Gesellschafter-Geschäftsführer-Versorgung: Justin Latuszek von Latuszek & partners verrät die fünf häufigsten Fehler
Weimar (Lahn) (ots)
Steigende Steuerlasten, komplexe Vorgaben und fehlerhafte Versorgungskonzepte: Viele Gesellschafter-Geschäftsführer verlassen sich auf Lösungen, die auf den ersten Blick sinnvoll wirken, bei genauer Prüfung aber erhebliche Risiken bergen. Besonders kritisch wird es, wenn steuerliche Fehler oder ungeeignete Vertragsstrukturen erst Jahre später auffallen. Warum gerade fehlende Spezialisierung in diesem sensiblen Bereich teuer werden kann und welche Fehler Geschäftsführer unbedingt vermeiden sollten, erfahren Sie hier.
Viele Gesellschafter-Geschäftsführer (im Folgenden: GGF) investieren über Jahre hohe Summen in ihre betriebliche Versorgung, in der Erwartung, damit langfristige Sicherheit und steuerliche Vorteile zu schaffen. In der Praxis zeigt sich jedoch häufig ein anderes Bild: Verträge werden standardisiert abgeschlossen, steuerliche Besonderheiten unzureichend berücksichtigt und Risiken erst im Rahmen einer Betriebsprüfung sichtbar. Gerade bei beherrschenden GGF können bereits kleine Fehler erhebliche finanzielle Folgen nach sich ziehen. Hinzu kommt, dass sich viele GGF auf Anbieter verlassen, die zwar allgemeine Erfahrung im Bereich Altersvorsorge besitzen, jedoch keine echte Spezialisierung auf die GGF-Versorgung mitbringen. Dadurch bleiben wichtige Themen wie steuerliche Anerkennung, Flexibilität der Versorgung oder der Schutz der Familie oft unzureichend berücksichtigt. „Viele GGF gehen davon aus, dass ihre bestehende Versorgung sauber aufgebaut ist. Tatsächlich zeigen sich die größten Probleme jedoch häufig erst viele Jahre später“, warnt Justin Latuszek, Geschäftsführer von Latuszek & partners.
„Gerade deshalb sollte die Versorgung eines GGF niemals als Standardprodukt betrachtet werden“, erklärt Justin Latuszek. Der Spezialist für Vorstands- und GGF-Versorgung (IHK) analysiert seit Jahren bestehende Versorgungskonzepte mittelständischer Unternehmer und prüft diese auf steuerliche Risiken, wirtschaftliche Schwachstellen und strukturelle Fehler. Mit Latuszek & partners unterstützt er GGF dabei, bestehende Lösungen kritisch zu hinterfragen und langfristig tragfähige Strukturen aufzubauen. Im Fokus stehen keine Standardmodelle, sondern individuell abgestimmte Versorgungskonzepte. Sie verbinden steuerliche Sicherheit, wirtschaftliche Effizienz und den Schutz der Familie. Welche Fehler dabei besonders häufig auftreten und warum viele GGF ihre Versorgung dringend überprüfen sollten, zeigt der folgende Überblick.
Fehler 1: Fehlende oder fehlerhafte Gesellschafterbeschlüsse
Einer der häufigsten und zugleich gefährlichsten Fehler liegt bereits in den formalen Grundlagen der Versorgung. In vielen Fällen existieren entweder gar keine wirksamen Gesellschafterbeschlüsse oder die vorhandenen Dokumente enthalten kleinere Formfehler, die lange Zeit unbemerkt bleiben. Gerade bei beherrschenden GGF kann das jedoch gravierende steuerliche Folgen haben. Wird eine Versorgung im Rahmen einer Betriebsprüfung steuerlich nicht anerkannt, droht im schlimmsten Fall die Einstufung als verdeckte Gewinnausschüttung. Bereits geltend gemachte Betriebsausgaben werden rückwirkend dem Unternehmensgewinn hinzugerechnet, sodass Körperschaft- und Gewerbesteuer nachzuzahlen sind. Gleichzeitig fällt auf Ebene des Gesellschafters Abgeltungsteuer auf den entsprechenden Betrag an. Aus einer einzigen Formschwäche entsteht so eine doppelte Steuerlast: erst in der GmbH, dann beim Gesellschafter.
Besonders kritisch ist dabei, dass viele GGF die Tragweite vermeintlich kleiner Fehler unterschätzen. Häufig reichen bereits unvollständige Formulierungen oder fehlende Beschlussfassungen aus, um die gesamte Versorgung steuerlich infrage zu stellen. Umso wichtiger ist es, sämtliche Beschlüsse, Vertragsunterlagen und steuerliche Voraussetzungen regelmäßig prüfen zu lassen.
Fehler 2: Die Wahl einer ungeeigneten Versorgungsform
Viele GGF erhalten Versorgungslösungen, die eher auf klassische Angestellte als auf unternehmerische Anforderungen zugeschnitten sind. Das Problem: Die Anforderungen eines GGF unterscheiden sich in vielen Bereichen deutlich von denen gewöhnlicher Arbeitnehmer. Themen wie steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten, Flexibilität, Bilanzwirkungen oder die Absicherung der Familie spielen eine wesentlich größere Rolle.
Fehlt eine individuelle Analyse, entstehen schnell ineffiziente Strukturen, die langfristig zu finanziellen Nachteilen führen können. Gleichzeitig verändern sich unternehmerische und private Lebenssituationen im Laufe der Jahre häufig erheblich. Versorgungslösungen, die keine ausreichende Flexibilität bieten, stoßen dadurch schnell an ihre Grenzen.
Fehler 3: Fehlende Kostentransparenz und mangelnder Anbietervergleich
Ein weiterer häufiger Fehler liegt in der mangelnden Transparenz vieler Versorgungslösungen. Zahlreiche GGF wissen nicht, welche Kosten innerhalb ihrer Verträge tatsächlich anfallen und wie stark sich diese langfristig auf den Vermögensaufbau auswirken. Verwaltungsgebühren, Abschlusskosten oder ineffiziente Tarifstrukturen können die Entwicklung des Versorgungskapitals über Jahre hinweg erheblich belasten. Besonders problematisch ist dabei, dass häufig kein umfassender Marktvergleich stattfindet. Stattdessen werden einzelne Produkte empfohlen, ohne Kosten, Leistungen und langfristige Auswirkungen objektiv gegenüberzustellen. Gerade bei langfristigen Versorgungslösungen können scheinbar kleine Unterschiede enorme finanzielle Auswirkungen haben. Deshalb sollten bestehende Verträge regelmäßig unabhängig geprüft werden. Steuerliche Aspekte allein reichen dafür nicht. Genauso entscheidend ist die tatsächliche Wirtschaftlichkeit.
Fehler 4: Ineffiziente Kapitalanlage innerhalb der Versorgung
Viele Versorgungslösungen setzen stark auf Garantiebausteine und sicherheitsorientierte Anlagen. Solche Modelle dämpfen kurzfristige Schwankungen, begrenzen aber gerade bei langen Laufzeiten die Renditechancen erheblich. Das Versorgungskapital wächst dann deutlich langsamer, als es müsste.
Ein Rechenbeispiel zeigt die Größenordnung: 1.500 € monatlich über 23 Jahre. In einem klassischen Alttarif angelegt, entsteht im Beispielszenario ein Versorgungskapital von rund 494.000 €. Dieselbe Einzahlung fondsgebunden angelegt kommt bei vorsichtiger Annahme auf rund 766.000 € und bei realistischer Annahme auf rund 1.143.000 €. Alle Werte sind Hochrechnungen bei angenommener Wertentwicklung und abzüglich Kosten. Der Unterschied liegt damit nicht bei ein paar Prozent, sondern bei mehreren Hunderttausend Euro über die Laufzeit.
Die Kapitalanlage sollte deshalb nicht allein auf maximale Sicherheit ausgerichtet sein, sondern auch das langfristige Wachstumspotenzial nutzen. Dazu kommt ein praktisches Problem: Wer die Entwicklung seiner Versorgung nicht regelmäßig sieht, bemerkt Schwachstellen oft erst nach Jahren. Im klassischen Modell erhalten GGF einmal pro Jahr Post von der Versicherung. Eine zeitgemäße Versorgung sollte mehr leisten und tägliche Einsicht in die Wertentwicklung ermöglichen.
Fehler 5: Unzureichender Hinterbliebenenschutz
Im Todesfall steht die Familie oft schlechter da als erwartet. Viele GGF gehen davon aus, dass vorhandenes Versorgungskapital automatisch an Ehepartner oder Kinder übertragen wird, doch zahlreiche Verträge enthalten Einschränkungen, die erst im Ernstfall sichtbar werden. Tatsächlich enthalten zahlreiche Verträge jedoch Einschränkungen, die erst im Ernstfall sichtbar werden. So kann es beispielsweise passieren, dass bestimmte Angehörige aufgrund ihrer persönlichen Situation nicht mehr als begünstigt gelten oder Leistungen nur eingeschränkt ausgezahlt werden. Dadurch entstehen im schlimmsten Fall erhebliche Versorgungslücken für die Familie.
Gerade Unternehmer mit langfristigem Vermögensaufbau sollten deshalb genau prüfen, welche Leistungen im Todesfall tatsächlich abgesichert sind. Denn die GGF-Versorgung ist mehr als Altersvorsorge. Sie sichert die Familie finanziell ab.
Fazit: Kleine Fehler können enorme finanzielle Folgen haben
Die GGF-Versorgung gehört zu den anspruchsvollsten Bereichen der betrieblichen Vorsorge. Umso wichtiger ist es, bestehende Strukturen regelmäßig überprüfen zu lassen und steuerliche, wirtschaftliche sowie familiäre Risiken frühzeitig zu erkennen. Fehlerhafte Beschlüsse, ungeeignete Versorgungsformen, hohe Kosten oder ineffiziente Kapitalanlagen können langfristig erhebliche finanzielle Schäden verursachen. Gleichzeitig bleiben viele dieser Probleme über Jahre hinweg unbemerkt.
Justin Latuszek und Latuszek & partners unterstützen GGF dabei, bestehende Versorgungslösungen kritisch zu analysieren und langfristig tragfähige Konzepte aufzubauen. Mandanten erhalten dabei tägliche Einsicht in die Entwicklung ihres Versorgungskapitals. Für Justin Latuszek ist diese Transparenz ein zentraler Bestandteil moderner Versorgungsberatung. „Viele GGF beschäftigen sich erst dann intensiver mit ihrer Versorgung, wenn bereits konkrete Probleme sichtbar werden. Dabei lassen sich die größten Risiken oft deutlich früher vermeiden“, betont Justin Latuszek abschließend. Denn nur eine sauber strukturierte Versorgung schafft steuerliche Sicherheit und schützt langfristig Vermögen, Liquidität und Familie.
Latuszek & partners ist als Spezialist für Vorstands- und GGF-Versorgung (IHK) zertifiziert. Bei ProvenExpert bewerten 321 Mandanten die Kanzlei mit SEHR GUT, die Weiterempfehlungsquote liegt bei 100 %. Ausgezeichnet als Top Dienstleister 2025 und Top Empfehlung 2025. Über die Arbeit der Kanzlei berichteten unter anderem das Unternehmerjournal und das Handelsblatt.
Wer seine bestehende Versorgung auf diese fünf Punkte prüfen lassen möchte, findet auf latuszek.de den Einstieg ins Gespräch.
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