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16.08.2002 – 07:54

Statistisches Bundesamt

Mehr Schweine, aber weniger Rinder in deutschen Ställen

    Wiesbaden (ots)

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, gab es im Mai 2002 nach vorläufigen Ergebnissen der repräsentativen Viehbestandserhebung 14,0 Mill. Rinder, 26,3 Mill. Schweine und 2,7 Mill. Schafe in den Ställen der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland.

  Der Rinderbestand hat sich im Vergleich zum Mai 2001 um 4,2 % (609 000 Rinder) und der Schafbestand um 2,5 % (69 000 Schafe) verkleinert. Die seit 1990 rückläufige Tendenz bei den Rinderbeständen setzt sich - mit Ausnahme von Mai 2001 - damit weiter fort. Seit 1990 wurde die Rinderhaltung um 5,5 Mill. Tiere (- 28,2 %) eingeschränkt.

  Die Zahl der Schweine ist im Vergleich zum Mai des Vorjahres leicht gestiegen (+ 1,8 % oder 471 000 Tiere). Hier kann eine weitere Bestandsvergrößerung erwartet werden, da sich der Bestand an Jungschweinen gegenüber Mai 2001 um 7,7 % und der Bestand an nicht trächtigen Jungsauen um 5,0 % vergrößert hat.

  Schwerpunkte der Viehhaltung in Deutschland sind Bayern und Niedersachsen. So hat Bayern bei Rindern (3,9 Mill.) und Schafen (0,5 Mill.) den höchsten Viehbestand im Vergleich mit allen anderen Bundesländern. Damit werden in Bayern 27,8 % der deutschen Rinder und 17,2 % der Schafe gehalten. Der größte Schweinebestand befindet sich mit 7,9 Mill. Tieren in Niedersachsen, das sind 30,1 % aller Schweine in Deutschland.

                    Bestand an Rindern, Schweinen und Schafen                    
                              am 3. Mai 2002 in Deutschland                              
                                  - vorläufiges Ergebnis -                                


                                         Vieh-         Anteil am          Veränderung      
                                        bestand         Bestand              gegenüber        
                                                          insgesamt        dem 3. Mai 2001  
                                        in 1000                            in 1 000                
                                         Stück            in %            Stück          in %


Rinder insgesamt                13 994         100,0            - 609         - 4,2


darunter:
  Kälber unter 1/2 Jahr      2 212          15,8              - 90         - 3,9
  Jungvieh 1/2 bis
    unter 1 Jahr                  2 110          15,1            - 115         - 5,2
  weibl. Zucht-
    und Nutztiere, 1 Jahr
    und älter (ohne Kühe)    2 732          19,5            - 111         - 3,9
  Kühe                                 5 223          37,3            - 184         - 3,4
  darunter:
    Milchkühe                        4 431          31,7            - 118         - 2,6


Schweine insgesamt            26 255         100,0                471            1,8
darunter:
  Ferkel                              6 993          26,6                 76            1,1
  Jungschweine                    6 577          25,1                471            7,7
  Mastschweine                  10 029          38,2              - 67         - 0,7
  Zuchtsauen                        2 602            9,9                - 5         - 0,2
  darunter:
    nicht trächtige Jung-
      sauen                                281            1,1                 13            5,0

Schafe                                 2 702         100,0              - 69         - 2,5
darunter:
  weibliche, zur Zucht        1 650          61,1              - 50         - 2,9

  Das vorläufige, fachlich und regional weiter untergliederte Ergebnis der repräsentativen Viehzählung vom 3. Mai 2002 für Rinder, Schweine und Schafe wird voraussichtlich Ende August 2002 vorliegen und in der Fachserie 3 (Land- und Forstwirtschaft, Fischerei), Reihe 6.1 "Bodennutzung und Viehbestand der Betriebe", Bestellnummer 2030610 - 02800, veröffentlicht.

  Die Fachserie ist auch online im Statistik-Shop des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/shop erhältlich.

Weitere Auskünfte erteilt: Annette Hmielorz Telefon: (01888) 644 - 8618 E-Mail: annette.hmielorz@destatis.de


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