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Statistisches Bundesamt

964 getötete Motorradbenutzer im Jahr 2001

Wiesbaden (ots)

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden
im Jahr 2001 in  Deutschland 964 Motorradfahrer und -mitfahrer im 
Straßenverkehr  getötet, dies waren 2 % bzw. 19 mehr als im Jahr 
2000. Insgesamt  verunglückten rund 38 700 Motorradbenutzer, davon 
wurden 12 100  schwer- und 25 600 leichtverletzt (jeweils - 6 % 
gegenüber 2000).
Beim Kraftfahrt-Bundesamt waren am 1. Januar 2001 3,41 Mill.  
Motorräder (Leichtkrafträder, Krafträder und -roller) zugelassen, 
das  waren 2 % mehr als am 1. Juli 2000. Im Jahr 2001 stiegen die  
erbrachten Fahrleistungen nach Berechnungen des Deutschen Instituts  
für Wirtschaftsforschung um 6 % auf 13,8 Mrd. Fahrzeug-Kilometer.
Beim Motorradfahren ist das Unfallrisiko - bezogen auf den  
Fahrzeugbestand - nach wie vor am höchsten: Im Jahr 2001 kamen auf  
100 000 Motorräder 28 infolge von Unfällen getötete 
Motorradbenutzer,  je 100 000 Fahrzeuge des jeweiligen Bestandes 
starben neun  Pkw-Insassen, acht Benutzer von Mofas bzw. Mopeds und 
sieben Insassen  von Güterkraftfahrzeugen.
289 Motorradbenutzer wurden bei sog. Alleinunfällen, d.h. ohne  
Beteiligung weiterer Verkehrsteilnehmer, getötet und 8 555 verletzt. 
 Mit Abstand die häufigsten Unfallgegner waren Pkws. Bei Unfällen 
mit  Pkw wurden 370 Motorradbenutzer getötet und 21 762 verletzt. 
Dabei  trugen Motorradfahrer zu 29 % und Pkw-Fahrer zu 71 % die 
Hauptschuld  am Zustandekommen dieser Unfälle. Insgesamt galten 46 % 
aller  unfallbeteiligten Motorradfahrer als Hauptverursacher eines 
Unfalls  mit Personenschaden.
Auf ihren Bestand bezogen waren Motorräder bzw. Leichtkrafträder bis 
 125 ccm Hubraum am häufigsten an Unfällen mit Personenschaden  
beteiligt, nämlich 15 je 1 000 zugelassene Fahrzeuge; es folgten  
schwere Motorräder mit über 750 ccm Hubraum (10 Beteiligte je 1 000  
Motorräder). Am seltensten waren Motorräder mit 125 bis 249 ccm bzw. 
 250 bis 349 ccm Hubraum in Unfälle verwickelt, und zwar vier bzw.  
fünf je 1 000 zugelassene Fahrzeuge.
Die häufigste Unfallursache, welche die Polizei den Fahrern von  
Motorrädern anlastete, war eine "nicht angepasste Geschwindigkeit".  
Nach Feststellungen der Polizei fuhr jeder fünfte unfallbeteiligte  
Motorradfahrer (22 %) zu schnell. Mit weitem Abstand folgten "Fehler 
 beim Überholen" sowie "Abstandfehler", die 7  bzw. 6 % der  
unfallbeteiligten Motorradfahrer zur Last gelegt wurden.
Weitere Ergebnisse zeigt die nachfolgende Tabelle.
An Unfällen mit Personenschaden              
              beteiligte Motorradfahrer 2001
Beteiligte  
      Hubraum        Beteiligte   Motorrad-     je 1 000   
  von . bis . ccm                 bestand 2)   Motorräder
Insgesamt 1)           38 028     3 409 737       11,2
darunter
  bis 125              10 225       702 197       14,6     
  126 bis 249           1 358       325 689        4,2     
  250 bis 349             289        56 052        5,2     
  350 bis 499           2 582       365 277        7,1     
  500 bis 749           9 945     1 013 230        9,8     
  750 und mehr          9 517       947 044       10,0
__________ 1) Einschl. ohne Angabe. 2) Stand: 1. Januar 2001, 
Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt.
Weitere Auskünfte erteilt:	Sigrid Nicodemus, 
Telefon: (0611) 75-2145,
E-Mail:  verkehrsunfaelle@destatis.de
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