Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Archiv Bürgerbewegung Leipzig erhält Karl-Wilhelm-Fricke-Preis 2026
Archiv Bürgerbewegung Leipzig erhält Karl-Wilhelm-Fricke-Preis 2026
Berlin, 18.05.2026 - Das Archiv Bürgerbewegung Leipzig erhält den Karl-Wilhelm-Fricke-Preis 2026. Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zeichnet außerdem den Publizisten und Kulturmanager Basil Kerski sowie das Online-Projekt „Eastplaining. Der Ostblog“ von Hanna Müller und Weronika Vogel aus. Die Preisverleihung findet am 11. Juni 2026 um 18 Uhr in Berlin statt.
Der mit 20.000 Euro dotierte Hauptpreis würdigt das Archiv Bürgerbewegung Leipzig für seine seit 35 Jahren geleistete Arbeit zur Sicherung, Erschließung und Vermittlung von Zeugnissen der Opposition und des Widerstands in der DDR. Die Jury hebt hervor, dass das Archiv aus bürgerschaftlichem Engagement hervorgegangen ist und bis heute in besonderer Weise von ehrenamtlicher Arbeit getragen wird. Es bewahre nicht nur Quellen zur Geschichte der SED-Diktatur, sondern mache sie für Öffentlichkeit, Forschung und Bildung zugänglich. Die Laudatio hält der frühere DDR-Bürgerrechtler, Theologe und Politiker Frank Richter.
Der Sonderpreis geht an Basil Kerski. Der Publizist, Ausstellungskurator und Kulturmanager ist seit vielen Jahrzehnten Brückenbauer zwischen den deutschen, polnischen und europäischen Erinnerungskulturen. Die Jury würdigt seinen Beitrag zu einer offenen Auseinandersetzung mit Diktaturerfahrungen, Freiheitsbewegungen und demokratischem Wandel in Europa. Laudatorin wird Katrin Budde sein, ehemalige Vorsitzende des Kulturausschusses im Deutschen Bundestag und Mitglied der Jury.
Mit dem Nachwuchspreis werden Hanna Müller und Weronika Vogel für „Eastplaining. Der Ostblog“ ausgezeichnet. Das Online-Projekt greift ostdeutsche Erfahrungen, DDR-Geschichte und Gegenwartsdebatten aus der Perspektive einer jüngeren Generation auf. Es verbindet historische Aufklärung mit publizistischer Intervention und trägt dazu bei, ostdeutsche Themen differenziert und verständlich in gesamtdeutsche Debatten einzubringen. Die Laudatio hält der Autor und Aktivist Jakob Springfeld.
Der Karl-Wilhelm-Fricke-Preis wird 2026 zum zehnten Mal vergeben. Er ist nach dem Publizisten Karl Wilhelm Fricke benannt, der nach seiner Entführung in die DDR und politischer Haft zu einem der genauesten Chronisten der kommunistischen Repression wurde. Der Preis würdigt herausragendes Engagement für Freiheit, Demokratie und die kritische Auseinandersetzung mit Diktaturerfahrungen. Bislang wurden 35 Persönlichkeiten, Institutionen und Projekte ausgezeichnet. Gestiftet wurde der Preis durch den Mediziner und ehemaligen Fluchthelfer Dr. Burkhart Veigel.
Der Jury gehören Marianne Birthler, Dr. Jacqueline Boysen, Katrin Budde, Dr. Anna Kaminsky, Marko Martin, Prof. Dr. Irina Scherbakowa sowie Dr. Burkhart Veigel an.
Die Verleihung des Karl-Wilhelm-Fricke-Preises 2026 findet am 11. Juni 2026 um 18 Uhr in der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Kronenstraße 5, in 10117 Berlin statt.
Anmeldung bis zum 10. Juni unter: https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/form/anmeldung-zur-verl-des-kwfp26
Livestream: www.youtube.com/live/WMTyLO_3JJ4
Weitere Infos: https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/stiftung/karl-wilhelm-fricke-preis
Presseanmeldung zur Preisverleihung: presse@bundesstiftung-aufarbeitung.de
Jonathan Harnisch
Pressereferent
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