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Deutsches Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung DIVA

Deutscher Altersvorsorge-Index Frühjahr 2026 (DIVAX-AV): Persönliche Beratung gefragt und notwendig

Deutscher Altersvorsorge-Index Frühjahr 2026 (DIVAX-AV): Persönliche Beratung gefragt und notwendig
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Frankfurt am Main (ots)

  • Persönliche Beratung in der Breite der Bevölkerung gewünscht
  • Altersvorsorgereformgesetz positiv, aber mit Fragezeichen
  • Insbesondere Geringverdiener benötigen Unterstützung

Die aktuelle Umfrage zum Altersvorsorge-Index (DIVAX-AV) des Deutschen Instituts für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA) macht deutlich: 65 % der Befragten wünschen sich persönliche Beratung. Befragt werden turnusmäßig rund 2.000 Personen zu ihrer Haltung zur Altersvorsorge. "Altersvorsorge ist ein komplexes Thema, das viele Menschen überfordert. Die Konsequenz ist dann oft: "Nichts-Tun". Aber genau das ist falsch. Denn bei den wenigsten wird die gesetzliche Rente ausreichen, und nicht alle haben Vermögen. Deshalb ist es so wichtig, dass es Finanzberater gibt, die die Menschen aus ihrer Passivität holen und bei der Einrichtung der Verträge helfen", kommentiert Prof. Dr. Oliver Schellenberger, Wissenschaftlicher Direktor des DIVA.

Altersvorsorgereformgesetz verkennt Notwendigkeit von Beratung

Kritisch ist bei diesem empirischen Befund das gerade verabschiedete Altersvorsorgereformgesetz zu sehen. Dazu Norman Wirth, Geschäftsführender Vorstand des AfW Bundesverband Finanzdienstleistung, einer der Trägerverbände des DIVA: "Mit dem Gesetz hat sich die Palette förderungsfähiger Produkte deutlich verbreitert. Das Thema Altersvorsorge wird deshalb noch komplexer. Das Standardprodukt einschließlich des staatlichen Angebotes soll aber ohne Beratung auskommen, zumal diese mit dem rigiden Kostendeckel auch gar nicht finanzierbar ist. Und mit dem Zillmerverbot werden die Möglichkeiten für eine angemessene Vergütung eher erschwert. So gelungen das Gesetz sonst ist, in diesem Punkt liegt die Politik einfach falsch, wenn zwei Drittel der Menschen auf Beratung angewiesen sind".

Alarmierender Trend

Ob mit den neuen Fördermöglichkeiten private Altersvorsorge wirklich mehr Breite und Tiefe bekommen wird, muss sich zeigen. Die DIVA-Befragung lässt Zweifel aufkommen: 58,2 % der Befragten gaben an, wegen der stark gestiegenen Preise weniger in die Altersvorsorge investieren zu können. "Es ist erfreulich, dass die Politik das bisher sehr komplizierte Zulagenverfahren stark vereinfacht hat. Mit ihm werden die Menschen motiviert, mehr fürs Alter zurückzulegen, denn für jeden zurückgelegten Euro mehr gibt es mehr Förderung. Misslich ist allerdings, dass das neue System gerade für Geringverdiener schlechter ist. Der Mindestbeitrag wurde von 5 auf 10 Euro verdoppelt, und bei niedrigen Beiträgen und mit Kindern gab es im alten Sytem höhere Förderung", so Schellenberger.

Auf die Berater kommt es an

Gerade Geringverdiener wären aber diejenigen, die zusätzlich vorsorgen müssten, denn niedrige Einkommen korrespondieren zwangsläufig mit niedrigen Renten. Es fehlt ihnen aber meistens am Geld dafür. "Auch hier spielen die Berater der Finanzwirtschaft wieder eine immens wichtige Rolle. Denn zu einer umfassenden Finanzberatung gerade bei Menschen mit niedrigen Einkommen gehört immer auch, die monatlichen Ausgaben genau zu überprüfen und nach Einsparmöglichkeiten zu suchen, die dann Mittel freisetzen für Ersparnisse und Altersvorsorge. Allein schon Dispozinsen und Abofallen sind Anlass genug, in der Beratung zuerst die Ausgabenseite zu durchleuchten. Und die Menschen sind sehr dankbar dafür", resümiert Wirth.

Die Umfrage ist Teil der aktuellen Frühjahrs-Ausgabe des Deutschen Altersvorsorge-Index (DIVAX-AV) und wurde im Auftrag des DIVA von INSA-CONSULERE durchgeführt. Befragt wurden ca. 2.000 Personen in Deutschland. Alle Ergebnisse sind auf der Website des DIVA zu finden.

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DIVA - Deutsches Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung

Das Deutsche Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA) in Frankfurt am Main ist ein An-Institut der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) und versteht sich als Meinungsforschungsinstitut für finanzielle Verbraucherfragen. Es wird von vier namhaften Vermittlerverbänden getragen: dem Bundesverband Finanzdienstleistung AfW, VOTUM, dem Bundesverband Deutscher Vermögensberater (BDV) und dem Bundesverband der Assekuranzführungskräfte VGA. Die Wissenschaftliche Leitung liegt bei FHDW-Professor Dr. Oliver Schellenberger.

Deutscher Geldanlage-Index (DIVAX-GA); Deutscher Altersvorsorge-Index (DIVAX-AV)

Im Rahmen seines Forschungsspektrums veröffentlicht das DIVA jeweils zweimal jährlich den Deutschen Geldanlage-Index (DIVAX-GA) und den Deutschen Altersvorsorge-Index (DIVAX-AV), die das Meinungsklima der Menschen in Deutschland in diesen Finanzthemen messen. Sie werden ergänzt durch Sonderbefragungen zu Themen der Vermögensbildung und Alterssicherung, häufig mit Unternehmenspartnern. Veröffentlichungen des DIVA und weitere Informationen unter www.diva.de.

FHDW - Fachhochschule der Wirtschaft

Die private Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) wurde 1993 gegründet. Sie bietet an fünf Campussen Bachelor- und Masterstudiengänge in Betriebswirtschaft, Informatik und Wirtschaftsinformatik an - darunter duale, berufsbegleitende und Vollzeitprogramme. Außerdem gibt es eine berufsbegleitende Promotion (DBA). Neben der engen Verzahnung von Theorie und Praxis durch die Kooperation mit rund 800 Unternehmen bietet die FHDW kleine Studiengruppen, intensive Betreuung, effiziente Studienorganisation und attraktive Karrieremöglichkeiten. Im Sommersemester 2026 sind an der gesamten FHDW rund 2.000 Studierende eingeschrieben. Sie werden von 38 Professoren und zahlreichen Lehrbeauftragten betreut. Seit ihrer Gründung hatte die FHDW 11.400 Absolventen. Weitere Informationen unter www.fhdw.de

Pressekontakt:

Prof. Dr. Oliver Schellenberger, Wissenschaftlicher Direktor
Deutsches Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung
Kleiner Hirschgraben 10-12, 60311 Frankfurt/Main
Tel. 069 2562 6998-0
oliver.schellenberger@diva.de www.diva.de

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