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10 Jahre Haus Atemzeit: ganzheitliches Versorgungskonzept für junge Patienten nach der Intensivstation

10 Jahre Haus Atemzeit: ganzheitliches Versorgungskonzept für junge Patienten nach der Intensivstation
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10 Jahre Gemeinschaft und Geborgenheit: Haus Atemzeit bietet seit 2016 ein ganzheitliches Versorgungskonzept für junge Patienten nach der Intensivstation

Wo Kinder wieder atmen lernen und Familien endlich aufatmen dürfen

Das Haus Atemzeit in Wölfersheim (Hessen) wurde am 9. Mai zehn Jahre alt. Hier werden Kinder und Jugendliche nach der Entlassung von der Intensivstation und vor der Rückkehr nach Hause von hochqualifizierten Fachkräften betreut und versorgt. Damit ermöglicht Atemzeit einen begleiteten Übergang, der Familien in einer kritischen Situation Sicherheit gibt, Kliniken entlastet und Folgekosten reduziert.

Es gibt viele Einrichtungen, die die medizinische Versorgung sichern. Haus Atemzeit geht seit zehn Jahren einen Schritt weiter: Eltern wohnen mit im Haus, werden in der für sie ungewohnten Situation mit einem schwerkranken Kind strukturiert angeleitet und begleitet. Ziel ist nicht Dauerpflege, sondern Selbstständigkeit.

„Pflege allein reicht nicht aus. Mit Atemzeit haben wir einen Ort geschaffen, an dem es nicht nur um den sicheren Umgang mit Medizintechnik geht, sondern um das, was Familien wirklich brauchen: einen Ort, um die eigenen Erlebnisse zu verstehen, Ängste zu verarbeiten und gemeinsam gestärkt in die Zukunft blicken zu können. Einen Ort, an dem Kinder wieder atmen lernen und Familien endlich aufatmen können“, sagt die Gründerin des gemeinnützigen Vereins Atemzeit e. V., Anett Wiese. Sie ist zugleich Geschäftsführerin von PflegeNest Intensivpflege für Kinder & Erwachsene GmbH in Gießen, ein ambulanter Pflegedienst für Kinder und Jugendliche, der auch die jungen Atemzeit-Patienten intensivpflegerisch betreut.

Nach der Intensivstation: Eltern sind überfordert, Kinder verlieren Entwicklungszeit

Das Angebot von Haus Atemzeit richtet sich an Familien in der kritischsten Phase der Versorgung. Denn nach der Entlassung aus der Kinderintensivstation entsteht oft eine gefährliche Lücke: Eltern sind überfordert, weil niemand sie auf Beatmungsgeräte, Monitore und Notfallmanagement vorbereitet hat. Zudem verlieren Kinder wertvolle Entwicklungszeit. Das alles geschieht in einem Umfeld, in dem Kliniken unter hohem Belegungsdruck stehen und Krankenkassen immense Folgekosten tragen müssen. Durch eine drohende Wiederaufnahme und dauerhafte Intensivpflege sowie psychische Überlastung von Kind und Eltern entstehen hohe Kosten.

Die Unterbringung im Haus Atemzeit in Wölfersheim führt zu einer vierfachen Win-Situation: „Die Kinder werden gezielt gefördert und entwickeln sich weiter, Eltern erlangen Sicherheit im Umgang mit Beatmung und Technik, Intensivstationen gewinnen Kapazitäten für akute Fälle und die Krankenkassen müssen keine dauerhafte Intensivpflege und unnötige Re-Hospitalisierungen finanzieren“, erklärt Anett Wiese.

Ziel im Jubiläumsjahr: Weitere Unterstützer finden

Ihre Herausforderung auch im Jubiläumsjahr bleibt die finanzielle Ausstattung der Einrichtung. Denn Krankenkassen finanzieren ausschließlich medizinische Leistungen. Was jedoch nicht abgedeckt ist: Elternunterkunft, psychosoziale Begleitung, Geschwisterangebote oder alltagspraktische Schulung. „Wir wollen unser Team vergrößern und für unsere Kids noch mehr tun, um ihnen trotz ihres schweren Schicksals ein erfülltes Leben zu ermöglichen. Dafür benötigen wir aber eine bessere finanzielle Grundausstattung“, erläutert Wiese.

Spätestens im kommenden Jahr soll es dazu eine Spendengala geben. Schon jetzt freut sie sich aber über jede Unterstützung, um auch im elften Jahr des Bestehens von Haus Atemzeit bedürftige Kinder und Jugendliche in Hessen intensiv betreuen zu können. Willkommen sind Spenden jeglicher Höhe, die zu 100 Prozent direkt in die Arbeit mit den Familien fließen und für die der gemeinnützige Verein steuerlich absetzbare Spendenquittungen erstellen kann.

Kontakt

Haus Atemzeit e.V.
Kuhweg 6
61200 Wölfersheim
Web:  www.atemzeit.org

erreichbar über

PflegeNest
Intensivpflege für Kinder & Jugendliche GmbH
GF Anett Wiese
Rödgener Straße 10
35394 Gießen
E-Mail:  a.wiese@pflegenesthessen.de
Telefon: +49 641 94 888 964
Weitere Presse-Informationen, Interview-Anfragen, Fotos
Ronald Battistini
Goldmund Kommunikation
Telefon: +49 170 271 30 76
 presse@goldmund-kommunikation.de