HSBC Deutschland

HSBC Deutschland gewinnt Marktanteile und steigert den Ertrag (Vorläufiges Ergebnis)

Gebäude der Geschäftsbank HSBC Deutschland auf der Königsallee in Düsseldorf. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/14566 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/HSBC Deutschland"

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Düsseldorf (ots) -

   - Operative Erträge legen um 7,4 % auf 774,8 Mio. Euro zu
   - Jahresüberschuss vor Steuern steigt auf 229,9 Mio. Euro (217,4 
     Mio. Euro)
   - Provisionsüberschuss erhöht sich auf 474,7 Mio. Euro (441,2 Mio.
     Euro)
   - Kernkapitalquote 12,3 % 

Der HSBC Trinkaus & Burkhardt-Konzern ("HSBC Deutschland") hat seine erfolgreiche Geschäftsentwicklung im Jahr 2016 fortgesetzt. In einem schwierigen Umfeld hat die Bank weitere Marktanteile hinzugewonnen und den Ertrag gesteigert. Die Bank hat im Geschäftsjahr 2016 ein Vorsteuerergebnis von 229,9 Mio. Euro (Vorjahr: 217,4 Mio. Euro) erzielt. Dies bedeutet einen Anstieg um 12,5 Mio. Euro oder 5,7 % und entspricht der Prognose aus dem Vorjahr. Der Jahresüberschuss beträgt 155,5 Mio. Euro und liegt damit um 2,2 % beziehungsweise 3,4 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 152,1 Mio. Euro.

"Wir haben unsere Wachstumsstrategie mit neuem Fokus erfolgreich umgesetzt", sagt Carola von Schmettow, Vorstandssprecherin von HSBC Deutschland. "Unseren Erfolg verdanken wir dem ungewöhnlich hohen Anteil des Provisionsgeschäfts in allen Kundensegmenten, der komfortablen Eigenkapitalausstattung - und unserer Positionierung als Leading International Bank im deutschen Markt."

Das stärkste Wachstum erzielte die Bank im Geschäftsjahr 2016 im Segment Global Banking & Markets. So konnte sie ihre Relevanz im Eventgeschäft und bei der Kapitalmarktfinanzierung deutscher Unternehmen deutlich ausbauen, wie der kräftige Anstieg bei den Kreditprovisionen für die Finanzierung sehr großer Unternehmensübernahmen belegt, so zum Beispiel in der Unterstützung von Bayer bei der Finanzierung der Übernahme von Monsanto. "Dieser Erfolg spricht für die Leistungsfähigkeit des HSBC-Netzwerks und die Kapitalkraft der HSBC-Gruppe", so von Schmettow. Auch im Fixed Income-Bereich konnte HSBC Deutschland 2016 weiteren Boden gut machen; sie zählt heute zu den Top 3-Banken für das Geschäft mit Zinsprodukten in Deutschland.

Ähnlich kräftig voran ging es dank der technologisch führenden Systeminfrastruktur im Geschäft mit Wertpapierdienstleistungen: Das Volumen der Depotbank / Verwahrstelle stieg um 14 % auf 156 Mrd. Euro. In der Fondsadministration sammelte HSBC INKA mehr als 20 Mrd. Euro ein; die Master-Kapitalverwaltungsgesellschaft verwaltete damit Ende 2016 rund 190 Mrd. Euro.

Das Segment Commercial Banking profitierte vor allem von einer erneuten, überwiegend volumensbedingten Ausweitung der Zins- und Provisionserlöse im Kredit- und Devisengeschäft. Sie reichte aus, das rückläufige Zinsergebnis aus Sichteinlagen infolge der Geldpolitik der EZB sowie die Aufstockung der Risikovorsorge zu übertreffen. Damit verstetigt sich der Erfolg der Wachstumsstrategie im Firmenkundengeschäft. Dem Segment Private Banking & Asset Management gelang es nicht, die margenbedingt rückläufigen Zinsergebnisse aus Sichteinlagen durch wachsende Provisionsergebnisse aufzufangen. Vor allem das Geschäft mit den vermögenden Privatkunden litt unter der Zurückhaltung im ersten Halbjahr angesichts hoher Unsicherheit an den Kapitalmärkten und unter den negativen Zinsen.

Dass das Wachstum im Kundengeschäft gelingt, zeigt erneut der Provisionsüberschuss, der in der Bank mit rund 60 % traditionell den größten Anteil am operativen Ergebnis hat. Er legte um 7,6 % auf 474,7 Mio. Euro zu. Der Zinsüberschuss hat sich aufgrund deutlich gewachsener Erträge im Kundenkreditgeschäft um 4,8 % auf 211,4 Mio. Euro verbessert. Das ist bemerkenswert, da die Belastungsfaktoren zugenommen haben. Sie reichen von den negativen Zinsen auf die Überschussliquidität bis hin zu weiter rückläufigen Zinseinnahmen aus den Wertpapierbeständen der Liquiditätsreserve.

Das bilanzielle Eigenkapital beträgt 2.240,0 Mio. Euro (plus 14,9 %). Die Eigenkapitalquote legte um 1,8 Prozentpunkte auf 14,4 % zu. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Aufnahme zusätzlichen Kernkapitals (AT1) im Dezember 2016 in einem Gesamtnennbetrag von 235,0 Mio. Euro. Der Emissionserlös soll das Wachstum der Bank im Einklang mit den regulatorischen Vorgaben halten. "Dank der verbesserten Kapitalausstattung können wir den Ausbau der Marktanteile in allen Geschäftsbereichen konsequent vorantreiben", sagt von Schmettow. Die Kernkapitalquote betrug per Ende 2016 12,3 % (plus 2,0 Prozentpunkte). Die Eigenkapitalrendite vor Steuer hat sich, wie in der Prognose des Vorjahres erwartet, oberhalb der 10 Prozent-Marke gehalten und beträgt 11,8 % (Vorjahr: 11,7 %).

Ausblick

Die Bank geht in ihrem Basisszenario mit verhaltenem Optimismus in das Jahr 2017. Sie wird den eingeschlagenen Weg des ertragsorientierten Wachstums fortsetzen. Darüber hinaus investiert sie kräftig in die IT-Infrastruktur, mit dem Ziel sich zukunftsfähig aufzustellen und ihre Plattformen für die Wertpapierinfrastruktur noch weiter zu stärken. Dazu zählen die Transaktionsabwicklung, die Depotbankfunktion sowie die Fondsadministration.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Der Zinsüberschuss beträgt 211,4 Mio. Euro (angepasstes Vorjahr: 201,7 Mio. Euro) und ist damit um 9,7 Mio. Euro oder 4,8 % angestiegen. Der Änderung in der internen Steuerung der Bank folgend weist die Bank Zinsen aus Geldmarktgeschäften (Balance Sheet Management) ab diesem Geschäftsjahr im Zinsergebnis und nicht mehr im Handelsergebnis aus. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Die Anpassung der Vorjahreszahlen führte zu einer Erhöhung im Zinsergebnis in Höhe von 24,2 Mio. Euro sowie einer entsprechenden Reduzierung im Handelsergebnis.

Nach Aufwendungen für die Risikovorsorge im Kreditgeschäft im Vorjahr in Höhe von 0,2 Mio. Euro betragen diese im Geschäftsjahr 4,4 Mio. Euro. Bei den Einzelwertberichtigungen ergaben sich Neubildungen von 12,7 Mio. Euro sowie Auflösungen von 8,3 Mio. Euro. Aus Eingängen auf abgeschriebene Forderungen erzielte die Bank Erträge in Höhe von 0,3 Mio. Euro. Bei den Portfoliowertberichtigungen ergab sich eine Nettozuführung von 0,3 Mio. Euro. Die Bank hält weiterhin an ihrer konservativen Ausrichtung bei der Beurteilung von Ausfallrisiken fest. Der Risikovorsorgebedarf ist damit im Vergleich zum sehr niedrigen Vorjahreswert, wie prognostiziert, höher ausgefallen.

Den Provisionsüberschuss konnte die Bank erneut um beachtliche 7,6 % oder 33,5 Mio. Euro auf 474,7 Mio. Euro (Vorjahr: 441,2 Mio. Euro) steigern. Dieser Anstieg demonstriert die Stärke der Bank im Ausbau des Kundengeschäfts und die damit verbundenen Gewinne von Marktanteilen.

Das Handelsergebnis hat sich um 3,6 Mio. Euro auf 78,7 Mio. Euro erhöht (angepasstes Vorjahr: 75,1 Mio. Euro). Nach den außergewöhnlichen Marktverwerfungen an den Rentenmärkten im zweiten Quartal des Vorjahres konnten wir in 2016 das Ergebnis mit Renten, Geldmarktgeschäften und Zinsderivaten wieder deutlich verbessern. Nach Bereinigung des Vorjahreswerts um die Zinsen aus Geldmarktgeschäften steigerten wir das Ergebnis von 6,1 Mio. Euro auf 27,1 Mio. Euro. Das Ergebnis aus dem Handel mit Aktien und Aktienderivaten in Höhe von 38,3 Mio. Euro im Vergleich zu 49,1 Mio. Euro im Vorjahr ist deutlich zurückgegangen. Neben dem Einbruch der Aktienmärkte zu Beginn 2016 haben besonders der Brexit und der Wahlkampf in den USA zu einer dauerhaften Verunsicherung der Investoren geführt, was sich auch in den geringeren Geschäftsvolumina bei Anlagezertifikaten widerspiegelt. Dieser Effekt konnte entgegen vergangener Jahre aufgrund nur kurzfristiger Volatilitätsspitzen in einem ansonsten meist seitwärts verlaufenden Markt nicht durch ein vermehrtes Interesse in Trading-Produkten kompensiert werden. Vor dem Hintergrund des weiterhin hohen Absicherungsbedarfs unserer Kunden gegen Devisenkursschwankungen im aktuell volatilen Devisenmarktumfeld steigerten wir das Ergebnis des Devisenhandels um 2,2 Mio. Euro auf 9,9 Mio. Euro. Das Ergebnis aus den Derivaten des Bankbuchs ist deutlich um 9,4 Mio. Euro auf 2,3 Mio. Euro zurückgegangen. Das Vorjahresergebnis hatte erheblich von der starken Wechselkursabschwächung des Euro gegenüber dem US-Dollar profitiert.

Beim Verwaltungsaufwand ist ein Anstieg um 37,5 Mio. Euro oder 7,1 % von 530,4 Mio. Euro auf 567,9 Mio. Euro zu verzeichnen. Der Zuwachs an Mitarbeitern infolge der Wachstumsstrategie macht sich neben den allgemeinen Gehaltssteigerungen im Anstieg des Personalaufwands um 19,3 Mio. Euro auf 355,4 Mio. Euro bemerkbar. Darüber hinaus führte die Anpassung des Wachstumsplans (Strategie "Germany 2020") und die damit verbundene Fokussierung auf qualitatives Wachstum im Vergleich zum Vorjahr zu höheren einmaligen Personalaufwendungen. Die anderen Verwaltungsaufwendungen haben sich um 21,3 Mio. Euro auf 195,6 Mio. Euro erhöht. Dieser Anstieg ist unter anderem auf die hohen einmaligen Aufwendungen für die beschleunigte Umsetzung der Global Standards der HSBC-Gruppe zurückzuführen, die dabei helfen werden, Finanzkriminalität besser zu bekämpfen und eine starke nachhaltige Beziehung zu den Kunden auf- beziehungsweise weiter auszubauen. Insgesamt beträgt die Aufwand-Ertrag-Relation 70,8 % (Vorjahr: 70,9 %) und entspricht der Prognose des Vorjahres mit knapp über 70 %.

Das Ergebnis aus Finanzanlagen steigerte die Bank um 9,9 Mio. Euro auf 24,9 Mio. Euro (Vorjahr: 15,0 Mio. Euro). Gewinnen aus dem Abgang von Wertpapieren sowie aus Zuschreibungen auf Wertpapiere standen sehr geringe Abschreibungen auf Beteiligungen im Immobilienbereich sowie auf Wertpapiere gegenüber.

Die Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag 23,1 Mrd. Euro nach 21,7 Mrd. Euro im Vorjahr und ist damit um 1,4 Mrd. Euro angestiegen. Die Kundeneinlagen stellen nach wie vor die wichtigste Refinanzierungsquelle der Bank dar. Zum Stichtag machten sie mit 13,6 Mrd. Euro (Vorjahr: 12,9 Mrd. Euro) 59,0 % der Bilanzsumme aus. Die Bank wertet die Höhe der Einlagen als klares Bekenntnis ihrer Kunden zu ihrer soliden Geschäftspolitik und ihrer hohen Bonität. Die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG verfügt als Teil der HSBC-Gruppe über das Fitch-Rating "AA- (Stable)".

Das endgültige Geschäftsergebnis 2016 wird voraussichtlich am 27. April 2017 veröffentlicht.

ÜBER HSBC DEUTSCHLAND

HSBC Deutschland ist Teil der HSBC-Gruppe, einer der führenden Geschäftsbanken der Welt. Sie ist die "Leading International Bank" und verfügt über ein Netzwerk in mehr als 70 Ländern weltweit, die für über 90 Prozent der Weltwirtschaftsleistung stehen. Kunden von HSBC Deutschland sind Unternehmen, institutionelle Kunden, der öffentliche Sektor und vermögende Privatkunden. Die Bank, die als HSBC Trinkaus & Burkhardt AG firmiert, steht für Internationalität, umfassende Beratungskompetenz, große Platzierungskraft, erstklassige Infrastruktur und Kapitalstärke. Die Note "AA- (Stable)" ist das beste Fitch-Rating einer privaten Geschäftsbank in Deutschland. HSBC Deutschland wurde im Jahr 1785 gegründet und beschäftigt in Düsseldorf und an elf weiteren Standorten mehr als 2.800 Mitarbeiter.

Pressekontakt:

Robert von Heusinger
Telefon +49 211 910-1664
robert.heusinger@hsbc.de

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