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ARD Presse

Ministerpräsident Steinbrück folgt ARD-Vorschlägen

Hamburg (ots)

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident
Steinbrück macht sich Forderungen der ARD zu eigen. Der
ARD-Vorsitzende, NDR Intendant Prof. Jobst Plog, erklärte am Montag
in Hamburg: „Ministerpräsident Steinbrück schließt sich Forderungen
an, die die ARD bereits im Herbst erhoben hat: Gemeinsame Gespräche
zwischen allen Beteiligten aus Deutschland und der EU-Kommission zu
den anhängigen Verfahren in Brüssel sind der richtige Weg.“
Plog kritisierte Äußerungen Steinbrücks über angebliche
Fehlentwicklungen: „Wo es Ausfransungen gab, haben wir diese selbst
erkannt und beseitigt, durch Selbstbeschränkungen bei unseren Online-
Angeboten, durch unsere Leitlinien und eine Vielzahl von praktischen
Programmentscheidungen.“
Als abwegig bezeichnete Plog Steinbrücks Hinweis auf die BBC. „Die
ARD-Sender haben ihre Strukturen sehr viel früher reformiert als die
BBC. Erst nach dem angekündigten Stellenabbau um etwa 10 Prozent wird
die BBC im Jahr 2008 das heutige Niveau der ARD erreichen. Die
Gebührenanpassung der BBC im Zeitraum 2000 - 2004 betrug zudem 16,3 %
gegenüber 9,6 % für die ARD.“ Gemessen an den Einwohnerzahlen
Deutschlands und Großbritanniens müsste die BBC über den geplanten
Abbau hinaus weitere 6000 Stellen streichen.
Plog erklärte, Forderungen Steinbrücks nach Strukturreformen
liefen vor allem auf eine Beschränkung des öffentlich-rechtlichen
Rundfunks hinaus. „Das Bundesverfassungsgericht garantiert neben dem
Bestand auch die wettbewerbsfähige Entwicklung des
öffentlich-rechtlichen Rundfunks - unabhängig von kommerziellen
Sendern. Die Forderungen Steinbrücks lassen dies außer Acht.“
Selbstverständlich bleibe die ARD gesprächsbereit. „Wir erwarten
jedoch, dass die Länder koordiniert vorgehen und nicht eine Vielzahl
von Akteuren eine Vielzahl unterschiedlicher Forderungen in Brüssel
erhebt. Dies würde die deutsche Position in dem Verfahren schwächen.“
20. Dezember 2004/MG

Kontakt:

ARD Radio & TV
ARD Pressestelle
Telefon: 040 / 4156 -2300
Fax: 040 / 4156 - 2199
Email: pressestelle@ard.de

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