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Auch gegen Flacht keine Punkte

Auch gegen Flacht keine Punkte
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Welch eine Jubeltag im baden-württembergischen Weissach! Die Binder Blaubären TSV Flacht erzielten im 14. Spiel der 1. Volleyball Bundesliga Frauen ihre ersten Heimpunkte überhaupt – und dann gleich drei, weil der (bis dato) Tabellenletzte dem favorisierten VC Wiesbaden über 98 Minuten hinweg den Schneid abgekauft hatte.

Mehr Informationen finden Sie in der folgenden Pressemeldung. Den Downloadlink zu einem druckfähigen Foto finden Sie am Ende der E-Mail.

Sportliche Grüße aus Wiesbaden

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Auch gegen Flacht keine Punkte

Die von Chefcoach Tigin Yağlioğlu und den Co’s Christian Sossenheimer und Marcel Frisch betreuten Hessinnen mussten nach dem überraschenden 1:3 (25:21, 23:25, 21:25, 19:25) ratlos und mit hängenden Köpfen die Heimreise antreten, ebenso wie die rund 30 mitgereisten Fans, die zuvor lautstarken Support geleistet hatten. Bitter, hatte man doch nach den Niederlagen gegen den Dresdner SC und Schwarz-Weiß Erfurt ein Stück weit Wiedergutmachung leisten und sich selbst wieder aufbauen wollen für die kommenden schweren Partien.

Nur schwer zu erklären: Die Hessinnen wiesen eine bessere Angriffsquote (46%) auf als die Gastgeberinnen (40%) und sie erzielten in Summe nur einen Punkt weniger als Flacht (70/71). Die Mittelblockerinnen Laura Broekstra und Marlene Rieger machten beachtliche 15 bzw. 6 Punkte. Auch Diagonale Jimena Fernández Gayoso war dieses Mal emsig unterwegs (23). Aber weil es auch an diesem Abend leider erneut in Sachen Annahme, Abwehr, Service und dann zuweilen auch an der Abstimmung haperte, ebnete man somit den Blaubärinnen den Weg zu ihrem größten Vereinstriumph. Und dieser war wohlverdient. In der Flacht-Truppe hatte sich bereits nach dem ersten knapp verlorenen Satz jede Menge Adrenalin aufgebaut. Die Mannschaft von Manuel Hartmann merkte zu diesem Zeitpunkt: Der VCW ist verletzbar. Und das sollte sich bewahrheiten.

Einer der Gründe für die Verunsicherung der Hessinnen, wenn auch keine Entschuldigung, war die erneute Umstellung auf der Libera-Position. Lilly Bietau, die derzeit die länger verletzte Rene Sain vertritt, war selbst nur eingeschränkt spielfähig. Ins blaue Sondertrikot war überraschend die etatmäßige Außenangreiferin Dagmar Boom geschlüpft. Erstmals im Kader, aber ohne Einsatz: Libera-Talent Emma Burda (Jahrgang 2004), die am Abend zuvor im Spiel des VCW 2 gegen die AllgäuStrom Volleys Sonthofen wieder einmal als beste Spielerin gekürt wurde. Rene Sain – zur Unterstützung mitgereist – musste ebenso live miterleben, wie ihre Mannschaftskameradinnen erneut nach einem ersten gewonnenen Satz den positiven Trend nicht fortzuschreiben vermochten.

Der Widerstand kam eingeschränkt, die Lösungen waren einfallslos, auch wenn der Wille durchaus da war. Der euphorisierten Blaubärinnen agierten indes zu keinem Zeitpunkt wie ein Liga-Schlusslicht. Entschlossen zogen sie ihr Ding durch und sorgten so für ein „historisches Ereignis“, wie der Hallensprecher stolz verkündete. Lohn war auch der Hupfer auf den zehnten Tabellenplatz. Mit zwei Siegen hat Flacht die Laterne an die ETV Hamburger Volksbank Volleys weitergereicht.

Der tapferen VCW-Mittelblockerin Laura Broekstra blieb am Ende die silberne MVP-Medaille, die sich aber ob der deftigen Niederlage wie Blech angefühlt haben dürfte. Schade! Gold ging an Flachts Außenangreiferin Hanne Binkau. Und auch Frauke Neuhaus, ehemals im VCW-Trikot spielend, zeigte sich von ihrer besten Seite mit guten 18 Punkten.

Die Geschichte zum Match

Erster Satz: 1:0 (25:21)

Der VCW erwischte den besseren Start und ging rasch mit 5:1 in Führung, darunter mit zwei Punkten in Folge von Laura Broekstra. Die Gastgeberinnen reduzierten aber ihre anfängliche Fehlerquote schnell. Die Hessinnen zeigten sich überrascht und agierten nun weniger konsequent (13:11). Beim 15:16 lagen die Blaubärinnen dann erstmals in Front – ein Weckruf für den VCW, der sich schüttelte und auf 20:17 stellte. Sicherheit gab das indes noch nicht. Tigin Yağlioğlu nahm beim 23:21 eine Auszeit. Die Ansage half ... die restlichen benötigten Punkte zum Satzgewinn erledigten Laura Broekstra und Cayetana López Rey.

Zweiter Satz: 1:1 (23:25)

Nun erwischte Flacht den VCW auf dem falschen Fuß – beim 0:4 mussten die Yağlioğlu-Schützlinge wieder an die Seitenlinie. Laura Broekstra machte den ersten Wiesbadener Punkt beim 1:7. Die Blaubärinnen berauschten sich ungehindert weiter (4:12, 4:14) und ihre Crowd schunkelte in der Heckengäusporthalle. Alle hessischen Elemente waren out of order! Dann aber ein Zwischenhoch des VCW auf 11:17 und eine Aufholjagd, die an Spannung kaum zu überbieten war (21:22). Die ersten Satzbälle wehrte Wiesbaden zwar noch ab, aber weil die Chancen im Angriff ungenutzt blieben, konnte Flacht den ersten Satzgewinn überhaupt in eigener Halle für sich verbuchen. Gratulation!

Dritter Satz: 1:2 (21:25)

Die Gastgeberinnen marschierten weiter couragiert voran. Wiesbaden hatte keine mutmachenden Lösungen (Eigen- und Aufschlagfehler; 7:14). Flacht sah die vielen Lücken und traf punktgenau aufs Parkett (13:19). Marlene Rieger verkürzte mit einem Blockpunkt noch auf 15:19. Dann ein VCW-Aufschlagfehler zum falschen Zeitpunkt (15:20) und kurz darauf ein feiner Blaubärinnen-Cross-Ball zum 17:21. Mit einem weiteren Service-Fehler bescherte der VCW dem Gegner vier Satzbälle. Nur der erste wurde abgewehrt. Flacht hatte sich nun schon zwei Punkte geschnappt ... Die Halle kochte.

Vierter Satz: 1:3 (19:25)

Nun ging es mehrfach über Einstand (5:5, 7:7), ehe sich die Gastgeberinnen wieder absetzten (13:16). Wiesbaden punktete zwar, aber im Angesicht der drohenden Niederlage fehlte es an Mumm und Ideen (17:23). Zwei Matchbälle wehrten die Gäste noch ab, dann war Schluss. Drei Punkte gingen somit an den neuen Tabellenzehnten – und das redlich verdient.

Der VCW (Siebter) weist nach den letzten drei Spielen eine 0:9-Bilanz auf und muss sich in den kommenden 14 Tagen ernsthaft hinterfragen. Am 14.2.2026 geht es in eigener Halle am Doppelspieltag (mit der D2) weiter gegen den Tabellenzweiten VfB Suhl Lotto Thüringen.

(Text: Sabine Ursel)

VCW-Kader + Statistik

Zuspiel: Sanne Konijnenberg (Niederlande; 3), Hanna Weinmann – Außenangriff: Pleun van der Pijl (Niederlande; 6), Cayetana López Rey (Spanien; 13), Jovana Dordević (3) – Mittelblock: Laura Broekstra (15), Hannah Clayton (USA; 1), Marlene Rieger (6) – Diagonal: Jimena Fernández Gayoso (Spanien; 23) – Libera: Dagmar Boom (Niederlande), Lilly Bietau, Emma Burda

STATEMENTS

VCW-Chefcoach Tigin Yağlioğlu: „Ein Spiel, das wir extrem verkrampft begonnen, aber dennoch dominant im ersten Satz beendet haben. Im zweiten gab es sechs Annahmefehler und nur einen Angriffsfehler – den aber zu einem heiklen Zeitpunkt zum Ende hin. Die Chancen zum Ausgleich haben wir nicht genutzt. Im dritten Abschnitt kam dann vieles zusammen: elf Angriffsfehler, einige glückliche Bälle für Flacht und Entscheidungen gegen uns. Im vierten gab es dann wieder zu viele individuelle Fehler, mit denen wir uns den Stecker gezogen haben. Flacht war im Flow. Ich hoffe, dass unser Team an Spieltagen wieder zum nötigen Selbstbewusstsein findet.“

Laura Broekstra: „Es fällt sehr schwer, nach diesem Spiel Wort zu finden. Es tut mir leid – für unsere mitgereisten Fans, aber auch für das Trainer-Team. Wir investieren alle so viel im Training, aber schaffen es dann einfach nicht, uns dafür im Spiel zu belohnen. Es kommen jetzt einige harte Spiele auf uns zu. Wir müssen den Leuten und auch uns zeigen, dass wir es können.“

TERMINE

3. VCW-Doppelspieltag

Wiesbaden, Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit

14.2.2026 (Samstag)

17:15 Uhr: VCW (Profis) – VfB Suhl Lotto Thüringen

20:15 Uhr: VCW 2 – SSC Freisen

21.2.2026 (Samstag)

19:30 Uhr: USC Münster – VCW

Münster, Sporthalle Berg Fidel

4.3.2026 (Mittwoch)

19:30 Uhr: Allianz MTV Stuttgart – VCW

Stuttgart, SCHARRena

7.3.2026 (Samstag)

18:30 Uhr: VCW – SSC Palmberg Schwerin

Wiesbaden, Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit

14.3.2026 (Samstag)

18:00 Uhr: ETV Hamburger Volksbank Volleys

Hamburg (Stadtteil Neugraben), CU Arena

In den anschließenden Playoffs (21.3. bis 2.5.2026) wird der Deutsche Meister ermittelt.

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Der 1. Volleyball-Club Wiesbaden e.V. wurde 1977 gegründet und ist spezialisiert auf Frauen- und Mädchenvolleyball. Die professionelle Damen-Mannschaft ist seit 2004 ohne Unterbrechung in der 1. Volleyball Bundesliga Frauen vertreten und spielt ihre Heimspiele in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit, im Herzen der hessischen Landeshauptstadt. 
Die bislang größten sportlichen Erfolge des VC Wiesbaden sind national die Deutsche Vizemeisterschaft (Saison 2009/2010), der Einzug ins DVV-Pokalfinale (2012/2013 und 2017/2018) sowie international der Einzug ins Europapokal-Halbfinale des CEV Volleyball Challenge Cup 2024. Erfolgreiche Nachwuchsarbeit ist DNA des VCW. Aktuell bestehen über 30 Nachwuchs-Teams, die in den vergangenen Jahren zahlreiche Titel bei überregionalen Volleyball-Meisterschaften sowie im Beachvolleyball erkämpften. Als Auszeichnung dafür erhielt der VC Wiesbaden im Jahr 2016 das „Grüne Band“ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Der VC Wiesbaden ist Lizenzgeber der unabhängigen VC Wiesbaden Spielbetriebs GmbH, die die Erstliga- und Zweitliga-Mannschaft stellt. Der Verein ist zudem Mitglied der Volleyball Bundesliga (www.volleyball-bundesliga.de) sowie des Hessischen Volleyballverbands (www.hessen-volley.de). Das Erstliga-Team wird präsentiert von dem Platin-Lilienpartner ESWE Versorgung (www.eswe.com).

Mit der strategischen Initiative „VCW@2030 – Home for Female Professionals“ verfolgt der Club eine klare Vision: Der VC Wiesbaden will zu einer der führenden Talentschmieden im deutschen Frauenvolleyball werden und gleichzeitig ein Umfeld schaffen, in dem talentierte Sportlerinnen zu starken Persönlichkeiten heranwachsen. Im Mittelpunkt der Strategie stehen sportliche Exzellenz, wirtschaftliche Stabilität, professionelle Strukturen sowie die enge Verzahnung von Profi- und Nachwuchsbereich. Die Ergänzung der sportlichen Talentschmiede um den Bereich Female Growth wird ausgewählte Spielerinnen mit Modulen rund um Ausbildung, Karriereentwicklung, soziale Kompetenz und regionale Vernetzung unterstützen und so eine umfassende Entwicklungs-Plattform für die besten Talente im Frauen-Volleyball bieten.

Text- und Bildmaterial stehen honorarfrei zur Verfügung – beim Bild gilt Honorarfreiheit ausschließlich bei Nennung des Fotografen. Weitere Pressemitteilungen und Informationen unter: www.vc-wiesbaden.de

Weiteres Material zum Download

Dokument:  PM_Nachbericht Flacht_VCW_2-2-2026.docx
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