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Pollenstress für alle: Warum selbst Gesunde unter dem Pollenflug leiden
Pollenstress für alle: Warum selbst
Gesunde unter dem Pollenflug leiden
München, 6.5.2026 – Nase dicht, Augen gereizt, Konzentration nur noch im Keller möglich – und das ohne Allergie? Was viele bislang für Einbildung hielten, ist wissenschaftlich belegt: Pollen können auch das Immunsystem gesunder Menschen beeinträchtigen. Gleichzeitig wird die Pollensaison durch den Klimawandel immer länger und intensiver.
Studien zeigen, dass Pollen die antivirale Immunabwehr in der Nasenschleimhaut abschwächen können – selbst bei Menschen ohne Allergie.
Klimawandel verschärft die Lage
Internationale Daten belegen: Bäume wie Birke und Erle blühen heute ein bis zwei Wochen früher als noch vor 30 Jahren, die Pollensaison ist zudem deutlich intensiver – mit bis zu 20 Prozent höheren Pollenmengen.
Eva Puchtinger, Chefredakteurin von kraut&rüben, erklärt: „Wir beobachten seit Jahren, dass sich der Rhythmus im Garten deutlich verschiebt. Pflanzen blühen früher, länger und teilweise sogar ein zweites Mal – das verlängert auch die Zeit, in der Menschen unter Pollen leiden.“
Entscheidend ist die Art der Pollen
Nicht alle Pollen sind gleich problematisch. Entscheidend ist, wie Pflanzen bestäubt werden:
- Windbestäuber wie Hasel, Erle, Birke oder Gräser produzieren große Mengen leichter Pollen, die sich über weite Strecken verbreiten und in die Atemwege gelangen.
- Insektenbestäuber hingegen bilden größere, klebrige Pollen, die an Bienen und andere Insekten gebunden sind und deutlich seltener eingeatmet werden.
Puchtinger ordnet ein: „Für Allergiker sind vor allem die Windbestäuber ein Problem. Pflanzen, die von Insekten bestäubt werden, spielen dagegen in der Regel eine viel geringere Rolle.“
Kaum noch pollenfreie Zeiten
Der klassische Pollenkalender gerät zunehmend aus dem Takt. Bereits im Winter können Hasel und Erle aktiv sein, im Sommer dominieren Gräser, im Herbst verlängern invasive Arten wie Ambrosia die Saison zusätzlich. Für viele Menschen bedeutet das: Es gibt kaum noch Phasen ohne Beschwerden.
Chefredakteurin Puchtinger sagt dazu: „Früher gab es klar abgegrenzte Pollenzeiten – heute verschwimmen diese Phasen immer mehr. Für viele fühlt es sich an, als gäbe es kaum noch eine echte Pause.“
Was jetzt hilft: Verhalten anpassen
Auch wenn sich der Pollenflug nicht vermeiden lässt, können einfache Maßnahmen die Belastung im Alltag reduzieren:
- Auf regionale Pollenflug-Vorhersagen achten – sie funktionieren wirklich.
- Abends die Haare waschen, um Pollen zu entfernen.
- Innenräume durch regelmäßiges Staubsaugen sowie Pollenschutzgitter an den Fenstern so belastungsarm wie möglich halten.
Puchtinger rät: „Man kann den Pollen nicht aus dem Weg gehen – aber man kann lernen, besser damit umzugehen. Schon kleine Anpassungen im Alltag machen oft einen großen Unterschied.“
Naturnah gärtnern bleibt wichtig
Ein naturnaher Garten und der Schutz von Insekten stehen dabei nicht im Widerspruch zum Umgang mit Pollenbelastung. Vielmehr kommt es darauf an, die Unterschiede zwischen den Pollenarten zu verstehen und gezielt darauf zu reagieren.
Eva Puchtinger, Chefredakteurin von kraut&rüben, steht als Ansprechpartnerin für Interviews, Hintergrundgespräche und praktische Einschätzungen rund um Pollenflug, Garten und Klimaanpassung zur Verfügung. kraut&rüben ist eine Medienmarke des dlv – Deutscher Landwirtschaftsverlag.
Über kraut&rüben
Seit über 40 Jahren begleitet kraut&rüben Menschen durch den Bio- und Naturgarten, die Freude am Säen, Pflanzen, Ernten und Staunen haben. Mit jahrzehntelanger Erfahrung im Gepäck und viel Leidenschaft füllt die Redaktion Monat für Monat die Kanäle von kraut&rüben mit grünem Leben. Sie hat jeden erdenklichen Tipp parat, wie gesundes Gemüse reift, aromatische Kräuter sprießen und Obstgehölze voll köstlicher Früchte hängen. Und die ExpertInnen wissen, wie der Garten zum Lebensraum für alle wird: indem wir uns die Natur zum Vorbild nehmen. Die weiß schließlich am besten, was blühen muss und welche Rückzugsorte wichtig sind, damit Insekten, Igel, Vögel und andere Wildtiere ein Zuhause finden.
kraut&rüben ist eine Medienmarke des Deutschen Landwirtschaftsverlags.
Über Deutscher Landwirtschaftsverlag GmbH
dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag gehört zu den Top-10 Fachverlagen in Deutschland. Rund 400 Mitarbeiter erwirtschaften mit mehr als 40 Print- und Online-Medien zu Land- und Forstwirtschaft, Jagd und Landleben über 80 Mio. Euro Umsatz im Jahr. Damit ist dlv europaweit eines der erfolgreichsten Medienhäuser rund um die Themen Landwirtschaft und Natur. Das medienübergreifende Portfolio reicht von Fachzeitschriften und Special Interest Magazinen über Online-Portale, Online-Shops und mobile Apps bis hin zu Veranstaltungen und Marktforschung. Über unsere Beteiligungen ist dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag unter dem Leitgedanken „think global, act local“ in insgesamt 20 Ländern Europas und in Nordamerika aktiv.
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Chefredakteurin kraut&rüben
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