Timetoact Group: Cloud-Souveränität braucht Pragmatismus statt Ideologie
Timetoact Group: Cloud-Souveränität braucht Pragmatismus statt Ideologie
- Empfehlungen von Harald Joos, Cloud-Beauftragter der Deutschen Rentenversicherung Bund.
- Heinz-Peter Steiner, Leiter des Sektors Öffentliche Verwaltung bei der Timetoact Group: „Der permanente fachliche Austausch mit erfahrenen IT-Executives ist für uns eine Selbstverständlichkeit.“
Köln, 19. Mai 2026 – „Die Diskussion rund um europäische Cloud-Anbieter versus US-amerikanische Hyperscaler wie Google Cloud, Microsoft Azure oder Amazon AWS wird oft unnötig polarisiert. Dieses Schwarz-Weiß-Denken führt jedoch selten zu tragfähigen Cloud-Strategien. In der Praxis geht es weniger um Ideologie als um Wahlfreiheit. Cloud-Souveränität entsteht nicht durch den Ausschluss bestimmter Anbieter, sondern durch Architekturen, die Alternativen offenhalten und Abhängigkeiten bewusst begrenzen“, erklärt Harald Joos, Cloud-Beauftragter der Deutschen Rentenversicherung Bund, des größten deutschen Rentenversicherungsträgers. Joos war zuvor CIO und IT-Beauftragter des Bundesministeriums der Finanzen. „Wir schätzen die Expertise von Harald Joos sehr“, sagt Heinz-Peter Steiner, Leiter des Bereichs Öffentlicher Sektor bei der IT-Dienstleistungsgruppe Timetoact Group. Der Empfehlung Joosts schließt sich Steiner an: „in einer Multi-Cloud-Strategie muss immer eine Strategie europäisch sein.“
In einer fachlichen Stellungnahme auf der Webseite von synaigy, einem Unternehmen, das zur Timetoact Group gehört, kommt Harald Joss ausführlich zu Wort: https://www.synaigy.com/blog/hyperscaler-eu-cloud-provider. Eine Schlüsselerkenntnisse: Cloud-Souveränität entsteht nicht durch politische Schlagworte, sondern durch kluge technische Entscheidungen und strategische Planung. Ein „Europa versus Hyperscaler“-Denken greift nach Ansicht von Joos zu kurz. Erfolgreiche Cloud-Strategien setzten nicht auf Ausschluss, sondern auf Wahlfreiheit und resiliente Architekturprinzipien.
Heinz-Peter Steiner ordnet ein: „Bei der Timetoact Group legen wir größten Wert auf praxisbewährte Strategien für unsere Kunden, nicht nur, aber eben auch in der öffentlichen Verwaltung. Daher ist der permanente fachliche Austausch mit erfahrenen IT-Executives wie Harald Joos und vielen anderen für uns eine Selbstverständlichkeit.“
Als weitere wesentliche Erkenntnisse aus der fachlichen Stellungnahme von Harald Joos nennt Steiner:
Wahlfreiheit entsteht durch Architektur
Vendor Lock-in, also die Bindung an einen Anbieter, ist selten das Ergebnis einer einzelnen Entscheidung. Er entsteht schleichend – durch proprietäre Services, fehlende Portabilität und Architekturen, die nur in einer Umgebung wirklich funktionieren. Gerade Hyperscaler bieten technisch beeindruckende Services, die kurzfristig Effizienzgewinne bringen, langfristig aber Wechselkosten erzeugen.
Der entscheidende Hebel liegt deshalb in der Art, wie Anwendungen gebaut werden. Fachverfahren und Kernapplikationen sollten von Anfang an so konzipiert sein, dass sie cloud-agnostisch betrieben werden können, also bei jedem Cloud-Anbieter funktionieren. Das bedeutet nicht, auf Komfort zu verzichten, sondern bewusst zu entscheiden, wo Abhängigkeiten akzeptabel sind und wo nicht.
Ein bewährtes Prinzip dabei ist: eigene Fachverfahren möglichst standardnah entwickeln, proprietäre Services nur dort einsetzen, wo sie echten Mehrwert liefern, und den Exit immer mitdenken – technisch und organisatorisch.
Multi-Cloud heißt nicht mehr Komplexität, sondern mehr Verhandlungsmacht
Multi-Cloud-Strategien werden oft als teuer und kompliziert wahrgenommen. Tatsächlich erhöhen sie zunächst den Planungsaufwand. Langfristig schaffen sie jedoch genau das, was in vielen Cloud-Projekten fehlt: Verhandlungsmacht und Resilienz.
Wer jederzeit von Cloud A zu Cloud B wechseln kann, sitzt in Preisverhandlungen nicht mehr am kürzeren Hebel. Preisanpassungen, Lizenzänderungen oder strategische Neuausrichtungen eines Providers verlieren ihren Schrecken, wenn eine realistische Alternative existiert. Entscheidend ist dabei, dass mindestens ein europäischer Anbieter Teil der Strategie ist.
Multi-Cloud ist damit weniger ein technisches Konzept als ein strategisches: Es sichert Ausfälle ab, schützt vor massiven Preissteigerungen und stärkt die eigene Handlungsfähigkeit. Resilienz entsteht nicht durch Redundanz auf dem Papier, sondern durch echte zweite Lösungen, die im Ernstfall einspringen können. Zwei Clouds bedeuten dabei nicht zwangsläufig doppelte Kosten. Richtig umgesetzt, reduzieren sie Risiken und erhöhen die Betriebssicherheit erheblich. Gerade bei kritischen Funktionen wie Kommunikation, Kollaboration oder Datenhaltung zeigt sich der Wert von Second-Source-Strategien. Open-Source-basierte Software-as-a-Service-Lösungen, betrieben auf europäischen Clouds, können eine realistische Alternative darstellen.
Europäische Clouds scheitern häufig an Fragmentierung
Leistungsfähigkeit ist längst nicht mehr das zentrale Problem europäischer Cloud-Anbieter. Compute, Storage und grundlegende Plattformdienste stehen in ausreichender Qualität zur Verfügung. Was fehlt, ist echte Zusammenarbeit.
Zu oft agieren Anbieter als Einzelkämpfer, obwohl Interoperabilität der Schlüssel wäre. Gemeinsame Standards, offene Schnittstellen und abgestimmte Betriebsmodelle könnten ein europäisches Cloud-Ökosystem schaffen, das wettbewerbsfähig und souverän ist. Erste Initiativen zeigen, dass genau hier Bewegung entsteht, insbesondere rund um Open-Source-basierte Plattformen und interoperable SaaS-Modelle.
Kurzfristige Vertragszyklen und rein preisgetriebene Entscheidungen stehen nachhaltigen Cloud-Strategien oft im Weg. Rechenzentren, Plattformen und Ökosysteme entstehen nicht in zwei Jahren. Sie brauchen Planungssicherheit und partnerschaftliche Zusammenarbeit.
Langfristige Beziehungen – etwa über Zeiträume von zehn Jahren – ermöglichen Investitionen, Standardisierung und echte Weiterentwicklung. Gleichzeitig bleibt durch saubere Architekturentscheidungen die notwendige Flexibilität erhalten, um Abhängigkeiten zu begrenzen und Alternativen offen zu halten.
Balance zwischen Innovationskraft, Sicherheit und Souveränität
Heinz-Peter Steiner ergänzt: „Die zum jeweiligen Projekt richtige Balance zwischen Innovationskraft, Sicherheit und strategischer Souveränität stellt den Schlüssel zum Erfolg dar. Letztlich entscheiden die konkreten Anforderungen der jeweiligen Behörde oder des Unternehmens über die Wahl der Partner.“
Als Hilfestellung hat die Timetoact Group ein Assessment entwickelt, das europäische Cloud-Dienste und US-Hyperscaler auf Basis von über 100 technischen Kriterien vergleicht. Das vollständige Assessment ist online verfügbar unter: https://comparison.cloud.
Die Timetoact Group ist ein führender IT-Dienstleister, der sich auf Cloud-Plattformen und digitale Lösungen für Konzerne, Fortune-1000-Unternehmen sowie für Kunden aus dem öffentlichen Sektor spezialisiert hat. Das Unternehmen fördert digitale Innovation und operative Exzellenz, indem es Kunden im Rahmen ihrer IT-Strategien berät, die Cloud-Transformation beschleunigt sowie KI, Daten-, Software- und System-Engineering nutzt, um zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln. Als strategischer Partner von AWS, Atlassian, Google, Microsoft, IBM und SAP unterstützt die TIMETOACT GROUP Unternehmen dabei, den Wert ihrer Cloud-Plattformen zu maximieren. Darüber hinaus konzipiert und implementiert die TIMETOACT GROUP digitale Geschäftsmodelle für innovative Unternehmen, um neue Marktchancen zu erschließen. Zur Sicherstellung des langfristigen Erfolges betreibt und optimiert die Gruppe dabei kontinuierlich Cloud-Plattformen sowie digitale Lösungen. Die TIMETOACT GROUP beschäftigt aktuell mehr als 1.700 Mitarbeitende in 25 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie in Niederlassungen in Italien, den Niederlanden, Spanien und den USA. Ergänzt wird das Netzwerk durch Service Hubs in Mittelamerika, Mittel- und Osteuropa sowie Südostasien. 2025 hat die Gruppe einen Umsatz von über 460 Millionen Euro erwirtschaftet. Weitere Informationen unter https://timetoact-group.com/
Weitere Informationen: Timetoact Group, Im Mediapark 5, 50670 Köln, Tel: +49 221 97343, E-Mail: info@timetoact-group.com, Web: www.timetoact-group.com
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