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Reisen mit Wirkung: Neue Meeting-Formate prägen die Geschäftsreise der Zukunft

Reisen mit Wirkung: Neue Meeting-Formate prägen die Geschäftsreise der Zukunft
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Reisen mit Wirkung

Neue Meeting-Formate prägen die Geschäftsreise der Zukunft

Frankfurt/Berlin, 26. Mai 2026 – Die Geschäftsreise der Zukunft ist kürzer, zielgerichteter und gleichzeitig persönlicher. Neue Reiseformate wie Zero-Day-Trips, regionale Meetings und hybride Messeformate verändern derzeit die Spielregeln im Business Travel grundlegend. Für Unternehmen bedeutet das: Wer Geschäftsreisen effizient und gleichzeitig mitarbeiterorientiert gestaltet, verschafft sich klare Wettbewerbsvorteile.

Für Travel Manager wird damit die Frage immer wichtiger, wie sich Effizienz und Mitarbeitendenzufriedenheit sinnvoll verbinden lassen.

„Geschäftsreisen werden heute vor allem ermöglicht, wenn sie Wirkung erzeugen – sowohl wirtschaftlich von Unternehmensseite als auch aus Sicht der Mitarbeitenden“, erklärt Markus Orth, Geschäftsführer Lufthansa City Center und Mitglied der DRV-Initiative Chefsache Business Travel. „Der Fokus verschiebt sich weg von Standardprozessen hin zu intelligenten, bedarfsgerechten Reiseformaten.“

Der Markt wächst – aber die Logik dahinter hat sich verändert

Die europäischen Geschäftsreiseausgaben werden 2026 laut dem GBTA Business Travel Index Outlook auf rund 389,9 Milliarden Euro steigen. Das bedeutet ein Zuwachs von 8,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch hinter diesem Wachstum verbirgt sich ein grundlegender Wandel: Das Modell „wöchentliche Kurztrips in alle Richtungen“ wird zunehmend durch weniger, aber gezielter geplante und häufiger gebündelte Reisen ersetzt.

Im Zuge steigender Kosten und wachsender Nachhaltigkeitsanforderungen setzen Unternehmen dabei immer mehr auf bewusst gebündelte Reiseanlässe. Statt vieler einzelner Kurztrips werden Meetings häufiger zusammengelegt und Reisen strategischer geplant.

Laut VDR-Geschäftsreiseanalyse 2026 dauern 34 Prozent der Geschäftsreisen maximal einen Tag, weitere 38 Prozent zwei bis drei Tage. Insgesamt entfallen damit 72 Prozent aller Geschäftsreisen auf kurze Formate. Zero-Day-Trips und regionale Kurzformate sind Ausdruck dieser Entwicklung: Sie gewinnen dort an Bedeutung, wo sich Termine ohne Übernachtung sinnvoll abbilden lassen.

Diese Entwicklung spiegelt einen grundsätzlichen Wandel im Travel Management wider: Nicht die Anzahl der Reisen steht im Vordergrund, sondern ihre Passgenauigkeit. Unternehmen prüfen zunehmend, wann eine Reise wirklich notwendig ist und wann digitale oder regionale Alternativen sinnvoller sind.

„Die zentrale Frage lautet heute nicht mehr: Wie reisen wir am besten? Sondern: Welche Form des Austauschs ist für dieses Ziel wirklich die richtige?“, so Orth.

Trotz wachsender Digitalisierung bleibt der persönliche Austausch ein zentraler Erfolgsfaktor: 83 Prozent der europäischen Geschäftsreisenden bestätigen, dass Geschäftsreisen für das Erreichen ihrer Geschäftsziele wertvoll sind, das zeigt der GBTA Business Travel Index Outlook 2025.

Hybrid bleibt – aber anders: Messe- und Kongressreisen im Wandel

Auch im Bereich Meetings & Events zeigt sich ein klarer Trend: Hybride Formate bleiben relevant, entwickeln sich jedoch weiter. Dabei agieren Unternehmen unter einem neuen Vorzeichen: Laut aktuellem MICE Report 2026 der Event Inc Group planen 60 Prozent der Unternehmen mit stabilen Budgets. Dies führt dazu, dass sie Veranstaltungsformate stärker selektieren und exakt auf den jeweiligen Business-Mehrwert ausrichten.

Geschäftsreisen zu Messen und Kongressen werden also selektiver, dafür aber strategischer geplant mit klar definiertem Mehrwert und stärkerem Fokus auf Networking und persönlicher Interaktion. Das erhöht die Relevanz einzelner Reisen, stellt aber auch höhere Anforderungen an Planung und Steuerung.

Neue Balance zwischen Effizienz und Experience

Die Zukunft der Geschäftsreise liegt in der Balance: weniger Reisen, aber gezielter; effizienter organisiert, aber stärker an den Bedürfnissen der Mitarbeitenden ausgerichtet.

Die Initiative Chefsache Business Travel sieht darin eine zentrale Aufgabe für Unternehmen und Travel Manager: Es geht nicht mehr nur darum, Reisen zu organisieren, sondern darum, sie strategisch zu gestalten.

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