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Statistisches Bundesamt: 2003: Ausgaben für außeruniversitäre Forschung leicht rückläufig

Wiesbaden (ots)

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gaben
die außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Jahr 2003 7,3 Mrd.
Euro für Forschung und Entwicklung aus. Das waren 0,4% weniger als im
Vorjahr. Der leichte Rückgang ist in erster Linie auf die geringere
Investitionstätigkeit der Forschungseinrichtungen zurückzuführen.
Während die Investitionsausgaben 9,7% unter dem Vorjahresniveau
lagen, erhöhten die Einrichtungen die Ausgaben für Personal und
Sachaufwand gegenüber dem Vorjahr um 1,5%.
Die außeruniversitären Forschungseinrichtungen sind neben den
Unternehmen und den Hochschulen die dritte Säule im deutschen
Forschungssystem. Zu den außeruniversitären Forschungseinrichtungen
gehören neben den Einrichtungen von Bund, Ländern und Gemeinden auch
öffentlich geförderte, private Einrichtungen ohne Erwerbszweck. Auf
private Forschungseinrichtungen, die von Bund und Ländern gemeinsam
gefördert werden, entfielen im Jahr 2003 rund drei Viertel der
Forschungsausgaben (73,1%) dieses Bereichs. Hier gaben die Helmholtz-
Zentren 2,3 Mrd. Euro, die Institute der Max-Planck-Gesellschaft 1,1
Mrd. Euro, die Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft 1,0 Mrd.
Euro und die Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft 0,8 Mrd. Euro
aus. Auf die Akademien der Wissenschaften entfielen 0,1 Mrd. Euro.
Die öffentlichen Forschungseinrichtungen von Bund, Ländern und
Gemeinden hatten mit 0,8 Mrd. Euro einen Anteil von 11,2% an den
gesamten Ausgaben der außeruniversitären Einrichtungen für Forschung
und Entwicklung. Die sonstigen öffentlich geförderten
Forschungseinrichtungen, einschließlich der wissenschaftlichen
Bibliotheken und Museen, gaben 2003 1,2 Mrd. Euro (15,7%) für
Forschung und Entwicklung aus.
Die Ausgaben der außeruniversitären Forschungseinrichtungen machen
zusammen mit den Forschungsausgaben der Hochschulen rund ein Drittel
der gesamten Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Deutschland
aus. Gut zwei Drittel der Forschungstätigkeiten finden im
Unternehmenssektor statt. Der Europäische Rat hat 2002 in Barcelona
als Ziel für das Jahr 2010 einen Anteil der Ausgaben für Forschung
und Entwicklung am Bruttoinlandsprodukt von 3% formuliert. Der Anteil
der gesamten Ausgaben für Forschung und Entwicklung am
Bruttoinlandsprodukt betrug im Jahr 2003 in Deutschland 2,55%.
Weitere Daten finden sich im Internet unter
http://www.destatis.de/themen/d/thm_bildung.htm.
Weitere Auskünfte gibt:
Frank Schüller,
Telefon: (0611) 75-4131,
E-Mail:  forschungsausgaben@destatis.de
ots-Originaltext
Statistisches Bundesamt

Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:

Statistisches Bundesamt
Pressestelle
Telefon: (0611) 75-3444
Email: presse@destatis.de

Original-Content von: Statistisches Bundesamt, übermittelt durch news aktuell

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