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Medien-Info: Tegut-Deal: ver.di kritisiert Marktkonzentration im Lebensmitteleinzelhandel und fordert Tarifbindung sowie Beschäftigtensicherung

Tegut-Deal: ver.di kritisiert Marktkonzentration im Lebensmitteleinzelhandel und fordert Tarifbindung sowie Beschäftigtensicherung

Rund 7.700 Beschäftigte der Lebensmittelkette Tegut erwarten dramatische Veränderungen: Der bisherige Tegut-Eigner Migros hat einen Vertrag mit Edeka zur Übernahme eines wesentlichen Teils der Tegut-Gruppe unterzeichnet. Damit soll ein Großteil der Filialen an Edeka gehen. Was mit den übrigen Filialen und den Beschäftigten passiert, ist noch ungewiss.

Silke Zimmer, für den Handel zuständiges Mitglied im Bundesvorstand der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di): „Mit der beabsichtigten Übernahme ist überhaupt nicht geklärt, ob die 7.700 Beschäftigten tariflich bezahlt werden – oder ob Tarifflucht der in Teilen privaten Kaufleute die Bezahlung der Beschäftigten verschlechtern könnte. Wir fordern die Existenzsicherung der Beschäftigten durch eine verlässliche Tarifbindung und die Sicherung der Arbeitsplätze. Für eine faire Übernahme müssen die Rechte von Beschäftigten genauso verbindlich gelten wie kartellrechtliche Regeln.“

ver.di kritisiert zudem die fortschreitende Marktkonzentration durch die Übernahme von Tegut durch Edeka: „Die hohe Marktkonzentration im Lebensmitteleinzelhandel ist für die Verbraucherseite und die Beschäftigten besorgniserregend. Eine zunehmende Monopolisierung auf wenige Player –

Edeka, REWE, Lidl und Aldi – führt nicht zu fairen Preisen und auch nicht zu besseren Arbeitsbedingungen“, sagte Vorstandsmitglied Zimmer. „Im Gegenteil: Durch die Konzentration steigen die Preisschlachten, die sich die Lebensmittel-Giganten mit dem Ziel liefern, weitere Marktanteile zu gewinnen. Das darf, auch im Fall von Migros, nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden“, betonte Zimmer.

V.i.S.d.P.

Daniela Milutin
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin

Tel.: 030/6956-1011, -1012
E-Mail:  pressestelle@verdi.de
 www.verdi.de/presse
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