EnBW Energie Baden Württemberg AG

Bestandsgeschäft sichern - Wachstumschancen nutzen

Karlsruhe (ots) -

   - Optimierungspotenziale in dreistelliger Millionenhöhe
   - EnBW stärkt Erzeugungsposition auch im Bereich der Erneuerbaren 
     Energien
   - Eintritt in den türkischen Markt steht bevor 

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG plant bis zum Jahr 2011 insgesamt 7,7 Milliarden Euro zu investieren. Damit will sie ihr Bestandsgeschäft nachhaltig sichern und Wachstumschancen nutzen. "Wir investieren in das nachhaltige und profitable Wachstum der EnBW, stärken den Energiestandort Deutschland und leisten mit unseren Investitionen auch einen Beitrag, die Konjunktur in unserem Land zu stützen", so Hans-Peter Villis, Vorstandsvorsitzender der EnBW anlässlich der diesjährigen EnBW-Hauptversammlung.

EnBW ist für die kommenden Jahre gut gerüstet Optimierungspotenziale in dreistelliger Millionenhöhe

Die EnBW sieht sich dabei für die kommenden Jahre gut gerüstet. Mit einem Umsatzanstieg im Jahr 2008 von 10,8 Prozent auf 16.305,4 Millionen Euro, einem im Vergleich zum Vorjahr um 14,8 Prozent auf 1.793,9 Millionen Euro verbesserten operativen Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (Adjusted EBIT) verfügt die EnBW über eine solide Ertragskraft. Gleichwohl kann auch sie sich der derzeitigen Wirtschaftskrise nicht entziehen. Konjunkturbedingt ist der Stromabsatz an Industriekunden im ersten Quartal 2009 um 14,1 Prozent zurückgegangen.

"Wachstum und Konsolidierung"

"Wir haben vernünftig gewirtschaftet und unsere Hausaufgaben gemacht. Die EnBW ist effizient und ertragsstark. Im Rahmen kontinuierlicher Effizienzsteigerungen werden wir zudem mittelfristig einen dreistelligen Millionenbetrag einsparen", so Villis.

Aufbauend auf dieser Ertragsstärke verfolgt die EnBW eine klare Strategie. "Wir verbinden Wachstum und Konsolidierung", so Villis. Ihre Investitionen wird die EnBW auch weiterhin unter Beachtung strenger betriebswirtschaftlicher Kriterien tätigen und dabei darauf achten, dass sie ihr Rating im A-Bereich erhält.

Partnerschaft mit der EWE AG

Mit dem angestrebten Erwerb von 26 Prozent an der EWE AG eröffnen sich für beide Unternehmen vielfältige Entwicklungsoptionen insbesondere bei der Energieerzeugung und im Geschäftsfeld Gas. Die EnBW ist zuversichtlich, dass im Rahmen des noch beim Bundeskartellamt anhängigen Prüfverfahrens alle relevanten Punkte bis zur Jahresmitte geklärt werden können und dann die im Juni 2008 beschlossene Partnerschaft zwischen der EnBW und EWE starten kann.

Neben Akquisitionen, die auch die Position der EnBW im Gasbereich stärken, investiert die EnBW auch in ihre Stromerzeugung. Ziel ist es, die Erzeugungsposition im Bereich der Erneuerbaren Energien deutlich auszubauen und die Erzeugungskapazitäten bei konventionellen Kraftwerken zu erhalten. Zudem soll mit der Türkei schrittweise ein neuer Markt erschlossen werden.

Erneuerbare Energien werden ausgebaut

Nachhaltig und profitabel wachsen will die EnBW im Bereich der Erneuerbaren Energien. Mit dem Erwerb von drei neuen Onshore-Windparks in Niedersachsen (Schwienau II mit 10 Megawatt, Buchholz mit 36 Megawatt) und Brandenburg (Alt Zeschdorf mit 6 Megawatt) hat die EnBW ihre Windkraftkapazitäten von bisher 28 Megawatt auf 80 Megawatt deutlich erhöht. Mit rund 112.000 Megawattstunden jährlich erzeugen diese Windparks Strom für über 60.000 Menschen. Auch im Bereich Offshore-Windparks setzt die EnBW ihre Projekte konsequent um. Nachdem die EnBW 2008 die Rechte für den Bau von insgesamt vier Offshore-Windparks mit insgesamt rund 1200 Megawatt in der deutschen Ost- und Nordsee erworben hat, sind für den ersten Windpark Baltic 1 (rund 50 Megawatt) nun bereits alle wesentlichen Gewerke für den Bau vergeben. Damit hat die EnBW einen weiteren wichtigen Schritt zur Realisierung des ersten kommerziellen Offshore-Windparks Deutschlands zurückgelegt. Baltic 1 soll 2010 in Betrieb gehen.

Weitere Investitionen im Bereich der Erneuerbaren Energien tätigt die EnBW in der Wasserkraft. Über 400 Millionen Euro kostet der Neubau des Laufwasserkraftwerks Rheinfelden. Das neue Kraftwerk wird über vier Rohrturbinen mit je 25 Megawatt Leistung verfügen. "Im ersten Halbjahr 2010 werden die ersten Turbinen unseres neuen Kraftwerks in Betrieb gehen. Mit der Gesamtleistung des Kraftwerks können dann künftig über 330.000 Menschen mit Strom versorgt werden", so Villis.

Das Wasserkraftwerk Iffezheim wird ebenfalls ausgebaut. "In wenigen Wochen werden wir mit der Erweiterung des Kraftwerks um eine fünfte Turbine beginnen", kündigte Villis an. Bauvorbereitende Maßnahmen werden in Iffezheim bereits durchgeführt. Mit der neuen Turbine (38 Megawatt) wird das Wasserkraftwerk Iffezheim dann über insgesamt 148 Megawatt installierte Leistung verfügen und Strom für über 500.000 Menschen erzeugen. Iffezheim ist damit eines der größten Laufwasserkraftwerke Europas.

Eintritt in den türkischen Markt

Auch bei dem geplanten Eintritt der EnBW in den türkischen Markt stehen die Erneuerbaren Energien im Fokus. Gemeinsam mit dem türkischen Industrieunternehmen Borusan Holding, will die EnBW in den kommenden zwölf Jahren Erzeugungskapazitäten von rund 2000 Megawatt überwiegend im Bereich der Erneuerbaren Energien aufbauen. Hierzu soll in den nächsten Tagen ein Joint Venture gegründet werden.

Hans-Peter Villis: "Unser Ziel ist und bleibt, bis zum Jahr 2020 unseren Anteil an den erneuerbaren Energien auf 20 Prozent nahezu zu verdoppeln. Unsere aktuellen Projekte zeigen, dass wir das, was wir ankündigen auch konsequent umsetzen. Gleichwohl lassen sich Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und die Erfordernisse des Klimaschutzes nur in einem breiten Energiemix mit allen Erzeugungsformen sinnvoll miteinander verbinden."

Konventionelle Erzeugung stärken

Entsprechend investiert die EnBW auch in hochmoderne und effiziente Kohlekraftwerke. In Dörpen (Emsland) hat sich die EnBW die Option gesichert, gemeinsam mit der Schweizerischen BKW FMB Energie AG (BKW) ein Steinkohlekraftwerk zu entwickeln. Bis zum Sommer 2009 soll das technische Anlagenkonzept entwickelt sein.

Zudem erwirbt die EnBW von der E.ON AG Anteile an den Kohlekraftwerken Lippendorf und Bexbach und erweitert damit ihre Erzeugungskapazitäten. Damit konnte ein von E.ON und EnBW Ende 2008 unterzeichnetes Memorandum of Understanding über die Veräußerung der Anteile erfolgreich endverhandelt werden. Mit dem Erwerb des E.ON-Anteils (50 Prozent) am Block S in Lippendorf verfügt die EnBW nun über rund 880 Megawatt installierte Leistung. Ebenso hat die EnBW von E.ON 8,3 Prozent der Anteile am Kraftwerk Bexbach erworben. An beiden Kraftwerken war die EnBW bereits beteiligt. Der Anteilserwerb steht noch unter Vorbehalt der Zustimmung durch die EU-Kommission.

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