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Pressestimmen: Zweite Tarifrunde bei der Deutschen Bahn: "Ohne neues Angebot streiken wir"

Berlin (ots)

Die deutsche Eisenbahnergewerkschaft Transnet
besteht vor der zweiten Tarifrunde mit der Deutschen Bahn kommende
Woche weiter auf ihren bisherigen Forderungen und will diese notfalls
per Streik durchsetzen. Das sagte Transnet-Chef Norbert Hansen dem
„Tagesspiegel am Sonntag". Die Gewerkschaft fordert eine
Gehaltssteigerung von fünf Prozent für die Bahnmitarbeiter und eine
sofortige Angleichung der Löhne in Ostdeutschland an das Westniveau.
„Beide Punkte bleiben uneingeschränkt bestehen", sagte Hansen.
Bei der Deutschen Bahn läuft zum 28. Februar der aktuelle
Tarifvertrag aus. Ab dem 1. März sind daher Streiks möglich. Und die
werden immer wahrscheinlicher. „Das Angebot aus der ersten
Verhandlungsrunde läuft auf eine Verschlechterung der Bedingungen für
die Beschäftigten heraus", kritisierte Hansen. Auch vor der zweiten
Runde habe die Bahn kein Entgegenkommen signalisiert. „Wir
befürchten, dass der Bahnvorstand auf einem ganzen Paket von
Kompensationsmaßnahmen bestehen wird", sagte Hansen. Ein solches
Paket lehnt Transnet jedoch ab, weil oft nicht nachvollziehbar sei,
was für die Beschäftigten unter dem Strich tatsächlich an
Verbesserungen übrig bleibt. „Wir bewegen uns erst, wenn das Angebot
der Bahn sich an der einfachen Struktur unserer Forderungen
orientiert", sagte Hansen. Schalte der Konzern weiter auf stur, könne
sehr schnell das Scheitern der Verhandlungen erklärt werden - und
dann sei ein „Erzwingungsstreik ab dem 1. März nicht auszuschließen".
Selbst für den Fall, dass weitere Verhandlungstermine vereinbart
würden, seien ab dem 1. März auch Warnstreiks möglich.
Transnet wolle aber nicht nur bei den Tarifverhandlungen mit der
Bahn Druck machen, sondern auch bei den Konkurrenten des Konzerns,
sagte Hansen. Die Gewerkschaft wolle die Unternehmen an einen Tisch
bringen und eine Flächentarifvertrag für die gesamte Branche
erreichen. Viele der Bahnkonkurrenten hätten Zustimmung signalisiert,
sagte Hansen. Eine Einigung sei bis Ende des Jahres möglich.
Problematisch sei die Lage aber bei den jüngeren Start-ups, die oft
keinen Tarifvertrag, sondern nur Einzelverträge haben. Hier rufe
Transnet die Beschäftigten dazu auf, in die Gewerkschaft einzutreten.
„Wo wir nicht organisiert sind, können wir für die Leute nichts tun."
Inhaltliche Rückfragen richten Sie bitte an: Der Tagesspiegel, 
Ressort Wirtschaft, Telefon 030-26009-260
ots-Originaltext: Der Tagesspiegel

Rückfragen bitte an:

Der Tagesspiegel
Thomas Wurster
Chef vom Dienst
Telefon:030-260 09-419
Fax: 030-260 09-622
Email:thomas.wurster@tagesspiegel.de

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