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Bergwaldprojekt: Insgesamt 500 Freiwillige pflanzen tausende Bäume an verschiedenen Orten in Deutschland

Bergwaldprojekt: Insgesamt 500 Freiwillige pflanzen tausende Bäume an verschiedenen Orten in Deutschland
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Es ist wieder Pflanzsaison. Das Bergwaldprojekt organisiert im Frühjahr 2026 von Anfang März bis Ende April an fünf Samstagen Einsätze mit hunderten Freiwilligen bei Berlin, München, im Rheinland und im Harz. Es werden gemeinsam tausende standortheimische Bäume auf Schadflächen gepflanzt, so die naturnahe Waldentwicklung unterstützt und die Ökosysteme stabilisiert und wiederhergestellt. Mit dem Einsatz sollen die Teilnehmenden auch für die akuten Bedrohungen der natürlichen Lebensgrundlagen und einen achtsamen Umgang mit den Ressourcen sensibilisiert werden.

PRESSE-EINLADUNG

Sie sind herzlich eingeladen, selbst bei einem Pflanztag dabei zu sein und diesen zu begleiten. Bitte melden Sie sich für die Terminabstimmung bei der Pressestelle des Bergwaldprojekts: 0931 991 220 11 oder presse@bergwaldprojekt.de.

Bergwaldprojekt: Insgesamt 500 Freiwillige pflanzen tausende Bäume an verschiedenen Orten in Deutschland

Höchberg, 11. Februar 2026

Es ist wieder Pflanzsaison. Das Bergwaldprojekt organisiert im Frühjahr 2026 von Anfang März bis Ende April an fünf Samstagen Einsätze mit hunderten Freiwilligen bei Berlin, München, im Rheinland und im Harz. Es werden gemeinsam tausende standortheimische Bäume auf Schadflächen gepflanzt, so die naturnahe Waldentwicklung unterstützt und die Ökosysteme stabilisiert und wiederhergestellt. Mit dem Einsatz sollen die Teilnehmenden auch für die akuten Bedrohungen der natürlichen Lebensgrundlagen und einen achtsamen Umgang mit den Ressourcen sensibilisiert werden.

Am 7. März findet der erste Pflanztag in Willich im Rheinland bei Düsseldorf (Landesbetrieb Wald und Holz NRW, Regionalforstamt Niederrhein, Forstbetriebsbezirk Kempen) statt. Die inselartigen Waldbestände im Revier Kempen sind akut mit verschiedenen Problemen konfrontiert: Lehmige, schwer durchwurzelbare Böden, die oft von Staunässe geprägt werden, gleichzeitig aber schnell austrocknen können, erhöhen das Risiko für Windwurf für viele Bäume enorm. Hinzu kommen Pilzerkrankungen, die zum Absterben ganzer Bestände führen können. Das betrifft vor allem Eschen und Bergahorne. Deshalb müssen neue und vielfältige Baumarten gepflanzt werden, die den Wald von morgen bilden können. Gemeinsam mit Freiwilligen werden hier heimische Laubhölzer wie Stieleichen, Hainbuchen und Flatterulmen gepflanzt. Direkt daneben schaffen wir ökologisch wertvolle Waldränder mit diversen Straucharten.

Am 14. März macht das Bergwaldprojekt wieder Halt in München Unterdill (Bayerische Staatsforsten AöR, Forstbetrieb München). Seit 2006 arbeitet das Bergwaldprojekt mit Freiwilligen im Forstbetrieb München und unterstützt die Bayerischen Staatsforsten in Unterdill bei ökologischen Maßnahmen zur Unterstützung der naturnahen Waldentwicklung. Die Wälder sind vom Menschen beeinflusst und stark von Fichte geprägt. Auf den Mineralböden der Münchener Schotterebene würden von Natur aus Buchen- und Eichenwaldgesellschaften sowie Buchen-Tannen-Wälder wachsen. Vor dem Hintergrund der perspektivisch stärker werdenden Klimakrise mit höheren Temperaturen und längeren Trockenheitsperioden bringt der Verein neben den Schattenbaumarten Tanne und Buche auch Eichen, Winterlinden, Hainbuchen und Elsbeeren ein.

Auch am 28. März findet ein Pflanztag in der Nähe von München, in Ebersberg (Bayerische Staatsforsten AöR, Forstbetrieb Wasserburg a. Inn), statt. Die Fichtenwaldkomplexe des Ebersberger Forstes sind durch Schneebruch, Stürme, Trockenheit und Borkenkäferkalamitäten stark bedroht. Durch die Einbringung klimaresilienter standortheimischer Baumarten wie z. B. Stieleiche, Buche, Tanne, Elsbeere, Esskastanie, Spitzahorn und Vogelkirsche wird die Widerstandskraft des Waldökosystems gegen die Folgen der massiven Klimakrise gestärkt. Darüber hinaus schützen die Pflanzungen vor Erosion, verbessern durch Humusbildung erheblich den Trinkwasserspeicher Wald, kühlen die Landschaft und steigern die Biodiversität.

Bei Berlin (Alt-Buchhorst) findet am 28. März ebenfalls ein Pflanztag statt. Die hier typischen forstlichen Monokulturen bilden oft labile Ökosysteme, die sensibel auf Änderungen reagieren. In diesem Fall leidet die Kiefer unter langanhaltenden Trockenperioden und ist waldbrandgefährdet. Deshalb sollen die Monokulturen Schritt für Schritt zu Mischwäldern entwickelt werden. Zusammen mit den Freiwilligen werden im Forstbetrieb Hangelsberg im Revier Heidegarten heimische Laubbaumarten gepflanzt.

Am 25. April pflanzt das Bergwaldprojekt mit Freiwilligen in Braunlage im Harz verschiedene Baumarten, von der Erle über Birken bis hin zu Flatterulmen. So entsteht hier der Mischwald von morgen, der den extremeren Wetter- und Klimabedingungen im Zuge der Klimakrise standhält.

Peter Naumann (Vorstand Wald- und Umweltpolitik, Bergwaldprojekt e.V.) über die Einsätze: „Wir freuen uns sehr, auch diesen Frühling wieder so viele Freiwillige mit in den Wald zu nehmen, dort zur naturnahen Entwicklung der Bestände beizutragen und das Ökosystem an die Klimakrise anzupassen. Die Teilnehmenden lernen bei der gemeinsamen Arbeit nicht nur die enorme Bedeutung von Wäldern u. a. für Klima und Biodiversität kennen, sondern entwickeln auch neue Beziehungen zur Natur. Die erlebte Selbstwirksamkeit motiviert die Teilnehmenden auch darin, den eigenen Alltag naturverträglicher und damit zukunftsfähiger zu gestalten. Sie tragen somit zur dringend notwendigen sozial-ökologischen Transformation bei.“

Die Pflanztage starten jeweils um 9 Uhr, gearbeitet wird bis ca. 17 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos, das Bergwaldprojekt stellt die vegetarische, saisonale und möglichst regionale Verpflegung (zweites Frühstück und warmes Mittagessen) für den Tag.

Noch einige freie Plätze

Noch hat es einige freie Plätze an den unterschiedlichen Orten. Anmeldung – gerne mit der ganzen Familie und Freund*innen – und mehr Infos unter: bergwaldprojekt.de.

Bergwaldprojekt e.V.

Das Bergwaldprojekt organisiert seit über 35 Jahren Freiwilligeneinsätze im Wald, Moor und in Offenlandschaften. 2026 bringt der Verein mit seinen Einsatzwochen in Deutschland mehr als 5.000 Freiwillige in die Natur. Dazu finden über 170 Projektwochen an ca. 90 verschiedenen Standorten in allen Regionen Deutschlands statt. Ziele der Arbeitseinsätze sind, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme wiederherzustellen und zu stabilisieren, den beteiligten Freiwilligen die Bedeutung und Bedrohung der natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und daran mitzuarbeiten, unsere Lebens- und Wirtschaftsweise nachhaltiger zu gestalten. Der Verein finanziert seine Arbeit größtenteils aus Spenden. Dieses Jahr finden zudem 12 einzelne Arbeitstage im Frühjahr und im Herbst in ganz Deutschland statt, an denen unter anderem standortheimische Bäume gepflanzt werden.

Das Bergwaldprojekt ist für den Einsatz der letzten Jahrzehnte mit mehr als 50.000 Freiwilligen vom Bundesamt für Naturschutz als UN-Dekade-Projekt zur Wiederherstellung der Ökosysteme ausgezeichnet.

Pressekontakt:

Lena Gärtner
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Bergwaldprojekt e.V.
E-Mail:  lg@bergwaldprojekt.de
Telefon: 0931 991 220 11

Kontakt vor Ort:

Ein Pressebild zum Einsatz können Sie hier herunterladen.

Bitte senden Sie Belegexemplare an presse@bergwaldprojekt.de. Vielen Dank.