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12.03.2004 – 11:02

Allianz pro Schiene

4,1% mehr Güter auf der Schiene in 2003 - Kürzungen der Bundesmittel bedrohen Schienenerfolg

Berlin (ots)

Mit ihrer aktuellen Kürzungspolitik im
Schienenbereich laufe die Regierung Gefahr, die positive Entwicklung
im Schienenverkehr wieder zu stoppen, warnte die Allianz pro Schiene.
Nach heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes
wurden im Jahr 2003 4,1% mehr Güter mit der Eisenbahn transportiert
als im Vorjahr. "Dieser Zuwachs im Schienengüterverkehr zeigt: Die
Förderung der Schiene zahlt sich aus. Die Politik muss an ihrem guten
Kurs der letzten Jahre festhalten, in die lange vernachlässigte
Schiene genau so viel zu investieren wie in die Straße", sagte Dirk
Flege, der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene.
Die Kürzung der Mittel für das Gleisnetz im Bundeshaushalt 2004
drohe den positiven Trend im Schienengüterverkehr zu stoppen,
befürchtet das Schienenbündnis. Noch im Jahr 2003 investierte der
Bund 4,3 Mrd Euro in das Gleisnetz. In 2004 sollen jedoch nur noch
3,6 Mrd Euro Investitionen für die Schiene zur Verfügung gestellt
werden, während 4,7 Mrd Euro in die Straße investiert werden sollen.
Flege: "Von der Gleichbehandlung, die Rot-Grün versprochen hat, keine
Spur."
Nach Berechnungen der Allianz pro Schiene könne die Kapazität des
Gleisnetzes für den Güterverkehr um 68% gesteigert werden, wenn die
bereits begonnenen Baumaßnahmen fertiggestellt werden. Vorraussetzung
dafür sei, dass der Bund jährlich mindestens 2,5 Mrd Euro in das
bestehende Gleisnetz und 1,5 Mrd Euro in die schon begonnenen
Baumaßnahmen investiere.
Der Tonnagezuwachs im Eisenbahngüterverkehr sei nach Angaben der
Allianz pro Schiene auch durch die Probleme der Binnenschifffahrt im
vergangenen Jahr begünstigt worden. Der trockene Sommer hatte zu
einem niedrigen Flusspegelstand geführt, der die Schifffahrt
eingeschränkt hat. Die Allianz pro Schiene begrüßte die Entscheidung
vieler Verlader für die Bahn als Alternative zum Binnenschiff.
Geschäftsführer Flege: "Die Schiene hat in 2003 bewiesen, dass sie
freie Kapazitäten hat und diese schnell und flexibel nutzbar machen
kann."
Des weiteren verwies die Allianz pro Schiene auf die
überproportionalen Zuwächse im grenzüberschreitenden
Schienengüterverkehr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes
legte zum Beispiel der Durchgangsverkehr um fast 11% zu. Der
grenzüberschreitende Güterverkehr sei ein Wachstumsmarkt für die
Schiene, die auf langen Strecken besonders rentabel ist. Flege:
"Transitland Deutschland ist längst Realität. Die Politik muss die
Schiene weiter dabei unterstützen, unsere Straßen von den
LKW-Kolonnen zu entlasten."
Die Allianz pro Schiene ist das einzige breite Bündnis für die
Schiene in Deutschland. Dem  Verband gehören 17 Non-Profit-Verbände
aus den Bereichen Arbeit, Umwelt und Verbraucherschutz sowie 39
Unternehmen aus der Bahnbranche an.

Pressekontakt:

Frauke Lendowsky
Tel: 030 - 27 59 45 62
Fax: 030 - 27 59 45 60
Mail: frauke.lendowsky@allianz-pro-schiene.de
www.allianz-pro-schiene.de

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