Technische Universität München
Neues Programm für Ausgründungen aus Sozialwissenschaften
TECHNISCHE UNIVERSITÄT MÜNCHEN
PRESSEMITTEILUNG
Neues Programm für Ausgründungen aus Sozialwissenschaften
Forschung mit mehr Wirkung
• „Catalyst GER“ startet mit acht Universitäten
• Dreistufiges Trainingsprogramm für Forschende
• Neben Start-ups auch andere Formen des Wissenstransfers möglich
Nicht alle Ideen aus den Sozialwissenschaften, die das Zusammenleben verbessern können, finden den Weg in die Praxis. Die Technische Universität München (TUM) unterstützt deshalb im neuen Programm Catalyst GER Forschungsteams, die mit einer Ausgründung oder einer anderen Form des Wissenstransfers nachhaltige gesellschaftliche Wirkung erzielen wollen.
Wie kann die Demokratie gestärkt werden? Mit welchen Mitteln kann die öffentliche Gesundheit verbessert werden? Wie machen wir Städte und Dörfer lebenswerter? Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler entwickeln regelmäßig herausragende Ideen, die das Zusammenleben verbessern können. Doch nicht immer werden diese Ideen auch umgesetzt. Denn während zahlreiche Ausgründungen neue Technologien auf den Markt bringen, fehlen beim Transfer von Wissen aus der Sozialforschung oft noch etablierte Wege und Förderung.
Die TUM und der TUM Think Tank beteiligen sich deshalb neben sieben anderen Universitäten an der Pilotausgabe des Programms Catalyst GER. Nach einem britischen Vorbild unterstützt es Forschende aus den Sozial- und Geisteswissenschaften dabei, Anwendungen und Zielgruppen für ihre Ergebnisse zu finden und so eine deutliche, langfristige gesellschaftliche Wirkung zu erzielen.
Das Trainingsprogramm besteht aus drei Phasen. Zunächst bekommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einem Onlinekurs Einblicke in verschiedene Möglichkeiten und hilfreiche Werkzeuge für den Wissenstransfer. Für die zweite Phase können sich Teams mit einem konkreten Projekt bewerben. In den Workshops geht es nicht ausschließlich um die Gründung von Start-ups. Auch Teams, die Beratung oder Weiterbildung anbieten oder beispielsweise eine Initiative gründen wollen, können unterstützt werden. Das vielversprechendste Team wird mit dem TUM SHAPE Impact Award ausgezeichnet und in der dritten Phase besonders intensiv gefördert.
Erfolgskonzept im Exzellenzwettbewerb
„Wir freuen uns darauf, neue Brücken zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und dem öffentlichen Sektor zu bauen und mit öffentlichen Institutionen, NGOs, politischen Entscheidungsträgern und Sozialunternehmen zusammenzuarbeiten – damit das an der Universität generierte Wissen reale Wirkung entfalten kann“, sagt TUM-Präsident Thomas F. Hofmann. „Dies ist ein zentraler Bestandteil unserer TUM AGENDA 2030+, die gerade als Erfolgskonzept im deutschen Exzellenzwettbewerb ausgezeichnet wurde.“
Weitere Informationen:
• Das Programm Catalyst GER, angeboten von SHAPE Impact Kollektiv, findet an der TUM und an den Universitäten in Bochum, Dortmund, Duisburg/Essen, Heidelberg, Kiel, Köln und Stuttgart statt.
• Sozialwissenschaften an der TUM: https://www.sot.tum.de
• TUM Think Tank: https://tumthinktank.de/
• Gründungsförderung an der TUM: https://www.tum.de/innovation/entrepreneurship
Zusatzinformationen für Redaktionen:
Diese Meldung auf tum.de: https://www.tum.de/aktuelles/alle-meldungen/pressemitteilungen/details/forschung-mit-mehr-wirkung
Kontakt im TUM Corporate Communications Center:
Klaus Becker
Pressereferent
Tel.: +49 89 289 22798
klaus.becker@tum.de
Die Technische Universität München (TUM) ist mit rund 700 Professuren, 52.000 Studierenden und 12.000 Mitarbeitenden eine der weltweit stärksten Universitäten in Forschung, Lehre und Innovation. Ihr Fächerspektrum umfasst Informatik, Ingenieur-, Natur- und Lebenswissenschaften, Medizin sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Sie handelt als unternehmerische Universität und sieht sich als Tauschplatz des Wissens, offen für die Gesellschaft. An der TUM werden jährlich rund 100 Start-ups gegründet, im Hightech-Ökosystem München ist sie eine zentrale Akteurin. Weltweit ist sie mit dem Campus TUM Asia in Singapur sowie Büros in Brüssel, Mumbai, Peking, San Francisco, São Paulo und Shenzhen vertreten. An der TUM haben Nobelpreisträger und Erfinderinnen und Erfinder wie Rudolf Diesel, Carl von Linde und Rudolf Mößbauer geforscht. 2006, 2012, 2019 und 2026 wurde sie als Exzellenzuniversität ausgezeichnet. In internationalen Rankings wird sie regelmäßig als beste Universität in der Europäischen Union genannt.