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Gefährliches Duo: Grippe und Pneumokokken - warum eine Impfung jetzt sinnvoll ist

Gefährliches Duo: Grippe und Pneumokokken - warum eine Impfung jetzt sinnvoll ist
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Berlin (ots)

Mit Kälte, Frost und vor allem Atemwegserkrankungen hat uns der Winter aktuell fest im Griff. Laut Robert Koch-Institut (RKI) waren allein in den ersten beiden Kalenderwochen mehr als doppelt so viele Personen an Grippe erkrankt wie in 2025 zum selben Zeitpunkt [1]. Auch die Fälle schwerwiegender Pneumokokken-Infektionen sind im gleichen Meldezeitraum besorgniserregend hoch [1]. Pneumokokken können zu Blutvergiftung und Hirnhautentzündung führen und gelten als häufigster Auslöser für eine bakterielle Lungenentzündung bei Erwachsenen. Wer bereits an Grippe erkrankt ist, hat ein besonders hohes Risiko für eine zusätzliche Infektion mit Pneumokokken, weil das Immunsystem und die Lunge geschwächt und anfälliger sind [2]. Eine Impfung kann vor den Folgen einer Infektion schützen und wird für alle Menschen ab 60 Jahren sowie für alle Personen ab 18 Jahren mit chronischen Erkrankungen von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen [3].

Aufgrund der derzeit hohen Zahl an Grippefällen steigt auch die Gefahr einer Infektion durch Pneumokokken [4], [5]. Pneumokokken sind Bakterien, die genau wie Grippeviren durch Tröpfcheninfektionen übertragen werden, etwa beim Husten, Niesen oder Sprechen [6]. Sie sind verantwortlich für eine Vielzahl von Erkrankungen, die von leichteren Atemwegsinfekten bis hin zu lebensbedrohlichen Lungenentzündungen, Hirnhautentzündungen oder Blutvergiftungen reichen [4]. Für bakterielle Lungenentzündungen stellen sie die häufigste Ursache dar [7]. Was diese Bakterien jetzt allerdings besonders gefährlich macht: Pneumokokken sind nach Grippeinfektionen oft für schwerwiegende Koinfektionen verantwortlich, die einen Klinikaufenthalt mit sich ziehen können [2]. Eine Koinfektion bedeutet, dass zu einer Virusinfektion wie Grippe noch eine bakterielle Infektion hinzukommen kann. Dieses gefährliche Duo kann als sogenannte Superinfektion den Zustand der Patient:innen dann erheblich verschlechtern. Untersuchungen zeigen, dass viele Grippe-bedingte Todesfälle meist durch eine bakterielle Lungenentzündung verursacht wurden [8].

Langfristige Folgen einer Pneumokokken-Infektion mit Lungenentzündung

Besonders ältere Menschen sind gefährdet, an einer Pneumokokken-Infektion schwer zu erkranken, denn mit zunehmendem Alter lässt die Kraft des Immunsystems nach. Generell gilt, dass Personen ab 60 Jahren anfälliger für schwere Infektionskrankheiten werden [9], [10], [11]. So kann eine bakterielle Lungenentzündung den Körper, egal ob gesund oder vorerkrankt, erheblich schwächen und für Betroffene oft einen tiefen Einschnitt im Leben bedeuten. Viele erholen sich danach nicht mehr vollständig und leiden fortan unter körperlichen Einschränkungen [11]. So können zum Beispiel einfache Alltagstätigkeiten wie Treppensteigen, Einkaufen oder Gartenarbeit auch nach der Genesung beschwerlich oder nicht mehr ohne Hilfe möglich sein.

Eine Impfung gegen Pneumokokken kann schützen

Eine Impfung kann dabei helfen, die Risikogruppen vor einer Pneumokokken-Infektion zu schützen. Die STIKO empfiehlt daher Personen ab 60 Jahren standardmäßig eine einmalige Impfung gegen Pneumokokken, die zu jedem Zeitpunkt im Jahr und unabhängig von der Saison für Atemwegserkrankungen erfolgen kann [3]. Aber auch für Personen ab 18 Jahren mit bestimmten Grunderkrankungen [A] wie etwa einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), einer Immunschwäche, Asthma oder Diabetes sowie bei speziellen beruflichen Tätigkeiten [B] wird die Pneumokokken-Impfung von der STIKO empfohlen [3].

Tipp: Impfstatus aktualisieren und individuelles Infektionsrisiko einschätzen

Wer bereits vor oder während der Corona-Pandemie gegen Pneumokokken geimpft wurde, sollte sich jetzt mit seinem Arzt oder seiner Ärztin beraten und ggf. eine Aktualisierung des Impfstatus prüfen. Um das individuelle Infektionsrisiko besser einschätzen zu können, steht auf www.lungeschützen.de zudem ein einfacher Online-Test zur Verfügung.

Über Pfizer - "Breakthroughs that change patients' lives"

Bei Pfizer arbeiten wir weltweit täglich daran, die Lebensqualität von Menschen zu verbessern, indem wir ihnen Zugang zu innovativen Medikamenten und Impfstoffen ermöglichen. Dabei setzen wir auf Wissenschaft und unser globales Netzwerk aus Forschungs-, Entwicklungs-, Produktions- und Vertriebszentren. Es ist unser Anspruch, bei der Entdeckung, Entwicklung und Herstellung innovativer Arzneimittel neue Standards zu setzen. Das gilt für ihre Qualität, ihre Sicherheit und ihren Nutzen für Patient:innen. Sowohl in Industrie- als auch in Schwellenländern treiben unsere Kolleg:innen die Prävention, Behandlung und Heilung der schwerwiegendsten Erkrankungen unserer Zeit voran. Als einer der weltweit führenden forschenden Arzneimittelhersteller fördern wir gemeinsam mit medizinischem Fachpersonal, Gesundheitseinrichtungen, Regierungsorganisationen und lokalen Gemeinschaften überall auf der Welt eine verlässliche und bezahlbare Gesundheitsversorgung. Seit mehr als 175 Jahren arbeiten wir daran, für alle, die sich auf uns verlassen, etwas zu bewegen.

Der Hauptsitz von Pfizer ist in New York. In Deutschland arbeiten mehr als 3.000 Mitarbeiter:innen an den Standorten Berlin, Freiburg und Karlsruhe. Unser Werk in Freiburg ist eine der modernsten Pharmaproduktionsstätten der Welt und die größte von Pfizer für Tabletten und Kapseln. Es ist Vorreiter bei Nachhaltigkeit und Industrie 4.0.

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Quellen

[A] Mit relevanter Grunderkrankung, wie angeborene oder erworbene Immundefekte, chronische Krankheiten und fremdkörperassoziierte Risiken für Hirnhautentzündung durch Pneumokokken (Pneumokokken-Meningitis) [6].

[B] Zusätzlich als Impfung in der beruflichen Indikation empfohlen: Berufliche Tätigkeiten wie Schweißen und Trennen von Metallen, die zu einer Exposition gegenüber Metallrauchen, einschließlich metalloxidischen Schweißrauchen, führen [6].

[1] Robert Koch-Institut. Epid Bull. 2026;3:1-22.

[2] Boehme JD, et al. Deutsches Ärzteblatt: Koinfektion mit Influenza und Pneumokokken: Influenza bereitet Infektion mit Pneumokokken vor - Deutsches Ärzteblatt. Letzter Zugriff: 19.01.2026.

[3] Robert Koch-Institut. Epid Bull. 2026;4:1-79.

[4] European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC): Factsheet about pneumococcal disease. Stand: 28.11.2023. https://www.ecdc.europa.eu/en/pneumococcal-disease/facts. Letzter Zugriff: 19.01.2026.

[5] Deutsches Ärzteblatt: Perspektive der Pneumologie und Allergologie. Koinfektion mit Influenza und Pneumokokken: Influenza breitet Infektion mit Pneumokokken vor. https://ots.de/1pA5J4. Letzter Zugriff: 19.01.2026.

[6] Robert Koch-Institut. Faktenblatt zur Pneumokokken-Impfung. https://ots.de/2P6Slr. Letzter Zugriff: 19.01.2026.

[7] Braeken DCW, et al. Infection. 2021;49:533-537.

[8] Robert Koch Institut. Häufig gestellte Fragen und Antworten zur Grippe (Influenza). Stand 21.01.2026 https://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/Influenza/FAQ_Liste.html Letzter Zugriff: 26.01.2026

[9] Pletz MW, Bahrs C. Internist. 2021;62(8):807-815.

[10] Weiser JN, Ferreira DM, Paton JC. Nat Rev Microbiol. 2018;16:355-367.

[11] Kruckow KL et al. Pneumonia (Nathan). 2023; 15(1): 5.

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Johanna Meier-Rink
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