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31.03.2005 – 13:27

VDI Verein Deutscher Ingenieure

Mautvergünstigung für Filterfahrer

  Düsseldorf (ots)

    - VDI: Aktionsplan für Feinstaubminderungen     - 90 Prozent Rußreduktion durch Filter möglich

    Es ist grundsätzlich technisch möglich, den direkten Partikelausstoß im Straßenverkehr um 90 Prozent und den Stickoxidausstoß um 40-75 Prozent zu reduzieren. Dieser Ansicht ist Prof. Dr.-Ing. Klaus G. Schmidt, Vorsitzender der VDI-Kommission Reinhaltung der Luft: "Neben der steuerlichen Förderung der Nachrüstung ist eine kurzfristige Einführung einer reduzierten Maut für Fern-LKW mit nachgerüsteten Dieselrußfiltern bei Partikelminderung von über 90 Prozent wünschenswert." Dies schafft Anreize und mögliche Fahrverbote oder die City-Maut können verhindert werden.

    Des Weiteren fordert der VDI die steuerliche Unterstützung weiterer Systementwicklungen zur Partikelminderung bei PKWs über das Jahr 2008 hinaus. Schmidt weiter: "Die emissionsbezogene KFZ-Steuer muss fortgesetzt werden. Wichtig ist außerdem eine Kopplung der GVFG (Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz) Fördermittel für den ÖPNV an die Beschaffung von Bussen mit Dieselpartikelfilter." Zudem steht die Förderung der Nachrüstung von kombinierten Technologien zur Minderung der Partikel und Stickstoffoxidemissionen im Rahmen von Entwicklungs- und Förderprojekten ganz weit oben auf der Forderungsliste des VDI-Experten.

    Aber Schmidt warnt auch vor neuen Problemen, denn ab 2010 müssen auch die Stickstoffdioxid-Grenzwerte eingehalten werden. "Die Versäumnisse der Industrie und Politik bei der Entwicklung der Dieselrußfilter dürfen bei den Stickstoffoxidfiltern bis zum Inkrafttreten der neuen Schadstoffkonzentrationsnorm zum 1.1.2010 nicht wiederholt werden. Optimal wären kombinierte Systeme, die beide Emissionen reduzieren können", so Schmidt.

    Der VDI e.V. veranstaltet zusammen mit dem Deutschen Institut für Normung e.V. und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ein KRdL-Experten-Forum zum Thema "Partikel und Stickstoffdioxid - Wie werden die Grenzwerte der 22. BlmSchV eingehalten?" am 20. April in Bonn/Bad Godesberg. Weitere Informationen unter: www.vdi.de/partikel-no2.

Sie finden diese Pressemitteilung und ergänzende Informationen auch im Internet unter www.vdi.de/presse Ihre Ansprechpartner in der VDI-Pressestelle: Michael Schwartz, Christoph Damaske Tel.: +49 (0)2116214-275/541 Telefax: +49 (0)2116214-156 E-Mail: presse@vdi.de

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