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14.01.2020 – 11:32

Ottobock

Exoskelett entlastet Puppenspieler

Exoskelett entlastet Puppenspieler
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Exoskelett entlastet Puppenspieler

Die Augsburger Puppenkiste setzt Exoskelett von Ottobock im neuen Kabarettprogramm ein

Seit dem 31. Dezember 2019 arbeiten Puppenspieler der Augsburger Puppenkiste mit einem außergewöhnlichen Hilfsmittel: In der Kabarettvorstellung, die bis Ende Juni 2020 im Programm ist, nutzen die Puppenspieler erstmals das Exoskelett Paexo Shoulder von Ottobock. "Das minutenlange Halten und Bewegen der Handpuppen über Kopfhöhe ist sehr anstrengend", sagt Klaus Marschall, Inhaber der Augsburger Puppenkiste, die vor allem durch die Fernsehproduktionen von Jim Knopf und Urmel in den 1960er Jahren berühmt wurde. "Das Exoskelett hilft dem Puppenspieler in dieser Situation enorm. Es entlastet seine Schultern und Oberarme, so dass er sich besser auf das Spielen konzentrieren kann und nach der Vorstellung weniger angestrengt ist."

Der Puppenspieler trägt das Paexo Shoulder ähnlich wie einen Rucksack eng am Körper. Das Gewicht der erhobenen Arme wird über Armschalen mithilfe einer mechanischen Seilzugtechnik auf die Hüfte abgeleitet. Das schont die Muskeln und Gelenke im Schulterbereich spürbar und die Handpuppen lassen sich über Kopf deutlich komfortabler bewegen. "Wir haben das Exoskelett über mehrere Monate und in unterschiedlichen Situationen getestet. Beim Spielen der Handpuppen ist es eine große Hilfe, und auch beim Marionettentheater werden wir es in Zukunft situationsbedingt einsetzen - immer wenn die Marionette auf einer erhöhten Requisite gespielt wird und der Puppenspieler sich besonders strecken muss", so Klaus Marschall. Ein Beispiel ist das Stück "Eine kleine Zauberflöte", in der die Figur Tamino auf einem Hügel steht. In dieser Position hält der Puppenspieler das Spielkreuz mit den Fäden der Marionette über Kopfhöhe.

Ottobock hat Paexo Shoulder zusammen mit Volkswagen entwickelt, um Mitarbeiter in der Produktion bei der anstrengenden Überkopfmontage zu unterstützen. Inzwischen wird das Exoskelett, das seit Oktober 2018 auf dem Markt ist, in ganz unterschiedlichen Branchen eingesetzt: bei Luftfahrt- und Automobilunternehmen, in der Lebensmittelindustrie und Logistik, bei Werften und auf dem Bau, zum Beispiel bei der Installation von Kabeln unter der Decke. "Dazu kommen eher ungewöhnlich Einsätze - wie bei der Augsburger Puppenkiste -, die uns besonders freuen", sagt Dr. Sönke Rössing, Leiter von Ottobock Industrials. "Hier zeigt sich das ganze Potenzial unseres Exoskeletts - denn es unterstützt bei jeder Art von Überschulter- und Überkopfarbeit."

Die Kooperation der Augsburger Puppenkiste und Ottobock kam auf Initiative einer Puppenspielerin zustande, die das Produkt online entdeckt hatte. Klaus Marschall hat daraufhin Kontakt zu dem Medizintechnikunternehmen aufgenommen, um das Exoskelett für den Einsatz hinter der Bühne zu testen: "Unsere 18 Puppenspielerinnen und Puppenspieler sind extremen körperlichen Belastungen ausgesetzt. Wir hatten schon öfter Ausfälle aufgrund von Rückenbeschwerden, sodass wir uns präventiv engagieren. Zum Beispiel kommt alle zwei Wochen eine Physiotherapeutin zum Betriebssport. Auch das Paexo Shoulder trägt nun zu einem gesünderen Arbeitsplatz bei."

Für die Puppenspieler besonders wichtig ist, dass sich das Exoskelett an den natürlichen Bewegungen des Menschen orientiert. Sie können sich damit uneingeschränkt hinter der Bühne bewegen, sich bücken, gehen, sitzen und auch Gegenstände aufheben. Mit nur 1,9 Kilogramm Gewicht ist das Paexo Shoulder das leichteste Exoskelett seiner Art. Zum Produktportfolio für gesündere Arbeitsplätze gehören außerdem Paexo Neck und Soft Back sowie Paexo Wrist und Thumb.

Über Ottobock

Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität entwickelt Ottobock medizintechnische Produkte und Versorgungskonzepte in den Bereichen Prothetik, Orthetik, Human Mobility (Rollstühle, Reha-Hilfsmittel) und versorgt Patienten im Bereich PatientCare. Mit dem Exoskelett Paexo übertrug das Unternehmen 2018 seine Expertise in der Biomechanik zudem auch auf Anwendungen für die Industrie. Niederlassungen in 59 Ländern bieten weltweit Qualität "Made in Germany" und beschäftigen mehr als 7.000 Menschen. Die internationalen Aktivitäten des 1919 gegründeten Unternehmens werden vom Hauptsitz in Duderstadt aus koordiniert. Seit 1988 unterstützt Ottobock die Paralympischen Spiele durch sein technisches Know-how.

Gesa Liss
Public Relations Manager
Corporate Communications 
Ottobock SE & Co. KGaA
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