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Medien-Info: Tarifrunde Deutsche Telekom: ver.di ruft nach enttäuschender zweiter Verhandlungsrunde zu ersten Warnstreiks auf

Tarifrunde Deutsche Telekom: ver.di ruft nach enttäuschender zweiter Verhandlungsrunde zu ersten Warnstreiks auf

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaf (ver.di) bewertet den Verlauf der heutigen zweiten Verhandlungsrunde in der Tarifrunde Deutsche Telekom als enttäuschend und ruft zu ersten vollschichtigen Warnstreiks in dieser Woche auf, beginnend am morgigen Dienstag (28. April 2026).

„Die Arbeitgeberseite verkennt offensichtlich die Lebensrealität der Beschäftigten“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Frank Sauerland. „Wir werden es nicht hinnehmen, wenn das Management aus Rekordumsätzen und Rekordergebnissen nur Rekorddividenden für Aktionäre ableitet und diese über die berechtigten Forderungen der Beschäftigten stellt. Die multiplen Krisen der vergangenen Jahre haben die Reallohnentwicklung nachhaltig geschwächt und stellen die Beschäftigten, auch angesichts der wieder anziehenden Preise, weiterhin vor große Herausforderungen. Dafür muss ein Ausgleich geschaffen werden.“

Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, ruft ver.di für die kommenden Tage nun zu ersten Warnstreiks im gesamten Bundesgebiet auf. Am Dienstag, dem 28. April 2026, werden Beschäftigte aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg zu Warnstreiks aufgerufen. Weitere Standorte folgen im Verlauf der Woche.

„Die Arbeitgeber sind bislang überhaupt nicht auf unsere Forderungen eingegangen und haben kein Angebot eingebracht. Deshalb bauen nun die Beschäftigten mit ersten Warnstreiks Druck auf die Arbeitgeber auf“, sagte ver.di-Arbeitskampfleiter Pascal Röckert. Die Arbeitgeber seien gut beraten, die Forderungen der Beschäftigten ernst zu nehmen.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert in der diesjährigen Tarifrunde Deutsche Telekom für bundesweit rund 60.000 Tarifbeschäftigte eine Entgeltsteigerung in Höhe von 6,6 Prozent, bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Zusätzlich fordert ver.di die Einführung eines ver.di-Mitgliederbonus in Höhe von 660 Euro im Jahr. Die Ausbildungsvergütungen sowie die Entgelte der dual Studierenden sollen um monatlich 120 Euro erhöht werden. Für diese fordert ver.di einen zusätzlichen Mitgliederbonus in Höhe von 240 Euro im Jahr.

Der Telekom-Konzern in Deutschland besteht aus insgesamt 20 verschiedenen tarifgebundenen Konzernunternehmen, in denen jeweils eigenständige Tarifverträge gelten. Ein Großteil der Entgelttarifverträge hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2026. ver.di und Deutsche Telekom AG haben im Vorfeld der Tarifrunde eine Vereinbarung über gemeinsame Verhandlungen für diese Gesellschaften geschlossen.

Für Rückfragen:

Pascal Röckert (ver.di-Arbeitskampfleiter), 0175.296.53.88

Frank Sauerland (ver.di-Verhandlungsführer), 0160.70.13.400

V.i.S.d.P.

Richard Rother
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin

Tel.: 030/6956-1011, -1012
E-Mail:  pressestelle@verdi.de
 www.verdi.de/presse
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