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Der Tagesspiegel: Bei Schutzkleidung gegen Vogelgrippe drohen Lieferengpässe

    Berlin (ots) - Berlin - Gut eine Woche, nachdem auf Rügen die ersten mit Vogelgrippe infizierten Wildvögel gefunden worden sind, drohen bei Einmalanzügen, Schutzmasken und Wegwerfhandschuhen erste Engpässe. "Wenn die Nachfrage anhält, kann es sein, dass manche Artikel bald nicht mehr lieferbar sind", sagte Fadime Sarikaya, Mitglied der Geschäftsleitung beim Fachgroßhändler Igefa, dem europäischen Marktführer für Reinigungsartikel, dem "Tagesspiegel" (Freitagsausgabe). Dabei sei die Nachfrage mit gesundem Menschenverstand nicht zu erklären. "Das sind letztendlich Panikkäufe", sagte Sarikaya. Die meisten Hersteller würden keine Sicherheit dafür übernehmen, dass ihre Artikel wirksam vor Vogelgrippe schützten.

    Trotzdem kommen die Hersteller mit der Produktion kaum hinterher. "Wir haben seit der letzten Woche einen enormen Sturm von Anfragen", sagte eine Sprecherin von Kimberly-Clark, dem größten Hersteller von Arbeitsschutzartikeln in Europa. Die meisten Anfragen für Einmalanzüge vom Typ T35, "Safeskin"-Handschuhen oder Tecnol-Gesichtsmasken kämen von Großhändlern und Behörden. Auch bei der Konkurrenz leeren sich die Lager schnell. "Es könnte passieren, dass es bald Lieferprobleme gibt", sagte ein Sprecher des Lübecker Medizintechnikunternehmens Dräger, das unter anderem Schutzmasken herstellt.

    Dabei  produzieren die Hersteller schon jetzt hart an der Kapazitätsgrenze. "Wir arbeiten sieben Tage die Woche in drei Schichten", sagte Manfred Kremer, Sprecher des Schutzmasken-Herstellers 3M aus Neuss. "Mehr können wir nicht."

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