustheit durch die Zentrifugen und das Prozessdesign erreicht wird“, sagt Patrick Schürmann, Application Manager Sales – Team Lead Oil & Fat Processing. „Bei GEA eTOP Degumming ist die abschließende Trennstufe das Schlüsselelement, das die Leistung über unterschiedliche Rohstoffqualitäten hinweg reproduzierbar macht.“

Der zweistufige Trennprozess, ein Kernelement der TOP-Entschleimungstechnologie von GEA, gleicht Schwankungen im vorgelagerten Prozess aus und sichert die nachgelagerte Verarbeitung, wodurch eine gleichbleibende Phosphorentfernung und eine stabile Steuerung gewährleistet werden.

Praxisorientierte Entwicklung, getrieben von Kundenanforderungen

Der verbesserte Prozess wurde für einen Kunden implementiert, der bereits das TOP-Entschleimungssystem von GEA einsetzte und weitere Verbesserungen bei Ausbeute und Effizienz anstrebte. Der enzymatische Schritt wurde direkt in die bestehende Anlage integriert und optimiert, was eine schnelle Inbetriebnahme und eine zuverlässige Skalierung ermöglichte. Novonesis unterstützte das Projekt durch die Bereitstellung von Anwendungs-Know-how zur enzymatischen Entschleimung, das auf das spezifische Ausgangsmaterial und den Betriebsbereich zugeschnitten war, während GEA für das gesamte Prozessdesign, die Integration, die Trenntechnik und die industrielle Umsetzung verantwortlich war.

Im Vergleich zur herkömmlichen TOP-Entschleimung bietet GEA eTOP-Entschleimung:

  • Bis zu 1,4 % höhere Ölausbeute
  • Bis zu 75 % geringerer Säureverbrauch und Verzicht auf Lauge
  • Wasserverbrauch um bis zu 50 % reduziert
  • Phosphorgehalt durchweg unter 10 ppm
  • Verbesserte Handhabung der Schleimstoffe aufgrund reduzierter Viskosität
  • Stabilerer Betrieb und reibungslosere Inbetriebnahme

Der durchweg niedrige und stabile Phosphorgehalt ermöglicht eine zuverlässige Weiterverarbeitung in der physikalischen Raffination, während verbesserte Schleimstoff-Eigenschaften die Trennung und Handhabung vereinfachen. Diese Leistung resultiert aus der enzymatischen Tiefenentschleimung, die durch das von GEA entwickelte Trennkonzept für einen stabilen industriellen Betrieb ermöglicht wird.

Novonesis ergänzt Expertise

GEA eTOP Degumming verbindet spezialisiertes Enzym-Know-how mit der langjährigen Prozess- und Trenntechnik-Expertise von GEA. Novonesis, ein globaler Anbieter von Biosolutions mit umfassender Erfahrung in der enzymatischen Entschleimung, trug im Rahmen des Kundenprojektes zu einer effizienten vorgelagerten Phospholipidumwandlung bei, während GEA die gesamte Prozessarchitektur entwirft und für eine stabile, industriell umsetzbare Trennung sowie Ölqualität sorgt. Dieser Ansatz ermöglicht es, den vollen Nutzen der enzymatischen Entschleimung innerhalb eines Prozesskonzepts auszuschöpfen, das durch die Trenntechnologie und die Prozesssteuerung von GEA definiert ist.

Ein neuer Maßstab in der Entschleimungstechnologie

In der Speiseölraffination bietet GEA komplette Prozesslinien und Schlüsseltechnologien für Pressölklärung, Entschleimung sowie die chemische und physikalische Raffination an, unterstützt durch umfassendes verfahrenstechnisches Know-how und globale Servicekapazitäten. Mit GEA eTOP Degumming stärkt GEA sein Portfolio weiter und setzt einen neuen Maßstab für Prozessstabilität, Ertragsoptimierung und Ressourceneffizienz bei der Entschleimung.

gea.com

Bildübersicht (Download-Link für 2 hochaufgelöste Bilder)

Bild 1: GEA Separator vom Typ RSI für die Speiseölverarbeitung, der bei Entschleimungs- und Raffinationsanwendungen eine stabile Trennleistung bietet. Quelle: GEA

Bild 2: Prozessschema der GEA eTOP-Entschleimung, das die Integration der enzymatischen Behandlung in das von GEA entwickelte mehrstufige Trennkonzept veranschaulicht. Quelle: GEA

Begleitmaterial für die Redaktion: Link zum Whitepaper von Novonesis zur enzymgestützten Entschleimung

HINWEISE AN DIE REDAKTION

Kontakt Media Relations
GEA Group Aktiengesellschaft
Lilian Schmalenstroer
Ulmenstr. 99, 40476 Düsseldorf
Telefon +49 211 9136-2090
 lilian.schmalenstroer@gea.com
Über GEA
GEA ist weltweit einer der größten Systemanbieter für die Nahrungsmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie. Der 1881 gegründete und international tätige Technologiekonzern fokussiert sich dabei auf Maschinen und Anlagen sowie auf anspruchsvolle Prozesstechnik, Komponenten und umfassende Service-Dienstleistungen. So wird beispielsweise jeder zweite Pharmaseparator für essenzielle Gesundheitsprodukte wie Impfstoffe oder neuartige Biopharmazeutika von GEA hergestellt. Im Lebensmittelbereich wird jede vierte Nudelpackung oder jedes dritte Hähnchen-Nugget mit Technologie von GEA verarbeitet. 

Mit mehr als 18.000 Beschäftigten erwirtschaftete der Konzern im Geschäftsjahr 2025 in über 150 Ländern einen Umsatz von rund 5,5 Mrd. EUR. Weltweit verbessern die Anlagen, Prozesse und Komponenten von GEA die Effizienz und Nachhaltigkeit in der Produktion von Kunden. Sie tragen erheblich dazu bei, den CO2-Ausstoß, den Einsatz von Plastik und Lebensmittelabfall zu reduzieren. Dadurch leistet GEA einen entscheidenden Beitrag auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft, ganz im Sinne des Unternehmensleitbildes: „Engineering for a better world“.

GEA ist im DAX und im STOXX® Europe 600 Index notiert und ist darüber hinaus Bestandteil der führenden Nachhaltigkeitsindizes DAX 50 ESG, MSCI Global Sustainability sowie Dow Jones Best-in-Class World und Best-in-Class Europe.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter gea.com.
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Die GEA Foundation, 2025 von der GEA Group gegründet, unterstützt globale und lokale Projekte in den Bereichen MINT-Bildung, Kinderarmutsbekämpfung, Infrastrukturzugang und Katastrophenhilfe. Im Rahmen der Mission 30-Strategie verpflichtet sich GEA, ein Prozent des jährlichen Konzernergebnisses für den Aufbau resilienter Gemeinschaften zu spenden.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter gea.com/foundation