Statistisches Bundesamt

Bauflächenausweisung durch die Gemeinden hat zugenommen

    Wiesbaden (ots) - Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wiesen die Gemeinden in Deutschland im Jahr 2004 rund 554 km² mehr Baufläche (+ 2,0%) aus als 2000. Dies geht aus den vorläufigen Ergebnissen der Flächenerhebung zum 31.12.2004 hervor, die Auskunft über die in den kommunalen Flächennutzungsplänen dokumentierten langfristigen Planungsabsichten der Gemeinden gibt. In den Flächennutzungsplänen sind ohne Differenzierung sowohl die bereits existierende als auch die für die Zukunft geplante Flächennutzung nachgewiesen.

    „Bauflächen“ und „versiegelte Flächen“ dürfen allerdings nicht gleichgesetzt werden: Die Bauflächen umfassen auch einen erheblichen Anteil unbebauter und nicht versiegelter Flächen wie zum Beispiel Hausgärten.

    Die ausgewiesene Fläche für den überörtlichen Verkehr und die örtlichen Hauptverkehrsstraßen in den Flächennutzungsplänen der Gemeinden hat von 2000 bis 2004 geringfügig um 20 km² oder 0,3% zugenommen, die Planzahl für die Grünflächen erhöhte sich um 156 km² oder 2,1%. Die ausgewiesenen Flächen für die Landwirtschaft nahmen dagegen um 1 366 km² oder 0,7% ab, während die Flächen für die Forstwirtschaft um 381 km² oder 0,4% zunahmen. Darüber hinaus ist auch ein Zuwachs bei den Wasserflächen (+ 105 km² oder + 1,6%) zu verzeichnen. Insgesamt halten damit die seit Beginn der vierjährlichen Erhebung im Jahre 1989 im früheren Bundesgebiet bei den Planungsabsichten der Gemeinden beobachteten Trends an.

    Die Struktur der geplanten Flächenverwendung ergibt zum 31.12.2004 folgendes Bild:

    27 623 km² oder 7,7% der Bodenfläche Deutschlands (357 058 km²) sind für Bauflächen vorgesehen. Der Anteil dieser Bauflächen liegt in den Stadtstaaten Berlin (45,7%), Hamburg (42,0%) und Bremen (41,3%) am höchsten. In den anderen Bundesländern reicht die Spanne des Bauflächenanteils von 4,2% in MecklenburgVorpommern bis 14,4% im Saarland.

    Die in den Flächennutzungsplänen ausgewiesenen Flächen für den überörtlichen Verkehr und die örtlichen Hauptverkehrsstraßen nehmen 7 639 km² oder 2,1% der Bodenfläche Deutschlands ein. Sieht man von den Stadtstaaten ab, so reichen hier die Anteile an der Bodenfläche von 1,7% in Bayern bis 3,5% in Hessen.

    Die ausgewiesenen Grünflächen bedecken 7 683 km² oder 2,2% der Bodenfläche Deutschlands. Der Anteil dieser Grünflächen ist in den Stadtstaaten Berlin (17,0%), Bremen (13,4%) und Hamburg (11,5%) am höchsten. In den anderen Bundesländern reicht die Spanne des Grünflächenanteils von 1,4% in Bayern bis 4,1% in Sachsen.

    Die Flächen für die Landwirtschaft nehmen in den Flächennutzungsplänen der Gemeinden 191 124 km² oder 53,5% der Bodenfläche Deutschlands ein, die Flächen für die Forstwirtschaft 105 398 km² oder 29,5%.

    Als Wasserflächen sind 6 758 km² oder 1,9% der Bodenfläche Deutschlands ausgewiesen. Betrachtet man die Binnenländer, so sind die Wasserflächen in Bayern (1 145 km²) am größten, gefolgt von Brandenburg (865 km²) und Nordrhein-Westfalen (468 km²).

    Detailliertere Ergebnisse der Flächenerhebung zum 31.12.2004 bietet das Internetangebot des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/allg/d/veroe/d_eckzahlenn.htm.

Weitere Auskünfte gibt: Michael Deggau, Telefon: (0611) 75-2730, E-Mail: flaechenstatistik@destatis.de

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