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PCK Raffinerie - IGBCE und Betriebsrat: Neue Rechtssicherheit von unschätzbarem Wert // Herausforderungen bleiben

PCK Raffinerie

IGBCE und Betriebsrat: Neue Rechtssicherheit von unschätzbarem Wert // Herausforderungen bleiben

Berlin/Schwedt, 6. März 2026 l Die PCK Raffinerie in Schwedt erhält eine unbefristete Befreiung von US-Sanktionen. Grundlage ist die unbefristete Verlängerung der General License 129 seitens der US-Behörden, der Ausnahmegenehmigung von Sanktionen für Rosneft Deutschland. Zuvor hatte die Bundesregierung die Treuhandverwaltung über die Mehrheitsanteile von Rosneft Deutschland an der PCK unbefristet verlängert.

Die Chemiegewerkschaft IGBCE und der PCK Betriebsrat begrüßen die mit diesen zwei entscheidenden Schritten neu geschaffene Rechtssicherheit für den Standort in Schwedt. Zugleich weisen beide darauf hin, dass große Herausforderungen bleiben.

Rolf Erler, Bezirksleiter der IGBCE Berlin-Mark Brandenburg-MV: „Das Damoklesschwert der US-Sanktionen ist jetzt dauerhaft vom Tisch. Ebenfalls ist das Bangen beendet, das mit der bisher nur halbjährlichen Verlängerung der Treuhandverwaltung einherging. Damit erhält die PCK eine längerfristige Rechtssicherheit und Stabilisierung für die wirtschaftliche Situation. Für die Beschäftigten ist das von unschätzbar hohem Wert. Wir sind sehr froh, dass dem Bundeswirtschaftsministerium diese Vereinbarung mit den US-Behörden gelungen ist! Gleichwohl bleiben Herausforderungen für die PCK. Dazu gehören die Frage der nachhaltig sicheren Versorgung der Raffinerie mit Rohöl und die Entwicklung der Zukunftsprojekte am Standort. Die IGBCE wird nicht nachlassen, hier auf Lösungen und eine Weiterentwicklung zu drängen.“

Danny Ruthenburg, Betriebsratsvorsitzender der PCK Raffinerie: „Bei der PCK und den Partnerfirmen am Standort gibt es das große Aufatmen! Der Weiterbetrieb der Anlagen ist gesichert. Wir können nun den Großstillstand planen, der für nächstes Jahr ansteht und bei dem viele Projekte und Instandsetzungsarbeiten innerhalb unserer Anlagen umgesetzt werden. Unsere Einkäufer können wieder Verträge abschließen. Die neue Rechtssicherheit ist wie ein Befreiungsschlag, für den es aber auch höchste Eisenbahn war. Die Rohölbeschaffung hat einen Vorlauf von sechs bis acht Wochen, die Unsicherheiten durch den Krieg im Nahen Osten noch gar nicht eingerechnet. Wir hatten uns also ganz real bereits auf ein Worst-Case-Szenarium vorbereitet. Erste Partnerfirmen hatten schon Services eingestellt – aus Sorge vor eigenen US-Sanktionen. Das kann jetzt alles wieder hochgefahren werden. Und nicht zuletzt sind unsere Arbeitsplätze gesichert: Allein bei der PCK sind das 1200 Beschäftigte, dazu nochmal rund 2500 Beschäftigte bei Partnerfirmen am Standort und in der Region, die direkt oder indirekt für die Raffinerie arbeiten. Von unserer Seite aus geht ein sehr großer Dank an alle Beteiligten vom Bund und dem Land!“

IGBCE-Bezirksleiter Rolf Erler: „Als IGBCE fordern wir gemeinsam mit dem Betriebsrat von den politischen Akteuren, ein wichtiges Thema nach vorne zu bringen: Die EU hat die 400 Millionen Euro, die im Bundeshaushalt für die Ertüchtigung der Pipeline von Rostock nach Schwedt zurückgestellt sind, noch nicht freigegeben. Angesichts der neu geschaffenen Rechtssicherheit für den PCK-Standort sollte die Freigabe jetzt bei der EU auf die Tagesordnung kommen.“

Kontakt für Presseanfragen:

Rolf Erler, Bezirksleiter der IGBCE Berlin-Mark Brandenburg-MV

Tel.: 030-308680-10; Mobil: 0173-6080434

E-Mail: rolf.erler@igbce.de

Danny Ruthenburg, Betriebsratsvorsitzender PCK Raffinerie

Tel.: 03332-465255; Mobil: 01516-2501972

E-Mail: D.Ruthenburg@PCK.de

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IGBCE Berlin-Mark Brandenburg-MV
Verantwortlich: Rolf Erler, Bezirksleiter
Inselstraße 6, 10179 Berlin
Telefon: +49 30 30 86 80 10
Telefax: +49 30 30 86  80 17
E-Mail:  bezirk.berlin@igbce.de
Internet:  IGBCE Berlin-Mark Brandenburg
 
Über uns:
Der Bezirk Berlin-Mark Brandenburg-MV der Industriegewerkschaft Bergbau Chemie, Energie (IGBCE) ist der flächenmäßig größte Bezirk der IGBCE und schließt auch das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern ein. 

Die IGBCE betreut im Bezirk rund 16.000 Mitglieder in 247 Betrieben aus den Branchen: Brennstoffhandel, Chemische Industrie, Energieerzeugung und Veredlung, Erdöl- und Erdgasgewinnung, Glasindustrie, Kautschuk, Keramische Industrie, Kunststoff, Leder, Papier- und Zellstofferzeugung, Sanierung und Entsorgung, Stadtwerke, Wasserwirtschaft.

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