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Hass in sozialen Medien – wenn Influencer:innen zum Sündenbock degradiert werden

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Talent-Management priorisiert psychologische Unterstützung im Kampf gegen Cybermobbing

Berlin, März 2021. Der Druck auf Content Creator*innen nimmt täglich zu. Mit wachsenden Follower*innen-Zahlen steigen Neid und Hatespeech. Labs Management bietet seinen Talents ab sofort professionelle psychologische Unterstützung sowie Coachings und Workshops zum Thema Resilienz an. Mental Health Expertin Dr. Donya Gilan und der renommierte Stressforscher Dr. Omar Hahad stärken die digitale Widerstandsfähigkeit. Gründer und Geschäftsführer Julien Arnold: „Viele unserer Talents sind neu im Geschäft und müssen auf Ausnahmesituationen vorbereitet sein.“

Content Creator*innen als Sündenbock für den Medienwandel

Voranschreitende Digitalisierung und damit einhergehende höhere Bedeutung von Social Media erschaffen eine neue Form der öffentlichen Wahrnehmung. Kommunizierter Erfolg schürt Ängste, Missverständnisse und nicht selten Neid und Hass. Julien Arnold sieht sich in der Verantwortung, seine Talente zu schützen: "Wir haben uns bei Labs Management dazu entschieden, ein durchgehendes therapeutisches Angebot zu schaffen, um unsere Creator*innen in ihrer täglichen Arbeit aufzufangen. Auf Wunsch können die Talents auf ausgebildete Psycholog*innen zugreifen, mit denen sie über regelmäßige Anfeindungen und Probleme sprechen, ohne dafür verurteilt zu werden“, ergänzt der Unternehmer.

Hass im Alltag

Menschen, die die Öffentlichkeit suchen, müssen mit Anfeindungen umgehen können – so die landläufige Meinung. Instagram- und TikTok-Star Tim Kampmann alias twenty4tim erhält derer täglich: „Menschen schreiben mir teilweise arg verstörende Nachrichten. So schlimm, dass ich sie gar nicht zitieren möchte. Cybermobbing ist Realität und das Phänomen gibt es nicht erst seit ein paar Tagen. Ich will allen, die von Mobbing betroffen sind, sagen: Ihr seid gut, so wie ihr seid! Vertraut euch jemandem an, sucht euch Hilfe bei Eltern, Lehrpersonen oder Therapeut*innen. Ihr seid nicht allein!“ Julien Arnold fügt hinzu: „Es ist absolut nicht selbstverständlich für einen jungen Menschen, solch einen Hass zu erfahren, nur weil man in der Öffentlichkeit steht. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, unsere Creator*innen in jeder Lebenslage zu unterstützen und zu schützen.“

Frustration als Trigger für Cybermobbing

Stressforscher Dr. Omar Hahad kennt die Auslöser für ein solches Verhalten: „Auslöser von Mobbing oder zugrundeliegende Frustration und Gewaltbereitschaft sind vielfältig und komplex. Sowohl Erfahrung innerfamiliärer Gewalt, unzureichende Erziehungskompetenz der Eltern, soziale Benachteiligung in der Familie oder allgemeine soziale Konflikte können Auslöser für Mobbing sein.“ Auch erhöhte Mediennutzung, besonders mit gewaltverherrlichenden Inhalten als Trigger, sieht er als Ursache für Cybermobbing.

Das Leid der Opfer

Cyber-Mobbing stellt sich für die Opfer meist schlimmer dar als Mobbing im realen Leben. Zum einen werden Leidtragende in ihrem unmittelbaren persönlichen Umfeld bloßgestellt. Hinzu kommt der digitale Raum, wo Belästigungen oft weitaus globaler, beständiger und für die Betroffenen allgegenwärtig bleiben. Mental Health Expertin Dr. Donya Gilan erläutert: „Die Auswirkungen im Digitalen sind verheerender, weil das Opfer nicht an einen sicheren Ort fliehen kann. Die Onlinekommunikation läuft 24 Stunden, sieben Tage die Woche.“

Der Online-Enthemmungseffekt

Reaktionen wie Gestik oder Mimik als Zeichen der Betroffenheit des Opfers bleiben in der Onlinewelt aus. Das mindert Empathie. In der realen Welt wirkt Mitgefühl häufig als Hemmschwelle, Beleidigungen fortzuführen, wenn die Grenzen des Opfers erkannt wurden [1]. Dem Online-Enthemmungseffekt liegt mangelnde soziale Kontrolle zugrunde. Erhöhte Freizügigkeit von Beleidigungen und Schikanen folgt [2]. Gilan legt dar: „Diese Unsichtbarkeit des Opfers motiviert Täter häufig dazu, Angriffe deutlich weiter zu führen, als sie es in der realen Welt machen würden.“

Erste Hilfe im Akutfall

Verschiedene Möglichkeiten leisten Opfern von Cybermobbing im Akutfall erste Hilfe. „Ein traumatherapeutischer Ansatz kann hilfreich sein“, so Dr. Omar Hahad und fügt hinzu: „Den Mobbing-Opfern wird dabei geholfen, auf der einen Seite die positive Selbstwahrnehmung wieder aufzubauen und auf der anderen Seite das Trauma an sich zu verarbeiten.“ Gilan ergänzt: „Auch kognitiv-verhaltenstherapeutische, lösungsorientierte und mediative Elemente aktivieren das soziale Umfeld und fördern das Gefühl der Gruppenzugehörigkeit.“ Für Täter kommen Aggressions- und Gewalttherapie in Frage. Der Fokus liegt auf der Sensibilisierung und dem Entwickeln von Verständnis für die Tragweite und Folgen ihres Handelns. Gleichzeitig erlernen sie effektive Kommunikationstechniken für Konflikte, Aggressions- und Frustrationsverarbeitung. [3]

Empowerment durch Prävention

Cybermobbing hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt, Aufklärung und Wissen um mögliche Auswege hinken hingegen noch weit hinterher. Stressforscher Dr. Omar Hahad erklärt: „Der respektvolle und sichere Umgang mit den neuen Medien muss thematisiert und geübt werden, um Selbstachtung, Durchsetzungsvermögen, Eigen- und Mitverantwortlichkeit zu unterstützen.“

Über Labs Management

Labs Management gehört zu den führenden Playern der Talent Management-Branche im Bereich Social Media. Die Berliner GmbH verortet sich als Bindeglied zwischen Werbetreibenden und Content Creators. Rund 40 Talente schöpfen seit März 2020 aus einem breiten Portfolio namhafter Kooperationspartnerschaften. Labs Managements authentische Persönlichkeiten bereichern Marken wie Zalando, Amazon oder Maybelline. Geschäftsführer Julien Arnold und Lukas Kuntzsch-Kunow leiten das Business mit erfahrener Hand. Sie profitieren von langjähriger Erfahrung in Start-up-Founding und Content-Entwicklung. Mehr Informationen auf https://labs.management/

Wenn es Ihnen psychisch nicht gut geht, wenden Sie sich an Ihren/Ihre Hausarzt/Hausärztin oder die Kassenärztliche Vereinigung . Zudem stehen Ihnen die Mitarbeiter*innen der Telefonseelsorge rund um die Uhr unter: 08 00/111 0 111 oder 08 00/111 0 222 zur Verfügung.

[1] Katzer, Catarina (2014): Cybermobbing. Wenn das Internet zur W@ffe wird. Berlin Heidelberg: Springer.

[2] Palfrey, J., & Gasser, U. (2008). Generation Internet: Die Digital Natives: Wie sie leben - Was sie denken - Wie sie arbeiten (F. Reinhart & V. Topalova, Trans.; 1st edition). Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG.

[3] Kircaburun, K., Demetrovics, Z., Király, O., & Griffiths, M. D. (2020). Childhood Emotional Trauma and Cyberbullying Perpetration Among Emerging Adults: A Multiple Mediation Model of the Role of Problematic Social Media Use and Psychopathology. International Journal of Mental Health and Addiction, 18(3), 548–566. https://doi.org/10.1007/s11469-018-9941-5

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