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Ärztinnen und Ärzte für individuelle Impfentscheidung e. V.

ÄFI weisen verzerrte Einordnung ihrer Position durch den Faktenfuchs des Bayerischen Rundfunks zurück

ÄFI weisen verzerrte Einordnung ihrer Position durch den Faktenfuchs des Bayerischen Rundfunks zurück
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Berlin (ots)

Methodische Klarstellung der Ärztinnen und Ärzte für individuelle Impfentscheidung e. V. (ÄFI) zur aktuellen Berichterstattung des "Faktenfuchses" des Bayerischen Rundfunks (BR) über einen Beitrag zur Studie von Lamerato et al. (2025).

Anlässlich eines stark wertenden Medienbeitrags des BR24-Faktenfuchs, der die Position der ÄFI verkürzt und verzerrt darstellt und in einen konfrontativen Grabenkrieg einordnet, hält der Ärzteverein eine Klarstellung für erforderlich. Der durch den Beitrag erweckte Eindruck, wissenschaftliche Auseinandersetzungen müssten wie ein moralisierender Kampf gegen vermeintliche Gegner geführt werden, trägt aus Sicht der ÄFI nicht zu einer sachgerechten Einordnung komplexer Studienlagen bei.

In dem vom Faktenfuchs aufgegriffenen ÄFI-Beitrag zur Studie von Lamerato et al. (2025) ging es nicht darum, Impfungen grundsätzlich infrage zu stellen oder aus einer einzelnen Studie kausale Schlussfolgerungen abzuleiten. Vielmehr hat ÄFI eine retrospektive Kohortenstudie methodisch eingeordnet und ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Beobachtungsstudien aufgrund bekannter Limitationen - insbesondere möglicher Verzerrungen - keine Aussagen über Ursache-Wirkung-Zusammenhänge erlauben.

Der Fokus des ÄFI-Beitrags lag auf der Einordnung eines in der Impfstoffforschung seltenen Vergleichs zwischen geimpften und vollständig ungeimpften Kindern. Die Beschreibung der Studie als Kohortenstudie mit dem für dieses Studiendesign üblichen methodischen Vorgehen war dabei ausdrücklich nicht als inhaltliche Bestätigung der Ergebnisse gekennzeichnet, sondern als sachliche Charakterisierung des Studiendesigns und der statistischen Auswertung.

Umso problematischer ist die Argumentationsweise des BR24-Faktenfuchses. Dabei werden nicht begründete Wertungen wie "Pseudo-Studie", "Falschbehauptung", "fraglich" oder "angeblich" der Kritik vorangestellt. Methodische Streitfragen werden in moralische Kategorien übersetzt. In der Folge wird ÄFI gar in die Ecke der "Impfgegner" gerückt - eine offensichtlich falsche und irreführende Zuschreibung, wie schon ein kurzer Blick auf die ÄFI-Homepage gezeigt hätte. Auf diesem Weg erfahren BR-Leser nicht, wie Studien kritisch bewertet werden sollten, sondern vielmehr, welche Positionen pauschal abzulehnen seien.

Für die Bewertung retrospektiver Beobachtungsstudien ist es internationaler Standard, sich an etablierten Reporting-Leitlinien wie den STROBE-Kriterien zu orientieren. Diese dienen der transparenten Darstellung von Stärken, Schwächen und Unsicherheiten von Studien und sollen Fehlinterpretationen vorbeugen. An diesem Verständnis hat sich der ÄFI-Beitrag orientiert.

Für ÄFI erklärt der ärztliche Geschäftsführer Dr. med. Wolfram G. Metzger:

"Unser Anliegen ist es, zu einer Versachlichung einer stark polarisierten Debatte beizutragen und wissenschaftliche Fragestellungen entlang methodischer Kriterien zu diskutieren. Erkenntnisgewinn entsteht aus unserer Sicht nicht durch Etikettierungen oder moralisierende Zuschreibungen, sondern durch eine transparente, differenzierte und ergebnisoffene Auseinandersetzung mit Daten, Methoden und ihren Grenzen."

Pressekontakt:

presse(at)individuelle-impfentscheidung.de

Ärztinnen und Ärzte für individuelle Impfentscheidung e. V. (ÄFI)
Gneisenaustr. 42
10961 Berlin

Original-Content von: Ärztinnen und Ärzte für individuelle Impfentscheidung e. V., übermittelt durch news aktuell

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