Aid by Trade Foundation erreicht neue Meilensteine für Lieferkettentransparenz
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- Mit rund 700 Lieferanten und Produzenten in insgesamt 25 Ländern erreicht die Aid by Trade Foundation eine neue Rekordzahl an Partnern, die Cotton made in Africa® verifizierte Baumwolle vom Produkt bis zum Anbau zurückverfolgen können - dies entspricht mehr als einer Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr.
- Modemarken und Textilunternehmen erhalten eine rechtssichere Lösung, um den steigenden Anforderungen hinsichtlich Regulatorik und Sorgfaltspflichten nachzukommen.
- Zusätzliche Sicherheit bieten unabhängige Kontrollen durch ein ISO-akkreditiertes Auditunternehmen und Digital Transaction Documents. Sie sind wichtige Bestandteile des 2025 eingeführten Transparency Standards. Er wird ab März für rückverfolgbare Produkte von Cotton made In Africa obligatorisch.
- Die Ausweitung des Transparency Standards auf Kaschmirfasern nach The Good Cashmere Standard® ist geplant.
Hamburg, 19. Februar 2026 – Die Aid by Trade Foundation (AbTF) untermauert ihr Engagement für Transparenz mit wegweisenden Meilensteinen zur Rückverfolgbarkeit von Cotton made in Africa Baumwolle. Die Stiftung setzt damit neue Maßstäbe in Bezug auf Lieferkettensorgfaltspflichten.
„Als verantwortungsbewusste Standardorganisation ist es unsere Aufgabe, Transparenz entlang globaler Lieferketten zu gewährleisten", sagt Tina Stridde, Geschäftsführerin der Aid by Trade Foundation. „Die Rückverfolgbarkeit von Cotton made in Africa ist für Textilunternehmen und Modemarken sehr wichtig. Damit stellen sie sicher, dass soziale und ökologische Standards beim Baumwollanbau eingehalten werden und ihre Kunden informierte Kaufentscheidungen treffen können. Greenwashing am Produkt wird verhindert, weil Kontrollen volle Transparenz über die Verwendung der verifizierten Baumwolle schaffen."
Namhafte Partner wie die Rewe Group, die Otto Group, OVS, Bestseller und Primark tracken CmiA
Von der Brand bis zum Konzern – Unternehmen der Textilwirtschaft können mithilfe der Aid by Trade Foundation Produkte auf den Markt bringen, bei denen vom Baumwollballen im Anbaugebiet bis hin zum Endprodukt ausschließlich verifizierte Cotton made in Africa oder Cotton made in Africa Organic Baumwolle in der Verarbeitung zu Garnen, Stoffen und dem fertigen Textil verwendet wird. So können sie den steigenden Anforderungen hinsichtlich Regulatorik und Sorgfaltspflichten rechtssicher entsprechen.
Als langjähriger Partner setzt die Rewe Group in dieser Hinsicht nun einen Meilenstein. „Wir haben unser Ziel erreicht und konnten Ende 2025 die in unseren Eigenmarken‑Produkten eingesetzte Cotton made in Africa‑Baumwolle vollständig bis zum Ursprung zurückverfolgen“, sagt Torsten Stau, Geschäftsleitung Ware Non Food / Indirect Spend REWE Group. „Das Transparenzsystem der Aid by Trade Foundation ermöglicht uns, die Herkunft eindeutig nachzuweisen und sicherzustellen, dass die Baumwolle von afrikanischen Kleinbäuer*innen stammt, die unter anerkannten sozialen und ökologischen Standards produzieren. Damit erhöhen wir die Transparenz entlang der gesamten Lieferkette weiter, stärken das Vertrauen unserer Kund*innen und leisten zugleich einen direkten Beitrag zur Unterstützung der Menschen im Anbau.“
Enge Zusammenarbeit mit Partnern der Lieferkette als Schlüssel zur Glaubwürdigkeit
Um die physische Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten, arbeitet die Aid by Trade Foundation eng mit Lieferanten und Produzenten weltweit zusammen. Die Kooperation ruht auf einer soliden Basis: dem bewährten Chain of Custody-Modell von Hard Identity Preserved (HIP), das bereits 2008 eingeführt wurde. Mit ihm kann die Baumwolle durchgängig und zuverlässig rückverfolgt werden – von der fertig produzierten Textilie bis zum Baumwollursprung. Dies gilt darüber hinaus nicht nur für eine Auswahl von Regionen, sondern für sämtliche baumwollproduzierenden Länder, in denen die AbTF aktiv ist. Die Attraktivität des Systems spiegelt sich in Zahlen wider: Bis heute wurden weltweit rund 33.000 Tonnen physisch rückverfolgbare Cotton made in Africa-Baumwolle zu rund 190 Millionen Textilien verarbeitet. Rund 700 Spinnereien sowie Stoff- und Textilproduzenten aus insgesamt 25 Ländern erfüllen derzeit die Anforderungen – Tendenz weiter steigend. Diese Unternehmen können die Rückverfolgbarkeit für Cotton made in Africa und Cotton made in Africa Organic verifizierte Baumwolle verlässlich sicherstellen.
Ab März 2026 ist der Transparency Standard verpflichtend
Für alle Partner, die physisch rückverfolgbare Baumwolle nachweislich im Produkt einsetzen möchten, ist der Transparency Standard ab März 2026 obligatorisch. Er wurde im Frühjahr letzten Jahres eingeführt und bietet ein erweitertes Sicherheitsportfolio wie z.B. DTDs (Digital Transaction Document) und risikobasierte Desktop Audits an. Sie werden von unabhängigen und ISO-akkreditierten Auditunternehmen durchgeführt. Aufgrund der erfolgreichen Einführung des Standards plant die Aid by Trade Foundation, den Transparency Standard 2027 auch für die Kaschmirfasern anzubieten, die nach den Kriterien des Good Cashmere Standards produziert wurden.
Pressekontakt
Christina Ben Bella, E-Mail: christina.benbella@abt-foundation.org Holger Diedrich, E-Mail: holger.diedrich@abt-foundation.org
Aid by Trade Foundation | Werner-Otto-Straße 13 b | 22197 Hamburg | Deutschland
Über Cotton made in Africa® (CmiA):
Die Initiative Cotton made in Africa wurde 2005 unter dem Dach der in Hamburg ansässigen Aid by Trade Foundation (AbTF) gegründet. CmiA ist ein international anerkannter Standard für nachhaltig produzierte Baumwolle aus Afrika und vernetzt afrikanische Kleinbäuer*innen mit Handelsunternehmen und Modemarken entlang der globalen Textilwertschöpfungskette. Ziel der Initiative ist es, durch Handel, statt Spenden die Umwelt zu schützen und die Lebensbedingungen von rund einer Million Kleinbäuer*innen samt ihren Familien zu verbessern. Darüber hinaus profitieren auch die Beschäftigten der Entkörnungsfabriken von besseren Arbeitsbedingungen. Weitere Projekte in den Bereichen Schulbildung, Umweltschutz, Gesundheit und Förderung von Frauengruppen unterstützen bäuerliche Gemeinschaften bei der Verbesserung ihrer Lebensbedingungen. Erfahren Sie mehr auf: Was wir bewirken | Cotton made in Africa | CmiA.
Über die Aid by Trade Foundation (AbTF):
Die Aid by Trade Foundation wurde 2005 von dem Unternehmer Prof. Dr. Michael Otto gegründet und ist heute eine international renommierte und agierende Non-Profit-Organisation für nachhaltige Rohstoffe. Ihre Arbeit leistet einen entscheidenden und messbaren Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen und Tieren sowie zum Schutz der Umwelt. Mit ihren verifizierten Rohstoffen Cotton made in Africa® (CmiA), Cotton made in Africa Organic (CmiA Organic), Regenerative Cotton Standard® (RCS) und The Good Cashmere Standard® (GCS) setzt die Stiftung ihre Ziele in die Tat um. Angesichts der steigenden Herausforderungen durch die Folgen des Klimawandels und Marktveränderungen an Kleinbäuer*innen und Textilunternehmen sind die Standards von grundlegender Bedeutung für ihre Resilienz und Zukunftsfähigkeit. Die Stiftung arbeitet in enger Kooperation mit Branchenexpert*innen, Tier- sowie Naturschutzspezialist*innen. Mehr Infos unter: www.aidbytrade.org


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