Im freien Fall
In meinem Buch „Das Leuchten des Abgrunds“ erzähle ich von meinem oftmals dramatischen Lebensweg und meinem Abgleiten in eine Drogen- und Alkoholsucht. Es zeichnet das schonungslose Bild eines Absturzes und versucht dabei zu ergründen, was die Kräfte waren, die letztlich auf den Weg der Rettung geführt haben. Wenn ich heute neutral, sofern mir das möglich ist, auf diesen Weg zurückblicke, kann ich die Gründe für die destruktive Entwicklung meines Lebens in einem größeren Zusammenhang erkennen und auch verstehen
Seit Jahren war es mir ein Anliegen, ein Buch über meinen Lebensweg und die damit verbundenen Sucht-Erfahrungen zu schreiben. Es wurde Zeit, diese Geschichte zu erzählen, sie im wahren Sinne des Wortes mitzuteilen. Mich nach all den Jahren von ihr zu lösen und alles von mir zu schreiben, bevor ich es nicht mehr kann. Ich wünsche mir, dass dieses Buch die Menschen erreicht. Dass es gelesen wird und dass es Manchem, der an den Klippen des Lebens zu zerschellen droht, Trost spenden und Mut machen kann.
Im Buch verfolgten die Leser die Flucht eines sensiblen Jungen aus einem bedrückenden Elternhaus und begleiten ihn auf seinem Weg durch die Wirren der 50er, 60er und 70er Jahre in Westdeutschland und im Orient. Sie erzählt vom Verlust der einst gehegten Träume, von gescheiterten Beziehungen zu anderen Menschen und letztlich von der Kapitulation vor dem Dämon Alkohol.
Diese Geschichte ist alles andere als schön. Sie ist hart und hoffnungslos und doch manchmal auch ein wenig wunderbar. Dieses rätselhafte, schreckliche und wunderschöne Leben, welches ich wie durch ein Wunder behalten durfte und welches mich das Geschenk des Alters erreichen ließ. Die Dämonen sollen verschwinden, die mich schon so lange begleiten. Die Geschichte erhebt keinen Anspruch auf eine zeitlich korrekte Abfolge der Ereignisse, da diese auch in meiner nachlassenden Erinnerung durcheinander gewürfelt sind. An dieser Stelle noch ein Hinweis an die Leser. Das Buch enthält sowohl Schilderungen sexueller Natur, als auch Szenen gewaltnaher Handlungen. Sollten diese auf manche Menschen verstörend wirken, bitte ich dies meinem Anliegen zuzuschreiben, die Ereignisse meines Lebens so offen und wahrheitsgetreu wie möglich zu schildern.
Seitdem sind fast 50 Jahre vergangen. Ich durfte lernen, anderen Menschen und mir selbst zu vertrauen. Lernen, dass Rausch und Betäubung keine Lösung, kein Ausweg aus den Kümmernissen des Lebens sind. Diese Jahre würden den Stoff für ein weiteres Buch hergeben. Es würde eine lange und erfahrungsreiche Story werden. Eine Geschichte über das Erwachsenwerden, über das Lernen und über die Entwicklung einer fast verlorenen Seele zu einem selbstsicheren Menschen. Ein Buch über Menschen, Begegnungen, Enttäuschungen und Erfolge. Und über die Liebe.
Der Dämon der Sucht sitzt noch auf meiner Schulter. Manchmal versucht er mir einzuflüstern, zu dem alten Leben zurückzukehren. Aber ich habe gelernt, den Teufel in seine Schranken zu weisen. Ich habe die Herrschaft über mein Leben zurück gewonnen und ich bestimme, wo die Reise hingeht. Bisher zumindest. Erst bei meinem letzten Atemzug werde ich wissen, ob ich es geschafft habe.
Ich war 17 Jahre lang Leiter der Suchthilfe SCARABÄUS Hoher Fläming e.V. in Schmerwitz, in der ich meine Erfahrungen an viele Menschen in einer ähnlichen Lebenssituation weitergeben durfte. Noch heute lebe ich in diesem Ort, wo ich als Keramiker und Musiker arbeite.
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Herzlichst Ihr
Thomas Rottenbücher
Spica Verlag GmbH
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