Bundeszahnärztekammer

Reform-Notwendigkeit erkannt?

    Berlin (ots) - BZÄK-Präsident Weitkamp: Konzept der Grund- und
Wahlleistungen in der Krankenversicherung richtiger Weg aus der
strukturellen Krise des Gesundheitssystems / Mehr Rechte für die
Patienten
    
    Die jetzt bekannt gewordenen Pläne aus dem Bundeskanzleramt, das
Prinzip der gesetzlichen Krankenversicherung nach den Wahlen von
Grund auf neu zu gestalten, wird von der Bundeszahnärztekammer (BZÄK)
sehr begrüßt. "Solche Pläne sind mehr als verständlich, weil das
gesamte Gesundheitssystem strukturell in Not geraten ist. Das haben
auch die rund 8000 Paragrafen-Änderungen in den vergangenen zehn
Jahren nicht verhindern können", glaubt BZÄK-Präsident Dr. Dr. Jürgen
Weitkamp. "Auch die nächsten 100 Modifikationen werden da nicht
helfen."
    
    Weitkamp wertet das Konzept von Grund- und Wahlleistungen, das der
Redaktion der "Süddeutschen Zeitung" nach eigenen Angaben vorliegt,
als eine Bestätigung der Vorschläge, wie sie von der deutschen
Zahnärzteschaft schon seit Jahren vertreten werden. Für die Patienten
sei ein solches Modell klar von Vorteil, weil sie mehr Rechte bei der
Festlegung ihrer Versicherung und damit auch der Leistungen
erhielten. "Gerade dabei muss niemand Angst vor einer drohenden
Unterversorgung haben - im Gegensatz zur derzeitigen Situation",
stellt Weitkamp in Richtung der ersten Kritiker an dem Modell fest.
    
    Es werde vielmehr höchste Zeit, das solidarische Gesundheitssystem
über einen wirklichen Umbau sowohl in der Finanzierbarkeit als auch
in der Effizienz zukunftssicher zu machen. Mit einem System von
Grund- und Wahlleistungen, wie es die Zahnärzte seit langem fordern,
wäre der Patient beim Abrufen der Leistungen nicht mehr auf die
derzeit herrschende "Zuteilung von oben" angewiesen, sondern könnte
deren Umfang - über die Grundversorgung hinaus - selbst bestimmen.
    
    
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