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04.04.2019 – 14:53

VDI Verein Deutscher Ingenieure

Gegen dicke Luft aus dem Stall

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VDI-Pressemitteilung

Gegen dicke Luft aus dem Stall

Richtlinie VDI 4255 Blatt 2 zeigt, wie sich Emissionen für Mensch und Tier im Stall und in der Abluft minimieren lassen

In der Landwirtschaft gilt die Nutztierhaltung als der größte Emittent partikulärer Emissionen. Diese Emissionen treten vor allem bei der Stallhaltung von Geflügel und Schweinen auf, weniger bei der von Rindern. Die Luftqualität in den Ställen der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung kann bei den Tieren und bei den dort arbeitenden Menschen zu Atemwegserkrankungen führen. Auch kann es zu Anwohnerbeschwerden im Umfeld von Stallungen kommen. Die VDI/DIN-Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL) hat nun ihre Richtlinie VDI 4255 Blatt 2 überarbeitet mit dem Ziel, Emissionen durch geeignete Maßnahmen im Stall und in der Abluft zu mindern.

Die Luft in den Nutztierställen enthält eine Vielzahl von Luftverunreinigungen, die sowohl gasförmig (Ammoniak, Methan und Schwefelwasserstoff) als auch partikelförmig (anorganisch: Staub, organisch: Mikroorganismen) sein können. Bei Mikroorganismen (z.B. Pilzen, Bakterien) und deren Bestandteilen wird von Bioaerosolen gesprochen.

VDI 4255 Blatt 2 beschreibt Bioaerosolquellen und mögliche Minderungsmaßnahmen in der Landwirtschaft. Während im Pflanzenbau in der Regel eine flächenbezogene Betrachtung möglicher Emissionen im Vordergrund steht, ist eine quellenbezogene Beurteilung bei der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung durchaus möglich. Die Richtlinie bezieht sich insbesondere auf immissionsschutzrechtlich genehmigungsbedürftige Tierhaltungsanlagen im Sinne der 4. BImSchV. Mögliche Bioaerosolquellen werden beschrieben, Minderungsmaßnahmen dargestellt und soweit wie möglich bewertet.

Während sich die Richtlinie VDI 4255 Blatt 2 ausschließlich mit Bioaerosolen befasst, werden andere Komponenten wie beispielsweise Ammoniak, Gerüche und Staub in der Richtlinie VDI 3894 Blatt 1 "Emissionen und Immissionen aus Tierhaltungsanlagen - Haltungsverfahren und Emissionen - Schweine, Rinder, Geflügel, Pferde" behandelt.

Herausgeber der Richtlinie VDI 4255 Blatt 2 "Bioaerosole und biologische Agenzien - Emissionsquellen und -minderungsmaßnahmen in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung - Übersicht" ist die VDI/DIN-Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL) - Normenausschuss. Die Richtlinie ersetzt den Entwurf von Dezember 2017 und ist ab April 2019 zum Preis von EUR 113,50 beim Beuth Verlag (Tel.: +49 30 2601-2260) erhältlich. VDI-Mitglieder erhalten 10 Prozent Preisvorteil auf alle VDI-Richtlinien. Onlinebestellungen sind unter www.beuth.de oder www.vdi.de/4255 möglich. VDI-Richtlinien können in vielen öffentlichen Auslegestellen kostenfrei eingesehen werden.

Fachlicher Ansprechpartner im VDI:

Dr.-Ing. Jochen Theloke

VDI/DIN-Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL) - Normenausschuss

Telefon: +49 211 6214-369

Telefax: +49 211 6214-97369

E-Mail: theloke@vdi.de

Der VDI - Sprecher, Gestalter, Netzwerker

Die Faszination für Technik treibt uns voran: Seit 160 Jahren gibt der VDI Verein Deutscher Ingenieure wichtige Impulse für neue Technologien und technische Lösungen für mehr Lebensqualität, eine bessere Umwelt und mehr Wohlstand. Mit rund 150.000 persönlichen Mitgliedern ist der VDI der größte technisch-wissenschaftliche Verein Deutschlands. Als Sprecher der Ingenieure und der Technik gestalten wir die Zukunft aktiv mit. Mehr als 12.000 ehrenamtliche Experten bearbeiten jedes Jahr neueste Erkenntnisse zur Förderung unseres Technikstandorts. Als drittgrößter technischer Regelsetzer ist der VDI Partner für die deutsche Wirtschaft und Wissenschaft.

Beste Grüße

--
Stephan Berends
Presse und Kommunikation

VDI Verein Deutscher Ingenieure e. V.
VDI-Platz 1
40468 Düsseldorf

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