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Interessenverband Unterhalt und Familienrecht - ISUV e. V.

Wer hohe Mieten ignoriert, gefährdet das Unterhaltssystem - ISUV mahnt Reform der Düsseldorfer Tabelle angesichts anhaltender Wohnungsnot an

Wer hohe Mieten ignoriert, gefährdet das Unterhaltssystem -  ISUV mahnt Reform der Düsseldorfer Tabelle angesichts anhaltender Wohnungsnot an
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Wer hohe Mieten ignoriert, gefährdet das Unterhaltssystem

ISUV mahnt Reform der Düsseldorfer Tabelle angesichts anhaltender Wohnungsnot an

Nürnberg, 20. Januar 2026 – Angesichts der anhaltenden Wohnungsmarktkrise fordert der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV) eine Überprüfung der Selbstbehalte der Düsseldorfer Tabelle. Grundlage ist der Soziale Wohn-Monitor 2026, der insbesondere in deutschen Ballungsräumen einen dauerhaften Mangel an bezahlbarem Wohnraum feststellt.

Demnach bestehen in Metropolregionen wie Hamburg, Frankfurt am Main und München strukturelle Wohnungsdefizite. Die Wohnkostenbelastung der Mieterhaushalte liege bundesweit bei rund 33 bis 36 Prozent des Nettoeinkommens, in Großstädten häufig darüber. Eine Entspannung sei nicht absehbar: Laut Studie lasse die Entwicklung der Baugenehmigungen für 2026 und 2027 keine Steigerung der Wohnungsfertigstellungen erwarten.

Der ISUV sieht darin einen zunehmenden Widerspruch zwischen Wohnungs- und Familienpolitik. Das Unterhaltsrecht gehe weiterhin von pauschalen Wohnkostenannahmen aus, die vielerorts nicht mehr realistisch seien. Für unterhaltspflichtige Eltern könne dies dazu führen, dass das Existenzminimum faktisch unterschritten werde.

Der Verband appelliert an Politik und Justiz, die Auswirkungen der Wohnungsmarktentwicklung bei der Fortschreibung der Düsseldorfer Tabelle stärker zu berücksichtigen. Ein leistungsfähiges Unterhaltssystem müsse sich an den tatsächlichen Lebenshaltungskosten orientieren, erklärte der ISUV.

Interessenverband Unterhalt- und Familienrecht – ISUV e.V.

Der ISUV e.V. ist ein gemeinnütziger Interessenverband, der sich seit 50 Jahren dafür einsetzt, dass Eltern in Trennung ihre Kinder gemeinsam großziehen und gemeinsam Elternverantwortung übernehmen. Wir stehen als Verband dafür, dass Trennungseltern selbst entscheiden, welches Betreuungsmodell sie auswählen, da sie selbst am besten wissen, welches Modell am besten zu ihren Lebensumständen passt.

Seit unserer Gründung im Jahr 1975 haben wir uns kontinuierlich dafür engagiert, die Rechte und Interessen von Personen in familienrechtlichen Angelegenheiten zu vertreten. Mit über 5.000 Mitgliedern und über 60 bundesweiten Kontaktstellen bieten wir Betroffenen schnelle und kompetente Hilfe in der emotionalen Zeit einer Trennung.

Bundesvorstand: Melanie Ulbrich, Murat B. Aydin, Klaus Fischbeck, Klaus Bednorz, Anna Freitag, Monika Roth

Registergericht: Amtsgericht Nürnberg, Vereinsregister-Nr. 3569
Registriert im Lobbyregister unter R 003635