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02.07.2004 – 07:55

Statistisches Bundesamt

Statistisches Bundesamt: Bevölkerungszahl im Jahr 2003 praktisch unverändert

Wiesbaden (ots)

Wie das Statistische Bundesamt anhand
vorläufiger Ergebnisse mitteilt, hatte Deutschland am 31. Dezember
2003 82 532 000 Einwohner, 5 000 weniger als Ende 2002 (82 537 000).
2002 war die Bevölkerungszahl gegenüber dem Vorjahr noch um 96 000
Personen (+ 0,1%) und 2001 um 181 000 (+ 0,2%) gestiegen.
Der geringe Bevölkerungsrückgang im Jahr 2003 ist darauf
zurückzuführen, dass das Defizit der Geburten gegenüber den
Sterbefällen von 147 000 (2002: 122 000) durch den
Zuwanderungsüberschuss von 143 000 Personen (2002: 219 000) nicht
mehr ausgeglichen wurde. Letztmals war die Bevölkerung 1998
geringfügig zurückgegangen (- 20 000). Auch damals war das
Geburtendefizit größer als der Zuwanderungsüberschuss gewesen.
Von 1991 bis 2003 gab es in Deutschland in jedem Jahr mehr
Sterbefälle als Geburten. In diesem Zeitraum war der
Sterbefallüberschuss 1997 mit 48 000 am niedrigsten, im letzten Jahr
wies er mit 147 000 den seit der Wiedervereinigung höchsten Stand
auf.
Der Zuwanderungsüberschuss im Jahr 2003 ergab sich vor allem aus
der Entwicklung der Wanderungen von ausländischen Personen über die
Grenzen Deutschlands. 2003 sind mit 602 000 Ausländerinnen und
Ausländern 57 000 nichtdeutsche Personen oder 9% weniger nach
Deutschland zugezogen als 2002 (658 000). Darunter hat mit einem
Rückgang um 29% von 71 000 auf 51 000 in 2003 die Zahl der nach
Deutschland eingereisten Asylsuchenden besonders stark abgenommen.
Demgegenüber zogen mit 499 000 fast genau so viele ausländische
Personen fort wie im Jahr 2002 (505 000). Insgesamt sind damit auch
2003 wieder mehr Ausländerinnen und Ausländer nach Deutschland zu-
als weggezogen (103 000). Der Zuwanderungsüberschuss von
ausländischen Personen war gegenüber dem Vorjahr jedoch um ein
Drittel geringer (2002: 153 000).
Auch die Zuzüge von Deutschen nach Deutschland gingen mit 167 000
im Jahr 2003 zurück (2002: 184 000). Darunter waren im letzten Jahr
62 000 Deutsche mit Spätaussiedlerstatus einschließlich deren
Ehegatten und Kinder, 21% weniger als 2002 (79 000). Im Jahr 2003
zogen 127 000 Deutsche aus Deutschland fort (2002: 118 000). Der
Zuwanderungsüberschuss von Deutschen war 2003 mit 40 000 Personen um
40% niedriger als 2002 (67 000).
Die Bevölkerungsentwicklung in den 16 Bundesländern war
tendenziell wie in den früheren Jahren: In den neuen Ländern war die
Bevölkerungzahl durchgängig rückläufig und nahm insgesamt um 0,7% ab.
In den übrigen Bundesländern nahm sie - mit Ausnahme Berlins, Hessens
und des Saarlandes - zu. Das Plus im früheren Bundesgebiet (ohne
Berlin-West) betrug insgesamt 0,1%.
Tabellen zur Bevölkerungsentwicklung in Deutschland 2003 (Excel-
bzw. PDF- Dateien) können im Internetangebot des Statistischen
Bundesamtes unter http://www.destatis.de/themen/d/thm_bevoelk.htm
kostenlos heruntergeladen werden.
Weitere Auskünfte gibt: Hermann Voit,
Telefon: (0611) 75-2116,
E-Mail: Hermann.Voit@destatis.de
ots-Originaltext
Statistisches Bundesamt

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Telefon: (0611) 75-3444
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